São Nicolau: Regierung sagt bessere Wasserversorgung zu
Die Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei, Eveline Ramos, hat heute zugesichert, dass die Regierung die Wasserverfügbarkeit im Tal von Fajã verbessern wird, um den Bedürfnissen der Landwirte gerecht zu werden.
Diese Zusage machte die Ministerin nach einem Treffen mit den Landwirten der Ortschaft im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs auf der Insel São Nicolau. Dabei informierte sie sich über die wichtigsten Herausforderungen, mit denen der Agrarsektor konfrontiert ist.
Nach Angaben von Eveline Ramos nannten die Landwirte den Wassermangel als ihr größtes Problem. Sie betonten, dass die Verfügbarkeit von Wasser erhöht werden müsse, um die landwirtschaftliche und tierische Produktion dauerhaft sicherzustellen.
„Wir gehen aus diesem Treffen mit einem klaren Versprechen hervor: Wir werden daran arbeiten, mehr Wasser bereitzustellen, damit die Landwirte ihre Tätigkeit nachhaltig und ohne ständige Unsicherheiten ausüben können“, erklärte sie.
Die Ministerin erläuterte, dass die Regierung auch künftig in die Erschließung und Bewirtschaftung von Wasserressourcen investieren werde – insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit.
In diesem Zusammenhang sprach sie sich für eine effizientere Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen aus. Dazu solle die Tröpfchenbewässerung flächendeckend eingeführt werden, um Wasserverluste zu verringern und die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu verbessern.
Ein weiteres Problem, das von den Landwirten angesprochen wurde, sind die Schäden durch verwilderte Esel und Perlhühner. Nach Angaben der Produzenten zerstören diese Tiere regelmäßig die Anbauflächen, sodass einige Felder bereits aufgegeben werden mussten.
Eveline Ramos räumte ein, dass es sich dabei um ein berechtigtes Anliegen handele, und versicherte, dass die Regierung nach geeigneten Lösungen suchen werde.
„Wir werden dieses Anliegen in die Regierung einbringen und gemeinsam entscheiden, welche Maßnahmen zur Lösung dieses Problems, das die Landwirte belastet, am sinnvollsten sind“, erklärte sie.
Während des Treffens wurden außerdem Fragen des sozialen Schutzes von Beschäftigten im Primärsektor angesprochen. Die Landwirte forderten bessere Zugangsmöglichkeiten zur Sozialversicherung und zu Rentenleistungen.
Die Ministerin zeigte sich offen dafür, gemeinsam mit den zuständigen Institutionen nach Lösungen zu suchen, um die Einbindung der Landwirte in das Sozialversicherungssystem zu verbessern.
Wie sie erklärte, sei das Ziel, den Produzenten im Rentenalter mehr finanzielle Sicherheit zu bieten und ihren Beitrag zur Entwicklung der nationalen Landwirtschaft angemessen anzuerkennen.
Der Landwirt Cristivo Almeida, der an dem Treffen teilnahm, begrüßte die Initiative der Ministerin, bereits zu Beginn ihrer Amtszeit das Gespräch mit den Produzenten zu suchen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Zerstörung der Anbauflächen durch verwilderte Esel und Perlhühner nach wie vor das größte Problem darstelle.
Nach seinen Angaben kommt es regelmäßig zu Angriffen auf die Felder, die den Landwirten erhebliche finanzielle Verluste verursachen. Gleichzeitig müssten sie weiterhin die Kosten für Wasser, Arbeitskräfte und ihre Investitionen in die Anbauflächen tragen.
Paula Felisberto bezeichnete das Treffen als „äußerst wichtig“. Der direkte Austausch der Ministerin mit Landwirten und Viehhaltern vermittle Zuversicht, dass die Probleme des Sektors künftig gelöst werden könnten.
Besonders hob sie den Vorschlag hervor, ein Wasserreservoir mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern zu errichten und mit Wasserzählern für die Landwirte auszustatten. Diese Maßnahme könne das Wassermanagement in der Region erheblich verbessern.
Im Rahmen ihres Besuchs besichtigte die Ministerin außerdem Gewächshäuser sowie die Baumschule des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei im Zentrum für ländliche Beratung in Fajã de Baixo.