Tipps für Ihre Gesundheit während des Kapverdenurlaubes

Impfungen - Sonnenschutz - Ebola - Dengue - Malaria

Ebola und Kapverden

Zu Recht hohe Wellen schlug Ende 2013/Anfang 2014 die Ebola-Epidemie auf dem afrikanischen Festland. Wegen der der Übertragungswege der Krankheit sowie der Präventivmaßnahmen der kapverdischen Regierung sahen wir keine konkrete Ansteckungsgefahr für Touristen auf den Kapverden. Wie wir zu diese Behauptung kamen, können Sie in unserem Sonderbeitrag Ebola-Epidemie im westlichen Afrika nachlesen.

Dengue Fieber

Im September 2009 brach vor allem auf den südlichen Insel eine Krankheit aus, als deren Ursache Mitte Oktober das Dengue-virus Serotyp-3 nachgewiesen wurde. Im Sommer/Herbst 2010 blieb das Fieber unter Kontrolle und kam auch 2011/2012/2013 nicht mehr zurück.

Das Dengue-Fieber ist eine durch Stechmücken übertragene, grippeähnliche und mit hohem Fieber verbundene Krankheit.
Für Touristen gibt es keine Reisewarnungen, die konsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen wird dringend empfohlen (mückenabweisende Mittel (Repellentien) wie Anti-Brum oder z.B. Autan ®, Tragen von hautbedeckender, heller Kleidung am Abend)
Weitere Details zum Dengue Fieber auf Kapverden von Dr.Pitt Reitmaier (Tropenarzt)

Falls Sie im Anschluss an eine Reise in Dengue-gebiete hochfieberhaft erkranken, müssen Sie SOFORT einen Arzt aufsuchen und diesem DEUTLICH MITTEILEN, daß Sie sich in den Tropen / Subtropen aufgehalten haben!

Malaria

Im Süden von Santiago und gelegentlich auf Boavista besteht von September bis November/Dezember ein sehr geringes Malariarisiko. (Waren es 2014 noch 24 autochtone Fälle gab es 2015 drei Fälle in Fonton, Praia und vier auf Boavista Quelle: Asemana 20.01.2016)

Beim aktuellen Ausbruch der Malaria wurden bis 1.09.2017 schon vor der Regenzeit 116 Autochtone Fälle gezählt. Lesen Sie dazu auch bitte Malaria Warnung Praia

Die konsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen kann das Risiko einer Malaria erheblich verringern (Einreiben mit Anti-Brum, Tragen von hautbedeckender, heller Kleidung am Abend)
Eine medikamentöse Vorbeugung wird wegen des geringen Risikos nicht empfohlen.

Falls Sie Kapverden besucht haben oder einen Zwischenstopp auf dem Kontinent (Dakar) und Sie im Anschluss hochfieberhaft erkranken, müssen Sie SOFORT eine Arzt aufsuchen und diesem DEUTLICH MITTEILEN, dass Sie Malariagebiete bereist haben!

Impfungen

Besondere Schutzimpfungen sind nicht erforderlich.

Impfungen gegen Polio, Tetanus, und Hepatitis A sind - als generelle prophylaktische Maßnahme nicht nur - für den Urlaub in einem Entwicklungsland sinnvoll. [ nach Fit-For-Travel (LMU) ]

Ansonsten halt die Medikamente, die Sie benötigen von zu Hause mitnehmen.

Gelbfieber

Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen ( siehe auch WHO-Karte  bzw. alphabetische Liste der Gelbfieber-Verbreitungsgebiete. [Quelle Fit-For-Travel ]

Ein Zwischenaufenthalt in Casblanca (CNM) mit Royal-Air-Marokko (AT) sollte also normalerweise keine Gelbfieberimpfung bei der Einreise auf dem Flughafen Praia erforderlich machen.

Sonnenschutz

Unbedingt ausreichend und guten Sonnenschutz (LF 20 und aufwärts) mitnehmen. Auch wenn es bewölkt ist, ist die Sonnenstrahlung hier oberhalb des Äquators sehr intensiv. Für Wanderer und Spaziergänger ist eine Hut ( mit Krempe für die Ohren!) , oder eine (Schirm-)Mütze (für kleine, anliegende Ohren ;-) )  oder Kopftuch unerlässlich.

Trinkwasser, Montezumas Rache

Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der prophylaktische Einnahme von 1x täglich Perentherol gemacht. Diesen guten Tipp hatten wir von unserem Apotheker bekommen. Damit blieben wir von Magen - Darminfektionen verschont. Des weiteren sollten Sie bei größerer Hitze auch auf eiskalte kohlensäurehaltige Getränke, sowie allzu ölige Speisen verzichten. Obst und Gemüse vorher schälen bzw. mit Trinkwasser gut abwaschen. Da jeder unterschiedlich empfindlich ist, möchten wir hier keine generellen Aussagen treffen.

Für Europäer ist Leitungswasser weder zum Trinken noch zum Zähneputzen geeignet. Kaufen Sie sich dafür Mineralwasser und achten Sie unbedingt darauf, dass der Verschluss noch verschweißt ist. Ansonsten haben Sie nämlich einheimisches Wasser erwischt, das manchmal in Sprudelflaschen gekühlt wird.

Die Ausstattung mit Krankenhäuser

Auf Santiago und São Vicente befinden sich die beiden zentralen Krankenhäuser mit den den wichtigsten fachärztlichen Abteilungen, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Innere, HNO, Röntgen, Ultraschall und andere bildgebende Verfahren, Zentrallabor, Krankengymnastik. an beiden Krankenhäusern gibt es ein pathologisch histologisches Institut.

Die Regionalhospitäler entsprechen dem, was in größeren Ländern die Distriktkrankenhäuser sind. Sie bieten die stationäre Grundversorgung auf gutem allgemeinmedizinischem Niveau und zumeist Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Dazu zählen das Krankenhaus in Ribeira Grande (Santo Antão), sowie das in Assomada (Santiago), und das von den Kapuzinern unterstützte Krankenhaus in São Filipe (Fogo).

Auf allen anderen Insel wie Sal, Boavista, São Nicolau, Brava, Maio hat es höchstens Centros de Saude. Diese Gesundheitszentren bieten ambulante und stationäre Versorgung auf allgemeinmedizinischem Niveau, immer mit mindestens einem Arzt besetzt. Alle haben ein klinisches Labor und die größeren auch eine Röntgenabteilung. Beispiele dafür auf Santiago sind u.a. die "Hospitäler" in Calheta oder Tarrafal.

Alle diese "Krankenhäuser" sind personell nicht schlecht ausgestattet. Die Zahl einheimischer Ärzte, allesamt im Ausland ausgebildet, ist in den letzten 20 Jahren von gut 30 auf über 130 gestiegen, verstärkt durch eine nicht unerhebliche Zahl kubanischer und anderer Ärzte, die es vorgezogen haben, nach ihrer Zeit als Entwicklungshelfer zu den Bedingungen einheimischer Ärzte weiterzuarbeiten.

Technische Ausstattungen ihren Weg in die zentralen und auch kleineren Einrichtungen, wobei sich als größtes Problem dabei die Wartung der Technik herausgestellt hat.

Weiterführende Informationen

  1. Auswärtiges Amt: Reise- & Sicherheitshinweise Kap Verde
  2. Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin: Expositions-Prophylaxe Kapverden
  3. Fit-For-Travel - aktuelle Reisemedizin Kapverden die Impfempfehlungen der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Universität München.
  4. Deutsche Gesellschaft für Reise- und Touristik-Medizin - Checkliste Kapverdische Inseln

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