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Bei unserer Tour über die Bordeira de Norte gab es eine unerwartete Variante

von R. Wörl

Bordeira de Norte

Liebe Frau Schellmann,


ich kann mich den Kommentaren von Heidi Narzi nur anschließen: es ist eine wunderbare Art, Santo Antao zu bereisen: sehr komfortabel mit all den Transfers und Gepäcktransporten und zugleich mit viel Kontakt zu den Leuten, um ein wenig von ihrem Leben mitzubekommen.

Ich möchte noch einige Informationen ergänzen, die vielleicht von Interesse für Sie sind:

- Den in Ihrer ausführlichen Information erwähnten Mangel an Kleingeld konnten wir nicht feststellen. An kleinen Scheinen als Wechselgeld fehlte es nie, und auch kleinste Läden auf Santo Antao hatten ganze Schubladen voll Münzen (vielleicht fehlen sie ja deshalb auf andren Inseln;-).

- Sowohl Frau Narzi als auch ich verwenden zur Bargeldversorgung im Ausland vorzugsweise die Sparcard der Postbank, die an das ‚Visa Plus‘-System angeschlossen ist. Obwohl an allen Geldautomaten auch das Visa Plus-Zeichen angebracht war, war es mit keiner unserer Sparcards möglich, an irgendeinem Automaten Geld zu bekommen. Diese Information wäre für uns hilfreich gewesen, wir haben sie in keinem der Reiseführer gelesen.

- Auf der Tour 207 haben wir es trotz Ihrer völlig korrekten Wegbeschreibung geschafft, uns gründlich zu verlaufen. Der Fehler geschah an der Stelle, wo es in Ihrer Beschreibung heißt „Sie kommen an einen Grund (Tälchen), diesen queren Sie…“. Da es dann „re bergan weiter“ geht und – sehr viel später im Text – ausdrücklich betont wird „Sie halten sich IMMER auf der rechten Talseite“, hatte sich bei mir die feste Vorstellung gebildet, dass der Weg bereits hier auf der rechten Talseite verlaufen müsse. Deshalb dachte ich hier, dass dies noch nicht die beschriebene Stelle wäre, und wir liefen den Pfad auf dem Grund des Tälchens weiter. Mit dem entsprechend interessierten Blick haben wir im weiteren Verlauf alle Punkte ihrer Beschreibung gefunden: ein (weiteres)Tälchen, einen Weg, der „re bergan weiter“ führt (dann aber gleich wieder im Tal landet), roten Fels, einen breiten mit Steinmauer gesäumten Weg, sandigen Grund… So sind wir lange hartnäckig im Talgrund weitergelaufen, bis wir uns schließlich zur Umkehr durchgerungen haben. Vielleicht wäre daher an dieser Stelle ein Hinweis nützlich, dass der Weg zwar „re bergan“ läuft, man dann aber bis zum großen Abstieg auf der linken Talseite oben auf der Höhe und keinesfalls im Talgrund laufen sollte.

- Für die Tour von Alto Mira nach Ribeira Grande gibt es auf der Wanderkarte zwei Varianten: entweder 303 + 305a hinunter zum Meer oder die 303 + 305 über die Bergkette. Amadeu sagte uns allerdings, der Weg 305 sei nicht mehr begehbar. Daher sind wir die andere Variante gelaufen, wie sie ja auch auf Ihrer Internetseite beschrieben ist.

- Bei unserer Tour über die Bordeira de Norte gab es eine unerwartete Variante: Amadeu setzte uns überraschend bereits ca. 1 km nach dem Pass auf etwa 980 Meter Höhe ab. Von dort führt ein Weg, der auf der Wanderkarte nicht eingezeichnet ist, etwa 300 m nach oben und quer dann relativ eben als grandioser Höhenweg die bizarren Felswände hoch über dem Tal. Die Hochebene erreicht man schließlich nördlich des Serpentinenabstiegs etwa an der Stelle, wo auf der Wanderkarte die rote Linie im Nichts endet. Dieser Weg war eines der Highlights und für uns eigentlich noch beeindruckender als der berühmte Serpentinenweg.

Moito obrigado und freundliche Grüße
Robert Wörl

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