Projekt Agro-Hortaliças unterstützt 30 Kapverdierinnen beim Aufbau von Familiengärten

Das Projekt Agro-Hortaliças unterstützt 30 Frauen in der Region Ribeira de São Miguel mit Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Schulungen für die Anlage kleiner Familiengärten. Ziel der Initiative ist es, die Ernährungssicherheit zu stärken, zusätzliche Einkommensquellen zu schaffen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Teilnehmerinnen zu fördern.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Inforpress erklärte die Vertreterin der Associação AgroMiguel, Neida Tavares, dass das Projekt auf einem Förderantrag basiert, der beim Ministerium für Familie, soziale Inklusion und Entwicklung eingereicht wurde. Das Vorhaben richtet sich gezielt an Frauen aus den ländlichen Gebieten von Ribeira de São Miguel.

Das Projekt wird von der Associação AgroMiguel in Zusammenarbeit mit der Câmara Municipal de São Miguel umgesetzt. Es umfasst 30 Frauen aus Ortschaften wie Igreja, Varanda, Aguadinha, Machado und Cutelo Gomes sowie weiteren Gemeinden entlang der Ribeira, die für die Teilnahme an den Schulungs- und Produktionsmaßnahmen ausgewählt wurden.

Nach Angaben von Neida Tavares soll die Initiative die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Frauen fördern, die Ernährungssituation ihrer Familien verbessern und gesunde Ernährungsgewohnheiten durch den Anbau von Gemüse in kleinen Hausgärten stärken.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Abschlussphase seiner ersten Umsetzungsstufe. Die Teilnehmerinnen haben bereits Saatgut verschiedener Gemüsesorten, landwirtschaftliche Werkzeuge sowie technische Schulungen erhalten, um den Anbau auf ihren Grundstücken und in den Gärten rund um ihre Häuser zu beginnen.

„Wir haben die Samen und die notwendigen Materialien bereits verteilt. Nun begleiten wir die Frauen dabei, ihre Gärten erfolgreich anzulegen und weiterzuentwickeln“, erklärte Neida Tavares.

Zu den verteilten Kulturen gehören Tomaten, Gurken, Salat, Kohl, Zwiebeln, Karotten und Blattkohl. Die Erzeugnisse sollen sowohl dem Eigenverbrauch dienen als auch – bei Überschüssen – verkauft werden können, um das Familieneinkommen zu erhöhen.

Parallel dazu nehmen die Frauen an Schulungen zu nachhaltiger Landwirtschaft, Gemüseanbau, Unternehmertum und klimaresilienten Anbaumethoden teil. Unterstützt werden diese Maßnahmen von der Gemeindeverwaltung von São Miguel sowie von landwirtschaftlichen Fachkräften.

Als größte Herausforderung wurde der Zugang zu Wasser für die Bewässerung genannt. Besonders in den weiter von der Ribeira entfernten Gebieten erschwert die Distanz zu den Wasserquellen eine regelmäßige landwirtschaftliche Produktion.

Um dieses Problem zu lösen, möchte die Associação AgroMiguel weitere Partner gewinnen, um Rohre und andere Materialien zur Verbesserung der Wasserversorgung in den Anbaugebieten anzuschaffen.

„Viele Frauen sind hoch motiviert, Gemüse anzubauen, stoßen jedoch aufgrund des Wassermangels an ihre Grenzen. Deshalb suchen wir gemeinsam mit Partnern nach Lösungen“, so Neida Tavares.

Die Teilnehmerinnen betrachten das Projekt als eine wichtige Chance, die Lebensbedingungen ihrer Familien zu verbessern, und heben insbesondere den positiven Nutzen der bereitgestellten Samen und Schulungen hervor.

Nach Abschluss der aktuellen Phase wird das Projekt in eine Begleit- und Monitoringphase übergehen, die voraussichtlich bis August oder September andauern wird. Ziel ist es, die Ergebnisse auszuwerten, die Teilnehmerinnen weiterhin zu unterstützen und die landwirtschaftlichen Aktivitäten nachhaltig zu stärken.

 

Quelle: Projecto Agro-Hortaliças apoia 30 mulheres da Ribeira de São Miguel na criação de mini-hortas familiares - Balai