Kapverdische Regierung investiert 3,5 Millionen Contos in Mindelo
Die Stadt Mindelo soll in den kommenden Monaten von einer Reihe grundlegender Maßnahmen in den Bereichen Abwasserentsorgung, Regenwasserableitung, Neuasphaltierung und Stadterneuerung profitieren. Für die erste Phase sind Investitionen in Höhe von 800.000 Contos vorgesehen. Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Programms im Gesamtwert von 3,5 Millionen Contos, wie die Regierung heute mitteilte.
Zu den Bauarbeiten, die in Kürze beginnen sollen, zählen unter anderem Eingriffe an der Uferpromenade (Avenida Marginal) sowie Arbeiten am Abwassernetz und an der Entwässerungsinfrastruktur.
Das heute im Rathaus von São Vicente in Anwesenheit des Premierministers und weiterer Regierungsmitglieder vorgestellte Projekt sieht den Bau eines neuen Abwasserkanals von Chã de Alecrim bis in die Gegend von Caizim vor. Ein zusätzlicher Sammelkanal soll das derzeit überlastete Netz entlasten.
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf das städtische und touristische Wachstum der Region, das durch neue Hotels und Immobilienprojekte vorangetrieben wird. Parallel dazu wird die Avenida Marginal neu asphaltiert. Geplant sind außerdem die Sanierung bestehender Infrastrukturen, Verbesserungen bei der Nutzung von Regenwasser sowie Entwässerungsarbeiten in besonders regenanfälligen Gebieten.
Der Minister für Infrastruktur, Raumordnung und Wohnungsbau, Victor Coutinho, erklärte vor Ort, Ziel der Maßnahmen sei es, die Stadt besser auf mögliche extreme Wetterereignisse vorzubereiten.
„Das ist unsere Aufgabe: die Städte auf Unwetter vorzubereiten, die leider jederzeit auftreten können. Wir werden in den Bereichen Regenwasserableitung, Abwasser, Wasserversorgung und Verkehrswege handeln. Die wichtigsten Straßen in Mindelo und Salamansa werden neu asphaltiert. Noch vor der Regenzeit müssen die grundlegenden Entwässerungsarbeiten abgeschlossen sein. Danach folgt die Phase der Neuasphaltierung. Für all das gibt es einen klaren Zeitplan“, sagte er.
Vorgesehen ist außerdem die Sanierung der Pumpstation in Caizim sowie die Einführung eines Systems zur Nutzung von Regenwasser. Ein Teil des gesammelten Wassers soll zur Kläranlage geleitet werden, um die Qualität des aufbereiteten Wassers zu verbessern und es verstärkt zur Bewässerung von Grünflächen zu verwenden.
Die Arbeiten erstrecken sich auch auf andere, besonders von starken Regenfällen betroffene Stadtteile. In Bela Vista sind neue Entwässerungs- und Abwasseranlagen geplant, da die bestehenden Netze für die aktuelle Bevölkerungsdichte nicht mehr ausreichen.
Auch in tiefer gelegenen Bereichen wie der Avenida 5 de Julho und dem Praça Estrela soll die Entwässerung verstärkt werden. Laut Minister Coutinho werden die Maßnahmen die Sicherheit der Stadt insgesamt verbessern.
„Ich bin überzeugt, dass diese Strategie São Vicente grundlegend verändern und das Stadtbild deutlich verbessern wird. Die Stadt wird besser auf Naturereignisse vorbereitet sein. Sie ist ohnehin schön, aber diese strukturellen Eingriffe – insbesondere bei der Entwässerung – werden die Sicherheit deutlich erhöhen“, betonte er.
Der Bürgermeister von São Vicente, Augusto Neves, sprach von Projekten, die die Insel nachhaltig verändern werden und kurzfristig anlaufen sollen.
„Die Arbeiten werden sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, aber wir beginnen jetzt vor allem mit Abwasser- und Entwässerungsmaßnahmen. Außerdem wollen wir die gesamte Stadt neu asphaltieren sowie wichtige Eingriffe in den Ortschaften Salamansa, Calhau und São Pedro vornehmen. Mit den Ausschreibungen starten wir sofort, und die Arbeiten am Abwassersystem zwischen Chã de Alecrim und Caizim sollen umgehend beginnen“, erklärte er.
Zur Umsetzung wurde heute ein Protokoll zwischen der Infrastrukturbehörde Kap Verdes, Estradas de Cabo Verde, der Stadtverwaltung und Enapor unterzeichnet. Letztere übernimmt die Neugestaltung von rund 1,5 Kilometern Gehweg – vom Strand Lajinha bis zur Marina.
Ergänzend wurde ein Hochwasserschutzplan für die Stadt ausgearbeitet. Dieser sieht die Sanierung und Entschlammung bestehender Dämme sowie den Bau neuer Schutzanlagen vor, um die wichtigsten Einzugsgebiete besser zu sichern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem dem Gebiet Laginha, wo Maßnahmen geplant sind, um Probleme beim Abfluss von Regenwasser in Richtung Strand zu beheben.