Sturm Erin: Wiederaufbauprogramm in São Vicente zu 52 Prozent umgesetzt

Das Wiederaufbau- und Rehabilitationsprogramm für São Vicente, das nach dem Sturm „Erin“ ins Leben gerufen wurde, weist derzeit einen physischen Umsetzungsstand von rund 52 Prozent auf. Insgesamt wurden bereits etwa 1,2 Milliarden Escudos investiert. Zur Unterstützung von Unternehmen und Privatpersonen wurden zusätzlich mehr als 350.000 Contos mobilisiert. Rund 800 Familien erhalten derzeit staatliche Hilfe, teilte die Regierung heute mit.

Die Angaben wurden in São Vicente bei der Vorstellung der bisherigen Bilanz der Maßnahmen nach dem Sturm vom 11. August gemacht.

Die Fortschritte im Bereich Infrastruktur erläuterte der Minister für Infrastruktur, Raumordnung und Wohnungsbau, Victor Coutinho. Er sprach von einer physischen Ausführungsrate von etwa 52 Prozent.

„Das entspricht den Mitteln, die für das Rehabilitations- und Wiederaufbauprogramm von São Vicente im Infrastrukturbereich vorgesehen sind. Dazu gehören öffentliche Gebäude, die saniert werden müssen, sowie weitere beschädigte Bauwerke. Priorität haben Gemeindestraßen und nationale Straßen, Regen- und Stadtentwässerung, das Abwassernetz, die Wasserversorgung sowie die Neu­asphaltierung von Mindelo. Das sind die wichtigsten Handlungsfelder. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt ist der Wohnungsbau. Derzeit sind 1,2 Milliarden Escudos in der Umsetzung. Vergangene Woche haben wir die letzte Resolution für São Vicente für das Jahr 2026 in Höhe von rund 900 Millionen Escudos verabschiedet. Insgesamt sprechen wir damit von mehr als 2,2 Milliarden Escudos“, erklärte er.

Für die drei vom Sturm Erin betroffenen Inseln – São Vicente, Santo Antão und São Nicolau – sind insgesamt rund 4 Milliarden Escudos vorgesehen. Der Finanzminister Olavo Correia versicherte bei derselben Veranstaltung, dass diese Mittel bereits über interne Fonds vertraglich gesichert seien. Hinzu kämen weitere 2 Milliarden Escudos für Santiago Norte, das ebenfalls von den jüngsten Regenfällen betroffen war.

Für Unternehmen und Privatpersonen, die in São Vicente durch den Sturm Schäden erlitten haben, wurden laut dem Minister für Investitionsförderung und Unternehmensentwicklung, Eurico Monteiro, bereits mehr als 350.000 Contos in Form von Zuschüssen und finanziellen Hilfen bereitgestellt.

„Mit der vierten Tranche, die am 27. Januar 2026 ausgezahlt wurde, stellt sich die Lage wie folgt dar: 243 Kleinstunternehmen erhielten zusammen 40,61 Millionen Escudos. Sechs kleine Unternehmen bekamen 3 Millionen Escudos. 19 mittelständische Unternehmen wurden mit 22,5 Millionen Escudos unterstützt. Drei große Unternehmen erhielten 30 Millionen Escudos. Zudem wurden 2.480 Privatpersonen mit insgesamt 75,99 Millionen Escudos entschädigt“, so Monteiro.

Darüber hinaus unterstützt die Regierung nach eigenen Angaben rund 800 betroffene Familien. Laut dem Minister für Familie, Inklusion und soziale Entwicklung, Fernando Elísio Freire, umfasst die Hilfe unterschiedliche Maßnahmen.

„Die Zahlen variieren je nach direkter Betroffenheit jeder Familie. Insgesamt unterstützen wir derzeit etwa 500 Familien direkt, 126 Familien mit Ausstattungen, 70 Familien mit Mietwohnungen sowie zehn Familien, die tragischerweise Todesfälle zu beklagen hatten. Zusammengenommen betrifft unsere Unterstützung derzeit fast 800 Familien“, erklärte er.

Im Bereich Wohnen erhalten 70 Familien, die ihre Häuser verlassen mussten, vorübergehend Mietunterkünfte. 24 von ihnen wurden bereits dauerhaft untergebracht, während die übrigen aufgrund des Mangels an verfügbarem Wohnraum weiterhin in Zwischenlösungen leben.

Parallel dazu laufen Sanierungsarbeiten an 126 Häusern von Familien, deren Wohnungen beschädigt wurden. Bisher sind 60 Häuser fertiggestellt, weitere 45 befinden sich in der Endphase der Bauarbeiten.

 

Quelle: ​Erin: Programa de reabilitação de São Vicente atinge 52% de execução física