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Rückmeldung zur Reise "Santiago & Antão zu Fuß"

von Sabine und Günter

Drachenbaum am Wanderweg 101/102.
Drachebaum auf der Wanderung 101/102

Liebe Frau Schellmann,

wir sind ja nun seit einer Woche zurück von unserem Urlaub und wollen es nicht versäumen, uns nochmal recht herzlich bei Ihnen für die Organisation unserer Reise und Ihre wertvolle Beratung zu bedanken. Es war wirklich ein tolles Erlebnis, Cabo Verde und seine Bewohner kennen zu lernen.

Auf Santiago haben wir die Touren mit den Guides sehr genossen und haben es als sehr bereichernd empfunden, mit Einheimischen unterwegs zu sein. Sie haben uns viel interessantes erzählt, und wir konnten alles mögliche Fragen. So erfährt man dann doch sehr viel interessantes über die Menschen und das Leben auf den Kapverdischen Inseln. Dies gilt vor allem für Ronny, Joe und Andrew. Besonders schön fanden wir, dass Joe sich außer der Reihe die Zeit genommen hat, mit uns noch den Markt in Assomada zu besuchen. Wie wir ja vor Ort bereits besprochen haben, ist das mit Tilino etwas schwierig gewesen aufgrund der sprachliche Barriere - trotz meiner Spanischkenntnisse und meinen paar Brocken Französisch. Auch als Guide an sich könnte er noch von den anderen lernen, z. B. dass man zwischendurch Informationen zum weiteren Wegverlauf geben kann. Aber die Tour, die wir mit ihm gegangen sind, auf den Pico de Antonio, ist wirklich super und der Gipfel atemberaubend!

Gerne geben wir Ihnen zu dem Aufenthalt in Mindelo und auf Antao auch noch unser Feedback.

In Mindelo hat Markus für uns die Hin- und Rückfahrt mit der Fähre super organisiert. Auf der Rückfahrt konnten wir unser Gepäck tagsüber bei ihm und Jakilin deponieren, was sehr praktisch war, da wir ja dort eigentlich kein Zimmer mehr hatten. Von der Unterkunft im Casa Jakilin ist man sehr schnell am schönen Stadtstrand; der Weg von dort ins Zentrum zieht sich allerdings dann noch etwas hin, so dass man, wenn man unterwegs ist, nicht "schnell mal zwischendurch" auf´s Zimmer zurück kann.

Auf Antao haben wir die von Ihnen vorgeschlagenen Wanderungen gemacht, hat alles gut geklappt und waren tolle Touren. Zu den Wanderungen wäre es vielleicht hilfreich, generell in Ihren Unterlagen Stundenangaben zu machen. In Folge geben wir Ihnen gerne unsere Gehzeiten an.

Vom Cova Krater über die Wege 101 und 102 (nicht so leicht zu finden, aber mit Hilfe der Bewohner durchaus möglich!) reine Gehzeit ca. 5,5 Stunden + Pausen. Bei Sabine haben wir uns sehr wohl gefühlt. Das Zimmer ist zwar schon etwas gewöhnungsbedürftlg, aber das macht die Gastfreundschaft und Hilftsbereitschaft von Sabine und die Terrasse mit der tollen Aussicht auf jeden Fall wett!

Wanderung 201 Lombo Branco Gehzeit ca. 6 Stunden + Pausen - tolle Tour, bergauf - bergab immer im Wechsel, sehr abwechslungsreich! Danke für diese Empfehlung!

Dann ging es weiter nach Cha de Pedras. Hier waren wir mit Verlaufen 5 Stunden unterwegs, die 3 Stunden reine Gehzeit hätten wir sonst evtl. schon geschafft, ist aber unseres Erachtens eher knapp bemessen.

