Wo bleiben die Touristen ?

von Gerhard Schellmann (Kapverden) (Kommentare: 0)

Weniger deutsche Urlauber reisen auf die Kapverden

2. Quartal 2012

Die Urlauberzahlen auf den Kapverden steigen weiter an, und die Zahl der Übernachtungen sogar noch stärker. Aber wo bleiben die deutschen Urlauber?

Im zweiten Quartal 2012 kamen 110.281 Gäste auf die Kapverden, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 2,2% oder absolut 2.344 Touristen. Noch erheblich stärker stieg die Zahl der Übernachtungen mit insgesamt 694.192 im gleichen Zeitraum, nämlich um 19,7% oder absolut 114.101 Übernachtungen.

Die meisten Touristen waren Engländer, mit 22,8% der Gäste, erbrachten aber 35% aller Übernachtungen mit einer durchschnittlichen Übernachtungsdauer von 9,5 Tagen. Die 14.292 deutschen Besucher = 13% lagen hinter den 16.853 Portugiesen = 15,35% nur auf dem dritten Platz, verbrachten jedoch mit 107.541 Übernachtungen = 15,5% erheblich mehr Tage auf den Kapverden als die Portugiesen mit 'nur' 85.120 Übernachtungen.

Den allergrößten Anteil der Übernachtungen auf den Kapverden bekommt inzwischen Boavista ab mit 47,9% gefolgt von der Insel Sal mit 41% und Santiago mit 4,6%. Auf den Barlaventoinseln São Vicente und Santo Antão haben die Franzosen ihre dominierende Stellung weiter ausgebaut mit über 55% Anteil in São Vicente (11.000 Übernachtungen) sowie 72% an den 12.000 Übernachtungen auf den Inseln Santo Antão, São Nicolau, Brava, Fogo, Maio.

Von Januar bis Ende März 2012 betrug der deutsche Anteil im Barlavento noch 11% auf São Vicente und 18% auf den restlichen Inseln. Nachdem die deutschen Gruppenreiseveranstalter im Sommer jedoch immer einen großen Bogen um die Kapverden schlagen, ist der deutsche Anteil im Q2 auf 8% bzw. 12% gesunken.

Interessant finde ich, dass trotz dem steilen Ansteig der Übernachtungszahlen die Bettenauslastung leicht gesunken ist. Hier stieg wohl das Bettenangebot noch schneller als die Nachfrage nach Übernachtungen.

Quelle: Resultados Estatisticas do Turismo 2º T de 2012, sowie eigene Auswertungen.

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