Ausländische Direktinvestitionen in Kap Verde steigen
Die ausländischen Direktinvestitionen in Kap Verde sind im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 um 9,4 Prozent auf 3.837,5 Millionen Escudos (34,8 Millionen Euro) gestiegen. Dies gehen aus heute von der Nachrichtenagentur Lusa eingesehenen Daten der Zentralbank hervor.
Auf die Sektoren Tourismus und touristische Immobilienwirtschaft entfielen 90 Prozent der ausländischen Investitionen im Archipel. Rund die Hälfte dieses Betrags floss auf die Insel Santiago, gefolgt von den Inseln Sal, São Vicente und Boa Vista.
Portugal war im Berichtszeitraum das wichtigste Herkunftsland der Investitionen. Von dort stammten 1.302,3 Millionen Escudos (11,8 Millionen Euro), was rund 34 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. Allerdings werden 44,5 Prozent der Investitionen hinsichtlich ihrer Herkunft unter der Sammelkategorie „Andere Länder“ geführt.
Der Tourismus und die damit verbundenen Dienstleistungen gelten traditionell als Motor der kapverdischen Wirtschaft.
Die Inseln Sal und Boa Vista verfügen über Hotelanlagen, die traditionell den größten Teil der ausländischen Touristen empfangen, die überwiegend im Rahmen von Pauschalreisen anreisen.
Santiago ist mit rund 280.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel des Landes und beherbergt die Hauptstadt Praia. São Vicente besitzt mit Mindelo die zweitgrößte Stadt des Landes und dient zugleich als Ausgangspunkt für Reisen nach Santo Antão, einer Insel, die insbesondere für Naturtourismus und Wanderungen bekannt ist.
Seit 2023 profitiert Kap Verde von der Vergabe der Konzession für den Flughafenbetrieb an den multinationalen Konzern Vinci, wodurch in Zusammenarbeit mit europäischen Fluggesellschaften neue Flugverbindungen eingerichtet wurden.
Im vergangenen Jahr verzeichnete der Archipel mit 1,2 Millionen Gästen einen neuen Rekord. Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Quelle: Investimento directo estrangeiro em Cabo Verde sobe 9,4% no 1.º trimestre