Bei Senor Antero wurden wir sehr nett begrüßt, allerdings war es hier das einzige Mal, dass nicht alles geklappt hat. Er hatte vergessen, unser Gepäck holen zu lassen, so dass wir nach Ankunft erstmal zwei Stunden darauf warten mussten. Das ist ja nun nicht so schlimm, aber es kam noch hinzu, dass wir uns von ihm ein bisschen abgezockt gefühlt haben. Lt. Ihren Angaben kann man mit dem Aluguer nach Boca de Ambas fahren. Senor Antero sagte uns jedoch, das geht nur mit dem Taxi und kostet 1.500 Escudos. Das haben wir dann bestellt. Und dieses Taxi hat dann auch gleich unser Gepäck mitgenommen. Da wir ja für den Gepäcktransport bis Ponta do Sol eigentlich schon bezahlt hatten, wurde der Fahrer scheinbar bis Coculi doppelt bezahlt. Zudem ist Herr Antero auch mitgefahren, da er dort wohl etwas zu erledigen hatte. Ist ja nun kein Problem, 15 Euro zu bezahlen, aber es geht ja um´s Prinzip. Im Nachhinein haben wir uns gedacht, dass wir den ganzen Weg zu Fuß gehen hätten können, da die Gehzeit von Boca de Ambas bis Cha d´Igreja nur 3 Stunden betrug. Insgesamt hätte man es damit sicher in 6 Stunden geschafft.

In Cha d´Igreja waren wir ja bei Dona Ernestina. Sie hat uns toll und reichlich bekocht! Allerdings konnten wir uns mit ihr so gut wie gar nicht unterhalten, was ein bisschen schade war. Zudem ist die Stimmung in ihrem Haus sehr gedrückt; sie schien uns eine sehr einsame, traurige Frau zu sein. Für einen Urlaub ein bisschen bedrückend ... Auf unserem Spaziergang zum Meer entdeckten wir dann eine tolle Unterkunft, die vielleicht eine schöne Alternative zu Dona Ernestina wäre: www.hausamweg.com  - ein deutsches Paar, das 2011 dorthin ausgewandert ist, betreibt dort in traumhafter Lage mit Meerblick eine schöne, typische Unterkunft.

Die Wanderung nach Ponta do Sol war einmalig toll! Vielleicht könnte man auch hier noch angeben, dass man schon 6 Stunden unterwegs ist. Das hatten wir ein bisschen unterschätzt.

Zurück bleiben bei uns tolle Erinnerungen und Eindrücke - eine wunderschöne Natur und freundliche, zufriedene Menschen!

Landschaftlich haben uns beide Inseln super gefallen, wobei man sagen muss, dass Antao schon noch etwas faszinierender, weil grüner und höher, ist. Demgegenüber haben wir festgestellt, dass die Menschen auf Santiago etwas freundlicher, interessierter und aufgeschlossener sind als auf Antao. Wir hatten den Eindruck dass sie dort doch etwas mehr an Touristen gewöhnt sind; bspw. wurden wir viel öfter angebettelt, das kam auf Santiago eigentlich nicht vor (außer in Praia). Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir mit den Guides unterwegs waren. Was uns in Santiago ehrlich gesagt nicht so gefallen hat, war Praia. Dort hatten wir ja am Ende noch einen ganzen Tag; Sie hatten uns das empfohlen anstatt noch einen Tag in Tarrafal zu verbringen, um nicht so viel fahren zu müssen. Die Menschen dort kamen uns gegenüber Touristen aufdringlicher vor als überall sonst, es gibt nicht wirklich viel interessantes zu sehen, und der Strand ist keineswegs mit Tarrafal zu vergleichen. Aber man muss eben auch diese Seite sehen.

Jedenfalls hat uns dieser Urlaub sehr bereichert, und es ist durchaus möglich, dass wir noch mehr von den Kapverdischen Inseln sehen wollen! Dann werden wir uns auf jeden Fall wieder an Sie wenden!

Wir wünschen Ihnen, Ihrem Mann und Ihrem Team alles Gute! Beste Grüße an Benedita, Ronny, Joe und Andrew sowie an Ihren Mann!

Sabine und Günter

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