Landwirtschaft in Cidade Velha durch zunehmende Affenpopulation geschädigt
Die Landwirte aus Cidade Velha, einem UNESCO-Weltkulturerbe, haben an diesem Dienstag den Anstieg von Affengruppen auf ihren landwirtschaftlichen Flächen angeprangert. Sie berichten von „erheblichen Verlusten und Schwierigkeiten“ für die landwirtschaftliche Tätigkeit in der Region.
Gegenüber Inforpress erklärten Landwirte aus Cidade Velha, dass Affen in Gruppen von etwa 30 Tieren in ihre Grundstücke eindringen, Gemüsegärten zerstören, Mauern beschädigen und Anpflanzungen wie Mangos, Maniok und Zuckerrohr fressen.
Der Landwirt Marciano Mendonça berichtete, dass er in diesem Jahr bereits viele landwirtschaftliche Produkte verloren habe. Außerdem hätten die Tiere ihre Scheu vor Menschen verloren, wodurch die traditionellen Methoden, um die Affen zu vertreiben, nicht mehr wirksam seien.
„Die einzige Möglichkeit, sie zu vertreiben, ist ein Schuss mit einem Jagdgewehr. Das wird jedoch immer schwieriger, weil es in der Stadt keinen Jäger gibt. Außerdem ist die Jagd mit Schusswaffen verboten“, beklagte er.
Ein weiterer betroffener Landwirt, Vítor Lopes, fügte hinzu, dass sich die Situation von Jahr zu Jahr verschärfe. „In den letzten drei bis vier Jahren sind die Schäden nur noch größer geworden. Die Affen sind immer häufiger präsent, und die landwirtschaftliche Gemeinschaft ist zunehmend eingeschränkt.“
Seiner Ansicht nach ist die landwirtschaftliche Tätigkeit in der Region gefährdet, wenn nicht dringend Maßnahmen ergriffen werden. Dies würde nicht nur die Produzenten betreffen, sondern auch die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Lebensmitteln, da es den Landwirten zunehmend schwerfällt, von ihrer landwirtschaftlichen Arbeit zu profitieren.
Angesichts des Problems plädieren die Landwirte dafür, Gewehre ausschließlich zum Vertreiben der Tiere zu verwenden, ohne die Absicht, sie zu töten.
Zudem fordern sie das Eingreifen der Behörden, um die Population dieser Primaten zu kontrollieren und die Lebensgrundlage der Familien zu schützen, damit die Landwirtschaft weiterhin eine Einkommens- und Nahrungsquelle für die Gemeinschaft bleibt.
Quelle: Ribeira Grande de Santiago: Agricultores da Cidade Velha prejudicados com aumento de macacos