5 Insel in 3 Wochen

Monika + Klaus

Reise auf fünf Inseln vom 16.02.2019 - 9.03.2019

16.02. - 20.02 Boa Vista

Ankunft am 16.2. pünktlich 10.35 Uhr; wir schauen uns um, kein Transfer für uns weit und breit! Das fängt ja gut an, dachten wir uns und ließen uns mit dem Taxi in unser schönes, modernes und günstig gelegenes Hotel Ouril Agueda bringen. Gleich nach dem Einchecken machten wir einen ersten Rundgang durch die Stadt und zum Strand, genossen gegen Abend den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse unseres Hotels, aßen später am Abend in der Stadt unser erstes Cachupa und wurden auf dem Rückweg zum Hotel auf dem zentralen Platz mit einer Lifeband und fröhlich tanzenden einheimischen Menschen belohnt.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir jeweils mit langen Strandspaziergang, wir beobachteten die Surfer und Kiter, die bei meterhohen Wellen durch das Meer jagten und sahen in der Stadt den Menschen bei ihren täglichen Arbeiten und Gestaltungen ihres Alltages zu. Am dritten Tag buchten wir im örtlichen Touristenbüro eine Inselrundfahrt durch die Deserto de Viana, zum Strand von Santa Monica und die Mondlandschaft bis zum alten Leuchtturm mit unserem Guide Rominik, der uns unterwegs über einige Besonderheiten informierte und uns zu einem leckeren Mittagessen in einen herrlichen Garten führte.

Ein letzter Drink auf der Dachterrasse rundete unseren Aufenthalt ab und pünktlich stand am nächsten Morgen unserer Fahrer für den Transport zum Flughafen bereit.

 

20.02. - 23.02. Santiago

Unser Fahrer Ze, der uns auch auf späteren Touren sicher zu unseren Zielen brachte, stand bereit und brachte uns, vorbei an einigen interessanten Punkten im Inselinneren zunächst zu Sibylle Schellmann, die uns zum Kaffee einlud und von der wir noch einige Tipps und Informationen erhielten, bevor uns Ze zu der wunderschönen Unterkunft Pousada da Vassora brachte, wo wir vom Hausherren persönlich begrüßt und zu unserem geschmackvoll gestalteten Zimmer begleitet wurden. Frühstück und Abendessen verbrachten wir gemeinsam mit den anderen Gästen, genossen täglich das uns in schönem Geschirr und auf hübsch gedecktem Tisch präsentierte äußerst leckere Essen. Dabei führten wir anregende Gespräche mit unseren Tischnachbarn.

Am nächsten Tag führte uns unser Guide Samuel auf abenteurlichen Wegen durch die Serra Malagueta bis zur Stadt Tarrafal, wo wir nach fünf Stunden völlig erschöpft, aber begeistert von den Erlebnissen auf der Strecke unser Lunchpaket auspackten. Zum Baden war das Wetter leider nicht geeignet. Die Rückfahrt im Aluguer muss man erlebt haben

Die zweite Wanderung führte in den Westen durch eine spektakuläre Landschaft. Unser Guide Jo erzählte uns unterwegs eine Menge über Land und Leute, begrüßte alle vorbei kommenden Menschen, erklärte uns ihr Tun und begleitete uns in der Stadt Ribeira da Barca zum Minibus, dessen Fahrt ebenfalls zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wurde.

Am Ende hätten wir uns gewünscht, noch einen Tag länger in Jeans schöner Unterkunft in dieser herrlichen Berggegend bleiben zu können, doch unser Fahrer stand planmäßig am nächsten Morgen bereit, um uns nach Praia zu bringen, nicht ohne zuvor noch einen Abstecher auf den für unsere europäischen Augen spektakulären Wochenmarkt in Assomada zu ermöglichen.

In Praia waren wir in dem zentral auf dem Plateau gelegenen Hotel Praia Confort in einem schönen großen Zimmer untergebracht, das nur einen Nachteil hatte: der Autolärm auf der Straße machte selbst bei geschlossenem Fenster Ohropax erforderlich. Deshalb sollte man darauf achten, ein Zimmer nach hinten zu erhalten.

Praia, die Hauptstadt bietet keine großen Attraktionen. Wir schlenderten durch die Fußgängerzone, besuchten den Wochenmarkt und genossen in dem Restaurant Ipanema am Strand ein sehr leckeres Abendessen.

Der Sohn unseres Fahrers Ze holte uns am Sonntag Morgen ab, um mit uns das Fort und die alte Stadt Cidade Velha zu besichtigen. Die portugiesischen Entdecker gründeten mit Ribeira Grande die erste Stadt in den Tropen, die leider bis zur Abschaffung der Sklaverei der Hauptumschlagplatz für die gewinnbringende Handelsware "Mensch aus Afrika" wurde. Das alte Fort und die Stadt sind heute Weltkulturerbe. Leider setzte genau zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit ein Standsturm ein, so dass wir unseren Aufenthalt früher als geplant abgebrochen haben.

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht, um von dort nach Mindelo auf der Insel Sao Vicente zu fliegen, wo wir wiederum abgeholt und zum Fährhafen gebracht wurden. Der Fahrer gab uns die Fährtickets und nach 45 Minuten erreichten wir am Nachmittag die Insel Santo Antao.

