Tabanca-Gruppen vom Kulturministerium gefördert
Das Ministério da Cultura e das Indústrias Criativas hat am Donnerstag, dem 26., einen Finanzierungsvertrag mit zwölf Tabanca-Gruppen von den Inseln Santiago und Maio unterzeichnet. Das Gesamtvolumen beträgt 2,4 Millionen Escudos.
In seiner Ansprache betonte Kulturminister Augusto Veiga, wie wichtig diese Unterstützung sei, und dankte den Gruppen für ihre Arbeit zur Bewahrung der Tabanca-Tradition in Kap Verde.
„Die Tabanca ist eine der ältesten kulturellen Ausdrucksformen unseres Landes, ein Symbol des kulturellen Widerstands und ein immaterielles Kulturerbe“, erklärte er. Ihre Anerkennung als nationales immaterielles Kulturerbe im Jahr 2017 sei Ausdruck ihres identitätsstiftenden Wertes für Gruppen, Gemeinschaften und Ehrenamtliche. Als kulturelle und zugleich solidarische Organisation stärke die Tabanca vor allem den sozialen Zusammenhalt.
Der Minister erinnerte daran, dass die Regierung in den vergangenen Jahren verschiedene Programme zur Aufwertung dieser Tradition umgesetzt habe. Dazu gehören die Verbesserung von Erinnerungs- und Begegnungsorten, die Förderung von Forschung und Wissensweitergabe an jüngere Generationen sowie finanzielle Unterstützung für offizielle Gruppen bei der Organisation von Festen und weiteren sozialen Aktivitäten.
Langfristig wolle die Regierung die Tabanca noch stärker aufwerten und bereite derzeit ein Bewerbungsdossier für die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit vor. Die technische Koordination liege beim Instituto do Património Cultural.
„Ziel ist es außerdem, dieses Erbe als Motor für lokale Entwicklung, Tourismus und sozialen Zusammenhalt zu nutzen“, so Veiga.
Ein Teil der Mittel stamme aus dem Tourismusfonds, der andere direkt aus dem Haushalt des Kulturministeriums.
Der Sprecher der Tabanca-Gruppen, Ivanildo Mendes, zeigte sich zufrieden mit der Unterstützung: „Für uns ist das ein wichtiger Moment. Die Finanzierung gibt uns die nötigen Mittel, um unsere kulturellen Aktivitäten fortzuführen.“
Gleichzeitig bat er um höhere Förderbeträge. Seit Jahren sei die Unterstützung nahezu unverändert geblieben, obwohl die Gruppen hohe Kosten für Instrumente und traditionelle Feste zu tragen hätten.
Der Minister erklärte, eine Aufstockung der Mittel werde bereits geprüft. Man hoffe, noch in diesem Jahr – spätestens bis Juni – zusätzliche Ressourcen aus eigenen Mitteln oder über Partner bereitstellen zu können.
Für den Haushalt 2026 seien zudem zwei weitere Projekte genehmigt worden: das Tabanca-Haus in Achada Grande sowie die Sanierung des Tabanca-Museums in Chã de Tanque. Beide Vorhaben umfassen Investitionen von rund 18 Millionen Escudos und sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
Seit 2017 existiert außerdem ein spezielles Förderprogramm zur Aufwertung der Tabanca, das offiziell anerkannten Gruppen jährlich jeweils 200.000 Escudos zur Finanzierung ihrer Aktivitäten bereitstellt.
Quelle: Ministério da Cultura assina contrato de financiamento com 12 grupos de tabanca