Doku-Tipp: „Song Trip“ auf Kap Verde: Yvonne Catterfeld entdeckt den Klang der Inseln

In der ZDF-Reihe „Song Trip, Deutsche Popstars auf musikalischer Reise“ verlassen bekannte Musikerinnen und Musiker ihre gewohnte Bühne und begeben sich auf eine Reise in andere Kulturen, Musiktraditionen und Lebenswelten. Eine Folge der zweiten Staffel führt Yvonne Catterfeld nach Kap Verde, wo sie den Inselstaat nicht nur als Reiseziel, sondern vor allem als musikalischen Resonanzraum kennenlernt.

Die Folge „Yvonne Catterfeld X Kap Verde“ begleitet die Sängerin auf einer Reise, bei der Musik, Begegnungen und Landschaften eng miteinander verwoben sind. Das Ziel des Formats ist klar: Ein bekanntes Lied soll durch lokale Einflüsse neu entstehen. Im Fall von Yvonne Catterfeld ist es ihr Song „Irgendwas“, der gemeinsam mit kapverdischen Künstlerinnen und Künstlern eine neue Klangfarbe bekommt. Aus einem deutschen Popsong wird so eine Version, die von Rhythmus, Stimmen, Tradition und dem besonderen Lebensgefühl der Kapverden geprägt ist.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Künstlerin selbst, sondern vor allem die Menschen, denen sie begegnet. Yvonne Catterfeld trifft auf die kapverdischen Artists Fattú Djakité und DIEG, die ihr musikalische Wurzeln und aktuelle Ausdrucksformen des Landes näherbringen. Gemeinsam besuchen die Musiker auch eine Batuko-Gruppe. Batuko ist weit mehr als Rhythmus und Gesang. Diese Musikform ist tief mit Geschichte, Gemeinschaft und weiblicher Ausdruckskraft verbunden und zeigt, wie eng Musik auf den Kapverden mit Identität und Alltag verknüpft ist.

Gerade für Kapverden-Fans ist die Folge sehenswert, weil sie über das klassische Reisebild hinausgeht. Natürlich gibt es viele starke Aufnahmen des Archipels: Licht, Farben, Küsten, Städte, Menschen und Alltagsszenen. Doch die Sendung bleibt nicht bei schönen Bildern stehen. Sie versucht, hörbar und spürbar zu machen, was viele Reisende auf den Inseln erleben: eine Mischung aus Offenheit, Rhythmus, Zusammenhalt, Melancholie und Lebensfreude. Das Besondere an „Song Trip“ ist, dass Musik hier als Zugang zu Kultur verstanden wird. Yvonne Catterfeld lernt Kap Verde nicht über Sehenswürdigkeiten kennen, sondern über Stimmen, Gespräche, Proben, Rhythmen und gemeinsame musikalische Arbeit. Dadurch erlebt sie ein anderes, persönlicheres Bild des Landes. Und auch die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben, wie das Lied sich verändert, wenn es mit neuen Erfahrungen, lokalen Sounds und Begegnungen aufgeladen wird.

Der Höhepunkt der Reise ist die gemeinsame Performance der neu interpretierten Version von „Irgendwas“. Hier fließen die Eindrücke der Reise zusammen: die Begegnungen mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern, traditionelle Klänge, moderne kapverdische Musik und die besondere Atmosphäre des Archipels. Die Folge zeigt Kap Verde damit als einen Ort, an dem Musik nicht nur Unterhaltung ist, sondern Ausdruck von Geschichte, Gemeinschaft und Lebensgefühl.

Für alle, die die Kapverden bereits kennen, ist die Sendung eine schöne Wiederbegegnung mit vertrauten Bildern und Klängen. Für alle, die bisher nicht dort waren, bietet sie einen stimmungsvollen Einstieg in ein Land, dessen Seele sich oft am besten über Musik erschließt.

Bitte beachten Sie: Die Dokumentation in der ZDF-Mediathek können Sie eventuell nur von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus anschauen. In allen anderen Ländern ist das Abspielen des Videos nur mit einem VPN möglich.

 

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