Erfahrungen, Rückmeldungen, Feedback von Urlaubern

Santiago & Fogo individuell

von Ingrid-Leutgeb-Born

Wieder im Alltag gelandet

Cha das Caldeiras
Leben im Vulkan

Liebe Frau Schellmann,

Danke für die Organisation unserer Reise Sanitago & Fogo !
Abgesehen von der Verschiebung des Abfluges nach Fogo - für die Sie ja nichts können - hat alles mit den Quartieren und Transfers sehr gut geklappt.
Wir sind mit vielen Eindrücken, die wir auch auf 1500 Fotos festgehalten haben, wieder zu Hause angekommen und jetzt schon wieder 2 Wochen im mitteleuropäischen Arbeitsalltag.

Das Ankommen d.h. die ersten Tage in Cidade Velha im Limeira hat gut getan und war ein guter Einstieg: sehr zu empfehlen für Neulinge auf den Kapverden. Schöne Gartenanlage mit Graukopfliest direkt vor dem Balkon. Pool ist OK, leider halt kein Meerzugang.

In der Quinta da Montanha war während unseres Aufenthaltes ein großer Empfang für den Präsidenten von Sao Tome. Für die Touri-Gäste gab es dann am Abend die Reste des Buffets. Ich hoffe, dass man sich ohne Empfang mehr und die Touri-Gäste kümmert, Sitzgelegenheiten und Liegen waren auf der Terrasse teilwiese kaputt oder staubig oder nicht vorhanden.
Aussicht bei den 2 Wanderungen war durch Bruma seca nicht so toll.

Die Besteigung des Pico de Fogo war für mich der Höhepunkt der Reise.
Die "Abfahrt" im Lavagrus war ein besonders gutes Gefühl, fast wie im Tiefschnee, nur halt braun/schwarz & staubig.

Bei Marisa haben wir uns jedenfalls weit mehr wohl gefühlt als im Berghotel in Rui Vaz. Super-Sternenhimmel und Live-Musik bei Ramiro im Geschäft bei Kerzenlicht...und es war in der Nacht nicht kalt, zumindest nicht so kalt wie vorher befürchtet. Decken im Zimmer waren warm genug, ich hab gar nicht alle warmen Sachen gebraucht, die ich vorsichtshalber mitgenommen hatte.

In der Casa Beiramar haben wir mit den Schweizern Renata & Adrian, die mit uns am 9.3. im gleichen Flieger in Praia angekommen waren, einen ganz lauen Abend ( der einzige der ganzen Reise ) mit Fogo Wein und Pasta verbracht und ausgiebig geplaudert...und hatten keine Verständigungsprobleme ;-)

Die Pizzeria "Alto Mira" ist zur Zeit d e r Touri-Treff in Tarrafal, Pizzas sind OK und der Innenhof ist gemütlich. Am Meer unser Favorit "Sol Y Luna" ... die anderen Lokale hatten kaum Gäste. Der Spanier hat uns nicht vom Hocker gerissen. Taschenlampe sehr wichtig wenn man am Abend essen geht z.B. auch am Abend mit Live-Musik und Cachupa Essen bei der Familie des Tauchlehrers vom Kingfisher

King Fisher ist OK, unser Zimmer BRAVA II hat uns gut gefallen, u.a. weil es sehr gut natürlich klimatisiert ist: keine Fenster zum Meer, nur Moskitonetze und dadurch angenehm luftig. Trotzdem jede Nacht ein paar Moskitos im Zimmer: überm Bett gab es kein Mosiktonetz ( in anderen Zimmern schon ?) und daher immer wieder Moskitojagd
Im Bereich der unverbauten Grundstücke am Meer viel Müll und Bauschuttlagerungen. Schade ! Die "Verhüttelung" zwischen Kingfischer und dem Zentrum von Tarrafal ist auch gewöhnungsbedürftig.

Meerwasser in Tarrafal türkis und klar, Traum-Strand am Vormittag fast menschenleer ! ...nur am Nachmittag wird dann Fussball gespielt. Wir waren meist schwimmen in der Bucht des Kingfisher, Strand ist vom Kingfischer eher zu weit weg. Keine Möglichkeit zum Umziehen, kein WC.

Die Reise hat unsere Erwartungen und Ansprüche erfüllt: "neugierig auf Anderes sein und sich in diesem Anderen eine Weile einrichten". Unser Nachteil: wir können nicht Kreol & Portugiesisch ! Wir sind zwar mit Englisch und Spanisch ( soweit Worte ähnlich sind wie im Portugiesisch ) ganz gut durchgekommen, aber tiefgehendere Gespräche und engere Kontakte sind halt nicht möglich gewesen ... das war z.B. in Indien viel leichter für uns.
Wir haben keinerlei negative Erfahrungen mit den Menschen auf Fogo & Santiago gemacht.

Was bleibt auf jeden Fall in Erinnerung:

  • Farben der Kleidung der Menschen und z.B. der Boote in Tarrafal
  • beim Fotografieren hab ich plötzlich festgestellt: Markt in Assomada ist Frauensache ! .....und während der ganzen Reisewar die Bewunderung groß, dafür was Frauen alles auf dem Kopf tragen!
  • sehr interessante Flechtfrisuren, kleine Mädchen mit eingeflochtenen Perlen im Haar
  • Das Hotel Cosmos in Assomada liegt zwar sehr günstig für den Marktbesuch und auch für den Ausblick über den Markt, es ist aber sehr unpersönlich ( Rezeption und Frühstücksservice ) Cafe Central am Hauptplatz im 1. Stock mit Terrasse war unser Favorit. Bei guter Sicht kann man vom Zimmer Nr. 309 oder von der Dachterrasse aus sogar den Pico de Fogo sehen !
  • Auch von Tarrafal hatten wir noch einen schönen Blick auf Fogo !
  • Fahrt von Tarrafal zum Flughafen mit dem einzigen Mercedes Taxi der Insel mit über 672.000 km am Tacho
  • Wir hatten auch 1 Regentag im Urlaub: am letzten Tag beim Zwischenaufenthalt in Lissabon -> 7 Stunden am Flughafen statt ins Zentrum zu fahren

...soweit mein Reiserückblick

Liebe Grüße aus St.Pölten

Ingrid Leutgeb-Born & Michael Leutgeb

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