 

25.2. - 2.3. Santo Antao

Der Fahrer stand im Hafen Porto Novo für uns bereit und fuhr uns durch eine grandiose Berglandschaft mit spektakulären Ausblicken in Schluchten zu unserem Zielort Ponta do Sol und in das Hotel Mirande & Miranda, wo wir die nächsten 4 Tage verbringen würden. Das Hotel ist eigentlich in Ordnung, das Personal freundlich und hilfsbereit, nur das uns zugewiesene Mini-Zimmer mit Nasszelle, ohne jegliche Ablagemöglichkeit in einem Seitentrakt war für 4 Tage schon eine Zumutung. Da jedoch eine studentische Geologengruppe aus Heidelberg alle schönen Zimmer mit großem Balkon und direktem Blick aufs Meer belegt hatte, begnügten wir uns letztlich mit unserer Kammer und stiegen über die Koffer auf dem Boden ins Bett wie zu Jugendherbergszeiten.

Unsere Wanderung nach Fontainhas und einige km weiter bis zum Sattel Richtung Corvo war sehr schön und hatte genau den richtigen Schwierigkeitsgrad für unser Alter und unsere Kondition. Weitere Wanderungen trauten wir uns ohne Guide nicht zu, doch auch wenn uns eine Steilküstenwanderung mit atemberaubenden Ausblicken schon fasziniert hätte, so bekamen wir allein beim Gedanken daran schon zitternde Knie. Deshalb beschränkten wir uns in den folgenden Tagen weitestgehend darauf, die Angler und Fischer zu beobachten, was uns immer wieder aufs Neue beeindruckte. Und den Menschen beim Häuserbau und ihrer sonstigen täglichen harten Arbeit zuzuschauen, die Kinder auf ihrem Schulweg zu beobachten und das karge Dasein der Nutztiere wahrzunehmen, war für uns für kurze Zeit Beschäftigung genug. Auch der Kampf der Menschen um die letzten Wasserreserven nach mehr als 2 Jahren ohne Regen ließ uns nachdenkliche Blicke auf die noch vor wenigen Jahren grüne Insel werfen. An unserem letzten Aufenthaltstag fuhren wir mit dem Aluguer nach Ribera Grande, wo uns die beindruckend schönen Wandgemälde aufgefallen sind.

Am nächsten Morgen ging es - diesmal entlang der Küstenstraße - zum Hafen, von wo aus wir bei heftigstem Wellengang mit der Fähre nach Sao Vicente übersetzten.

 

2.3. - 6.3. Sao Vicente

Unser Fahrer stand am Hafen bereit und brachte uns in die tolle Unterkunft MiMaGui. Ein tolles Zimmer mit einer riesigen Terrasse, auf der uns jeden Morgen für uns allein das Frühstück serviert wurde und wir dabei gemütlich das Geschehen im Hafen beobachten konnten. Der Naturhafen ist einer der größten im Atlantik und liegt in einem versunkenen Krater. Es ist ein herrlicher Ausblick, den wir jeden Tag aufs Neue genossen, bevor wir uns auf den Weg in die City der modernen Kulturhauptstadt der Kapverden machten, wofür wir zu Fuß maximal 10 Minuten brauchten. Bevor wir uns in das Karnevalgetümmel stürzten, dem man in dieser Stadt nur entgehen kann, wenn man rechtzeitig abreist, buchte uns Jorges, der Hausherr noch eine Inselrundfahrt, unter anderem auf den höchsten Berg, den Monte Verde von dem aus man eine tolle Aussicht auf die anderen Inseln haben sollte. Als wir den Gipfel erreichten standen wir allerdings bei Sturm und Kälte in den Wolken, sahen gar nichts und machten uns nach wenigen Minuten auf den Weg zurück in die Wärme. Bereits am späten Nachmittag begannen in der Stadt die ersten Umzüge und als wir am Abend aus dem Restaurant Nautilus kamen, in dem es übrigens sehr gutes Essen gibt, war auf den Straßen kein Durchkommen mehr. Wir hatten den Eindruck, dass von den 79.000 Einwohnern dieser Stadt niemand mehr zuhause war. Das Spektakel in der Nacht war einzigartig! Allerdings muss man bei dem Gewühle und Gedränge unbedingt auf die Taschendiebe achten, die jede Chance nutzen und auch bei uns einen Versuch unternahmen. Für den großen Umzug am Dienstag kauften wir uns in einem großen Hotel in der Innenstadt zwei Sitzplätze auf deren Tribühne. Die Menschen saßen auf Mauern, Bäumen und errichteten auf der Straße regelrechte Lager. Da hätten wir keine Chance gehabt, die aufregenden Ereignisse zu beobachten. Man muss kein Fastnachts-/Karnevalfan sein, um ein solches Ereignis mit ungläubigem Staunen zu verfolgen.

Am Nachmittag des 6.3. brachte uns ein Fahrer zum Flughafen von wo aus wir zu unserem letzten Inlandsflug auf die Insel Sal starteten.

 

6.3. - 9.3. Sal

Auch hier stand bei der Ankunft der Fahrer bereit, um uns in die sehr schöne Hotelanlage Morabeza zu bringen. Diese Anlage enthält alles, was sich Cluburlaubsgäste wünschen: tolle Zimmer, eine gepflegte Anlage, Restaurant, 3 große Swimmingpools usw. Uns war die Insel eigentlich schon zu touristisch, das Essen in den Lokalen oft überteuert und nicht gut. Wer kein Wassersport betreibt oder sich gleich nach dem Frühstück auf den Liegestühlen oder an den tollen Ständen in der Sonnen braten möchte, für den ist Sal nicht die richtige Insel, die außer kilometerlangen schneeweißen Stränden auch landschaftlich nichts zu bieten hat.

 

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