Internet erreicht 2025 in Kap Verde mehr ländliche als städtische Haushalte

Der Zugang zum Internet in privaten Haushalten war im Jahr 2025 im ländlichen Raum leicht höher als im städtischen. Laut den heute vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlichten Daten der Statistik zu Informations- und Kommunikationstechnologien gaben 69,3 Prozent der ländlichen Haushalte an, über einen Internetanschluss in ihrer Wohnung zu verfügen, gegenüber 68,5 Prozent im städtischen Raum.

Die Daten der Kontinuierlichen Mehrzweckerhebung (IMC) 2025 zeigen außerdem, dass 77,3 Prozent der Personen ab 10 Jahren in den drei Monaten vor der Befragung das Internet genutzt hatten. Besonders verbreitet war die Nutzung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 34 Jahren. In der Altersgruppe von 25 bis 34 Jahren nutzten 91,3 Prozent das Internet, während der Anteil bei den 15- bis 24-Jährigen bei 87,6 Prozent lag.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse betonte das INE, dass Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine wichtige Rolle bei der Demokratisierung des Zugangs zu Information, Kommunikation, Bildung und Wissen spielen. Sie ermöglichen es den Bürgern, nationale und internationale Ereignisse zu verfolgen und den Kontakt zwischen Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern zu erleichtern.

Der Bericht zeigt außerdem, dass 78,2 Prozent der Personen ab 10 Jahren im Jahr 2025 mindestens ein Mobiltelefon besaßen. Der Anteil war im städtischen Raum höher (80,4 %) als im ländlichen Raum (71,2 %). Unter den 25- bis 34-Jährigen verfügten 91,7 Prozent über ein Mobiltelefon.

Trotz der hohen Nutzung von Internet und Mobiltelefonen besaßen nur 29,7 Prozent der Haushalte einen Computer, darunter Desktop-PCs, Laptops oder Tablets. Im städtischen Raum lag der Anteil bei 34,6 Prozent, während er im ländlichen Raum lediglich 14,3 Prozent betrug.

Nach Angaben des INE nutzten 26,0 Prozent der Personen ab 10 Jahren in den drei Monaten vor der Befragung einen Computer. Die höchste Nutzung wurde bei den 15- bis 24-Jährigen festgestellt, von denen 39,4 Prozent einen Computer verwendeten.

Im Hinblick auf Fernsehgeräte zeigen die Daten, dass 80,5 Prozent der Haushalte mindestens einen Fernseher in ihrer Wohnung besaßen – 82,8 Prozent im städtischen Raum und 73,3 Prozent im ländlichen Raum. Unter den Haushalten mit Fernseher verfügten 86,8 Prozent über nur ein Gerät, 11,3 Prozent hatten zwei und 1,9 Prozent gaben an, drei oder mehr Geräte zu besitzen.

Mehrkanalfernsehen über Abonnement, Kabel oder Satellit stand 36,5 Prozent der kapverdischen Haushalte zur Verfügung, insbesondere im städtischen Raum, wo der Anteil 39,7 Prozent erreichte, gegenüber 25,3 Prozent im ländlichen Raum.

Der Zugang zu Radio bleibt im Land hingegen weiterhin begrenzt und erreichte nur 28,6 Prozent der Haushalte, mit höherer Verbreitung im städtischen Raum (30,6 %) als im ländlichen Raum (22,3 %). Die Studie zeigt außerdem, dass Radios häufiger in Haushalten vorkamen, deren Haushaltsvorstand männlich war – dort lag der Anteil bei 35,2 Prozent.

Auch Festnetztelefone sind in kapverdischen Haushalten weiterhin wenig verbreitet. Laut der IMC 2025 verfügten lediglich 9,3 Prozent der Haushalte über ein Festnetztelefon in ihrer Wohnung – 10,2 Prozent im städtischen Raum und 6,5 Prozent im ländlichen Raum.

Die Daten zeigen zudem, dass 22,7 Prozent der Personen ab 10 Jahren in den drei Monaten vor der Befragung das Internet nicht genutzt hatten. Diese Situation trat häufiger im ländlichen Raum auf, wo der Anteil 31,2 Prozent erreichte, gegenüber 20,0 Prozent im städtischen Raum.

 

Quelle: ​Internet chega a mais famílias rurais do que urbanas em Cabo Verde em 2025 — INE