„Festival der Kuchenstücke“ verspricht einen süßen Samstagnachmittag

Am Samstag, den 31., findet zwischen 15 und 18 Uhr im Viertel Vila Nova die erste Ausgabe des „Festival de Fatias“ (Festival der Kuchenstücke) statt. Die Initiative der Konditorin Dora Moreira lädt das Publikum dazu ein, Geschichten, Erinnerungen und jede Menge Schokolade zu probieren – stückweise.

Seit vier Jahren in der Konditorei tätig, erklärt Dora, dass die Idee aus einem wiederkehrenden Wunsch ihrer Kundschaft entstanden sei.

„Viele wollen nur ein Stück und nicht gleich eine ganze Hochzeits- oder Geburtstagstorte. Also dachte ich: Warum nicht ein Stück meines Kuchens – und meiner Geschichte – anbieten?“, erzählt sie.

Das Festival versteht sich daher als Schaufenster der Geschmäcker und zugleich als Gelegenheit, neue Kundinnen und Kunden zu erreichen, die ihre Arbeit bisher noch nicht kennen.

Bei der ersten Ausgabe werden sieben verschiedene Sorten angeboten, ausgewählt nach den beliebtesten Geschmacksrichtungen des Jahres. Dazu gehören unter anderem Schokolade mit Maracuja, Prestígio, Karotte mit Schokolade, Dois Amores, Red Velvet – neu im Sortiment – sowie die Erdbeer-Explosion.

„Die Auswahl war einfach: Ich habe auf meine Kundschaft gehört, Wünsche nach Teigen und Füllungen gesammelt, bis daraus Rezepte entstanden sind, die heute zum festen Angebot gehören“, erklärt sie.

Einige Kuchen lassen einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Der Prestígio etwa besteht aus einem besonders weichen und saftigen Schoko-Chiffon-Boden mit einer Füllung aus Kokos, Kondensmilch und Sahne.

Der Dois Amores, lange Zeit das Aushängeschild der Konditorin, kombiniert einen luftigen Chiffonboden mit einer Vier-Milch-Creme, Brigadeiro und Schokolade.

„Ich dachte immer, dieser Kuchen steht für meine Identität. Aber nachdem ich vor einer Woche den Red Velvet probiert habe, hat sich alles geändert. Jetzt wollen ihn alle“, sagt sie lachend.

Ein Stück kostet 400 Escudos – ein Preis, der laut Dora nicht immer verstanden wird.

„Wenn die Leute den Preis sehen, denken sie, es sei nur Mehl und Zucker. Aber dahinter steckt viel mehr: teure Zutaten, Zeit, Hingabe und Liebe. Und die Kosten für die Zutaten sind wirklich hoch“, betont sie.

Die Vorbereitung des Festivals dauert mindestens drei Tage. Dora arbeitet dabei mit zwei Mitarbeitenden zusammen. „Eingekauft ist schon, jetzt wird nur noch gebacken“, versichert sie.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Altersgruppen – von Kindern bis zu älteren Menschen –, solange sie Zucker essen dürfen. Erwartet werden zwischen 200 und 300 Besucherinnen und Besucher, etwa so viele Stücke hofft sie auch zu verkaufen.

Vorerst gibt es noch keine zucker- oder glutenfreien Optionen, auch wenn die Nachfrage danach wächst.

Dora Moreira ist ausgebildete Köchin und Konditorin und hat einen intensiven Arbeitsalltag. In einer normalen Woche backt sie rund 28 Geburtstagstorten, dazu Rollen, einfache Kuchen, Feingebäck und weitere Spezialitäten wie Kuchen im Glas, Schoko-Desserts in der Schale oder Mini-Vulkan-Kuchen.

Mehr als nur Süßes verkaufen – das ist das Ziel des „Festival de Fatias“. Die Konditorei soll als Kunstform und als Beruf wertgeschätzt werden.

„Kuchen ist viel mehr als nur Kuchen. Er erzählt Geschichten, bringt Familie und Freunde zusammen und schafft besondere Momente. Da steckt sehr viel Liebe drin“, sagt sie.

 

Quelle: Festival de Fatias promete adoçar a tarde de sábado em Vila Nova