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Rundreise Badeurlaub & Vulkan Komfortable Entspannung

von Catrin Raane

Wir (d.h. meine 20 jährige Tochter und ich) waren im Februar (bis Anfang März) für 12 Tage unterwegs auf drei Inseln - auf Sal, Fogo und Santiago (in Tarrafal); und wir haben das Gefühl, drei Urlaub gehabt zu haben. Jede dieser drei Inseln ist total unterschiedlich. Wir waren erst 4 Tage auf Sal, dann 2,5 Tage auf Fogo ( mit einem halbtägigem Stopp auf Santiago/Besichtigung von Praia) und am Ende 4 Tage auf Santiago in Tarrafal.

St. Maria: Kinder am Steg

Sal ist prima für den Einstieg - und wenn man ihn hat, den ersten Kulturschock. Tourismus, aber auch schon richtig Afrika. Die täglichen Szenen an der Pier, an der die Fischer mit ihren Booten und Fischen ankommen, sind wunderbar. Unser Hotel Morabeza war super zentral gelegen und hatte alles, was man/wir brauchten; das schönste ist die Nähe zur "Stadt" und zur Pier - und natürlich der Beachclub.

Und der Strand auf Sal ist sensationell - mehr darf man aber auch nicht erwarten. - Unser Fazit: 4 Tage zum Einstieg sind ok. Wenn man kiten und surfen will, auch gerne mehr.

Zu den Preisen: Auf den Kapverden werden 90 % der Lebensmittel eingeführt. Es ist also kein ganz billiges Reiseland. Sal ist - vermutlich - die "teuerste" Insel; für Essen gehen mit zwei Personen und Wein zahlt man schon ca -umgerechnet - 30-40 €. Der Fisch ist sensationell frisch. Ich habe die Fischhändler auf der Pier öfter gefragt, für welches Restaurant sie den Fisch verarbeiten und bin dann dort abends essen gegangen, das war toll. Auf Fogo waren die Preise ähnlich; auf Santiago (in Tarrafal) etwa die Hälfe.

Anschließend waren wir auf Fogo, mit einem kurzen Zwischenstopp auf Santiago. Wir sind erst von Sal nach Santiago geflogen und 4 Stunden später weiter. Toll an der Reiseplanung von Reisenträume Kapverden war, dass wir für die - relativ kurze - Zeit dazwischen von einem Fahrer abgeholt wurden, der uns die Hauptstadt Santiagos, Praia - nach unseren Wünschen - gezeigt hat. Wir waren auf dem Hauptmarkt, auf dem afrikanischen Markt, an den Regierungsgebäuden und Kasernen, an der Strandpromenade und haben insgesamt einen guten Überblick über die Stadt bekommen.

Dann kam Fogo: Das war ganz toll. Wir haben in in Sao Filipe im Hotel Xaguate gewohnt - sehr zentral und mit tollem Blick und Pool. Sao Filipe ist eine sehr schöne - von Kolonialismus geprägte Stadt. Das Leben ist sehr gechillt und die Menschen supernett.

An unserem zweiten Tag haben eine von Reiseträume Kapverden organisierte Tour (individuell) in das vulkanische Gebiet Cha das Caldeiras gemacht. Dieser Ausflug war sehr beeindruckend. Wir wurden von einem Fahrer abgeholt und sind dann durch diese wahnsinnige Vulkanlandschaft bis in die wieder bzw. neu aufgebaute Pension/Restaurant von Marisa gefahren (worden). Unglaublich wie die Menschen dort mit der Natur leben. - Von dort sind wir mit einem Führer, den Marisa uns organisiert hatte, auf den pico pequenio , bis zum Gipfel (2100 m) des letzten Ausbruchs; man kann dort immer noch ein Feuer entfachen. Eine tolle Tour durch sehr unwirtliche Landschaften, in denen Menschen dennoch ihre Landwirtschaft betreiben. - Auf dem Rückweg haben wir noch einen Halt in der Winzerkooperative gemacht, die derzeit nur provisorisch untergebracht ist, nachdem das eigentliche Weingut mit Produktion durch den letzten Vulkanausbruch zerstört wurde. - Fogo Wein ist sehr lecker.

Die letzten 4 Tage waren wir dann auf Santiago in dem "Badeort" Tarrafal, im Hotel KingFisher. Das Hotel unter deutscher und/oder schweizer Führung ist toll; die Zimmer mit viel Kunst und Terrasse zum Meer sensationell. - Besonders gut in der Planung von Reiseträume Kapverden war, dass wir unser Zimmer am letzten Tag behalten konnten, bis wir nachts um 22.30 Uhr abgeholt wurden, um zum Flughafen zu fahren. Der Ort Tarrafal ist sehr nett und "gechillt"; man fühlt sich schnell sehr wohl. Am Strand surfen und spielen sowohl Einheimische als auch Touristen - gemeinsam.

Wir haben einen Tag noch mit einem Führern, den wir uns über das Hotel organisiert hatten, eine Wanderung durch den Nationalpark der Serra da Malagueta gemacht; das war auch ein sehr schönes Erlebnis.

Und vor allem war/ist es so, dass man im Gespräch mit den einheimischen Führern - wenn man das möchte - noch viel mehr über das Land und seine Themen/Probleme erfährt, als man sonst mitbekäme.

Wir waren auch im Konzentrationslager von Tarrafal und ich persönlich denke, dass es zu der Reise und der Kolonialgeschichte unbedingt dazu gehört - aber das muss jeder selber wissen. - Wir hatten zuvor noch einen Zwischenstopp in Lissabon eingelegt und waren u.a. in dem neuen Museum "Museu do Aljube" für/über Widerstand und Freiheit; das war eine sehr gute Vorbereitung.

Vielen herzlichen Dank für die tolle Planung und Organisation. Ich habe mir einen langen Traum erfüllt, der nicht enttäuscht wurde und werde auch bei nächster Gelegenheit die nördlichen Inseln besuchen und auch noch ein paar Tage auf Santiago verbringen.

Viele Grüße aus dem wieder verschneiten Deutschland,

Catrin Raane

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