Angeklagter wegen tödlichen Verkehrsunfalls auf Sal zu 18 Jahren Haft verurteilt

Das Bezirksgericht der Insel Sal hat den Angeklagten, der in den Verkehrsunfall vom 25. September 2025 auf der Strecke Espargos/Santa Maria auf der Insel Sal verwickelt war und bei dem eine Person ums Leben kam, zu 18 Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft umfasst das am 12. Mai verkündete Urteil Verurteilungen wegen einfachen Totschlags mit Eventualvorsatz, unterlassener Hilfeleistung, gefährlicher Führung eines Transportmittels sowie Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis.

Der Angeklagte war nach dem Unfall zunächst festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden.

Laut dem Urteil des Bezirksgerichts der Insel Sal wurde der Angeklagte wegen eines Verbrechens des einfachen Totschlags mit Eventualvorsatz gemäß den Artikeln 122 und 13 Absatz 3 des Strafgesetzbuches zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Für das Delikt der unterlassenen Hilfeleistung gemäß Artikel 158 Absätze 1 und 2 des Strafgesetzbuches wurde eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt.

Darüber hinaus verurteilte das Gericht den Angeklagten zu drei Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Führung eines Transportmittels gemäß Artikel 303 Absätze 1 und 2 des Strafgesetzbuches.

Wegen Fahrens eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr ohne gültige Fahrerlaubnis gemäß den Artikeln 4 und 17 der Straßenverkehrsordnung wurde außerdem eine Freiheitsstrafe von einem Jahr verhängt. Nach der rechtlichen Gesamtstrafenbildung setzte das Gericht die endgültige Gesamtstrafe auf 18 Jahre Freiheitsstrafe fest.

Im Rahmen des zivilrechtlichen Entschädigungsantrags wurde der Angeklagte außerdem dazu verurteilt, der minderjährigen Tochter des Todesopfers eine Entschädigung in Höhe von 1.500.000 Escudos für den durch den Tod entstandenen Schaden zu zahlen.

Zur Erinnerung: Der Unfall ereignete sich am 25. September 2025 auf der Strecke zwischen Espargos und Santa Maria auf der Insel Sal und betraf zwei Fahrzeuge, darunter ein Taxi. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und verschiedener Medien verlor das mutmaßlich vom Angeklagten gesteuerte Fahrzeug die Kontrolle und prallte heftig gegen das Fahrzeug zur Personenbeförderung. Dabei kam der Taxifahrer noch am Unfallort ums Leben, weitere Insassen wurden verletzt. Nach dem Unfall wurde der Fall an die Justizbehörden übergeben; der Fahrer wurde festgenommen und später vor Gericht gestellt.

 

Quelle: Arguido condenado a 18 anos de prisão efectiva por acidente mortal na ilha do Sal