Kap Verde verzeichnet weiterhin stabiles Wirtschaftsklima im 1. Quartal 2026
Das Nationale Statistikinstitut (INE) teilte heute mit, dass der Wirtschaftsklimaindikator im ersten Quartal 2026 weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt lag und einen höheren Wert als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 erreichte. Dies deutet darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage des Landes trotz einer leichten Abschwächung gegenüber dem Vorquartal weiterhin positiv bleibt.
Gleichzeitig nannten Unternehmerinnen und Unternehmer mehrere zentrale Herausforderungen für die wirtschaftliche Tätigkeit. Dazu zählen insbesondere der Mangel an qualifizierten Fachkräften, Arbeitsabsentismus, Bürokratie, staatliche Regulierungen sowie hohe Zinssätze.
Laut den Ergebnissen der Konjunkturumfragen unter Wirtschaftsakteuren für das erste Quartal 2026 hat der Wirtschaftsklimaindikator den Aufwärtstrend der vergangenen Quartale unterbrochen. Nach Einschätzung des INE bedeutet dies, dass sich das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum vierten Quartal 2025 leicht verlangsamt hat.
Dennoch betont das INE, dass die allgemeine wirtschaftliche Einschätzung weiterhin positiv ausfällt. Diese Bewertung stützt sich auf die Rückmeldungen von Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Tourismus, Baugewerbe, Markthandel, verarbeitende Industrie sowie Transport und transportbezogene Dienstleistungen.
Im stationären Einzelhandel kehrte sich der zuvor beobachtete Aufwärtstrend des Vertrauensindikators um, was auf eine Abschwächung des Wachstumstempos hinweist. Dennoch liegt der Wert weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt.
Die Unternehmen des Sektors bezeichneten die wirtschaftliche Situation trotz bestehender Schwierigkeiten als positiv. Als wesentliche Hindernisse wurden unter anderem allgemeine betriebliche Herausforderungen, Schwierigkeiten bei der Suche nach ausreichend qualifiziertem Personal sowie staatliche Regulierungen genannt. Darüber hinaus berichteten Wirtschaftsakteure von Problemen durch Lieferengpässe und Lagerbestandsunterbrechungen.
Im Tourismussektor blieb der Vertrauensindikator ebenfalls über dem langfristigen Durchschnitt, lag jedoch unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz dieses Rückgangs bewertet das INE die wirtschaftliche Situation weiterhin als günstig.
Zu den größten Herausforderungen zählen laut den Unternehmen der Mangel an qualifiziertem Personal, Fehlzeiten von Mitarbeitenden sowie staatliche Vorschriften. Zusätzlich wurden weitere, nicht näher spezifizierte Faktoren als Belastung für die touristische Aktivität im ersten Quartal genannt.
Im Bausektor kehrte sich der rückläufige Trend des vorherigen Quartals um. Der Vertrauensindikator blieb über dem Durchschnittsniveau und signalisiert nach Einschätzung des INE eine weiterhin günstige Entwicklung.
Als zentrale Belastungsfaktoren nannten Unternehmen Arbeitsabsentismus, verschiedene sonstige Herausforderungen sowie das hohe Zinsniveau. Darüber hinaus wurden Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten und ein übermäßiger bürokratischer Aufwand hervorgehoben.
Im Markthandel setzte sich der rückläufige Trend des Vertrauensindikators im ersten Quartal 2026 fort. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde jedoch eine positive Entwicklung verzeichnet. Das INE beurteilt die wirtschaftliche Lage dieses Sektors weiterhin als günstig.
In der verarbeitenden Industrie setzte sich die Aufwärtsentwicklung der vergangenen Quartale fort. Der Vertrauensindikator blieb über dem Durchschnittswert, was nach Einschätzung des INE auf eine stabile und positive Entwicklung des Sektors hindeutet.
Als größte Herausforderungen nannten Unternehmen häufige technische Defekte an Maschinen, Arbeitskräftemangel, hohe Fehlzeiten von Mitarbeitenden sowie Rohstoffknappheit.
Im Bereich Transport und transportbezogene Dienstleistungen wurde der Aufwärtstrend der vergangenen Quartale zwar unterbrochen, der Vertrauensindikator blieb jedoch weiterhin über dem Durchschnittsniveau.
Die Unternehmen dieses Sektors nannten insbesondere den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, den Wettbewerbsdruck sowie staatliche Regulierungen als wesentliche Herausforderungen. Darüber hinaus wirkten sich weitere, nicht näher benannte Faktoren negativ auf die Geschäftstätigkeit im untersuchten Zeitraum aus.
Quelle: Indicador de clima económico acima da média da série no 1º trimestre de 2026 - INE