Das war unsere Strecke:
Kemer - Kumluca - Finike - Limyra - Arikanda - Elmali - Korkuteli - Termessos - Anatalya - Kemer (320 Km)
Frühstück in Finike
Unser erster Stop an diesem Morgen war um 7.30h an der Dolmus/Taxi Station in Finike, wo wir erst einmal frühstückten. (Hier gibt es übrigens auch Klos). Von dort aus ging es weiter Richtung Terincova. Weg von der Küste fuhren wir nun durch eine fruchtbare ländliche Gegend mit ungewöhnlichen Gewächshäuserterassen am Hang, Häusern im alten Stil und viel üppigem Grün auf die Berge zu.
Abstecher nach Limyra
In Terincova sind wir Richtung Limyra abgebogen. Der Weg geht mitten durch den Ortszentrum und dann auf der Landstraße weiter bis ans Ende einer kleinen türkischen Gemeinde. Auch hier, wie so oft in dieser Woche, sahen wir die Männer im Café sitzen und die Frauen mit den Kopftüchern bei der Arbeit: Beim Geschirrwaschen vor dem Haus auf einem betonierten Terassenplatz mit dem Gartenschlauch, beim Wäschewaschen mit Zuber und Waschbrett, oder beim Backen von Fladenbrot usw.
Parken konnten wir links neben dem Theater. Sofort deutete uns eine Ziegenhirtin den Weg, den wir zu gehen hatten, um am Amphitheater vorbei schließlich zu diversen Felsengräbern zu gelangen. Am beeindruckendsten ist sicher das einsame Grab von Xanterba. Durch seine Turmform ist es leicht zu erkennen.
Hinauf in die Berge
Wieder zurück auf der Hauptstraße ließen wir langsam die Dörfer in der Ebene hinter uns. Je mehr wir uns den Hügeln näherten, desto mehr Felsengräber entdeckten wir links und rechts der Straße. Auf kurvenreicher, gut ausgebauter Straße fuhren wir nun durch eine wunderschöne Landschaft nach Arikanda. - Immer mal wieder ein Aussichtspunkt zurück ins Tal, tiefe Schluchten, ungewöhnliche Felsformationen, karge Gebirgslandschaft, grüne Wälder und im Frühjahr sicher schneebedeckte hohe Berge.
Die "Oase" Arif und die Ruinen von Arikanda
Über eine Pappelallee erreichten wir schließlich das ländliche Dorf Arif. Rechts finden Sie den Wegweiser nach Arikanda. Sie können entweder auf der schmalen Schotterstraße hochfahren oder ein kleines Stück weiter geradeaus bis zu einem Parkplatz und dann zu Fuß nach Arikanda gehen.
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Wir wählten letzteres und gingen die ca. 15 - 20 Minuten bis zum Sattel der Anhöhe. Hier befinden sich auf den ganzen Hang verstreut sehr viele Ruinen. Irgendwie schon faszinierend: Wir standen mitten im Gebirge, mit Blick zurück auf das Tal und das kleine, wie eine Oase anmutende Dorf Arif. Eine beeindruckende Stätte vor dem Hintergrund einer jäh abstürzenden Felsenwand. Um dies auf uns wirken zu lassen, setzten wir uns mittenrein und legten eine Vesperpause ein.
Landschaften, Landschaften, ...
Weiter ging die Fahrt durch felsiges Terrain an einem Naturphänomen vorbei, einer tiefen Spalte, die in Schlangenlinien quer durch das Tal läuft. In Serpentinen den Hang hinauf erreichten wir eine völlig andersartige Landschaft. Wir fuhren durch eine weite kahle Ebene, laut Führer ein großer ausgetrockneter See, umgeben von hohen Bergen. Die ersten Obstgärten und Apfelbäume tauchen auf, das Terrain ist eher gewellt. Zur Apfelblüte sicher ein unvergeßlicher Anblick.
Elmali am Fuße eines felsigen Berges, umgeben von Apfelbäumen taucht vor uns auf und wir sehen noch die letzten Apfelpflücker.
Immer wieder beeindruckende Landschaften, gelbe Erde, wie Sanddünen gemalte Berge, rosarote Hügel und vereinzelte Zypressen als dunkle Tupfer tun sich auf der Weiterfahrt auf. Phantastische Gegenden mit großen kahlen Flächen, umringt von welligen Hügeln. Von Plateau zu Plateau wechseln die Farben. Immer wieder grüne Oasen, kleine Dörfer mit roten Ziegeldächern, umgeben von Pappeln, Obstgärten und Weinbergen. Esel, Ziegen, Nomadenzelte, Kinder, Obstverkäuferinnen hocken an der Straße, Menschen bei der Weinlese, ...
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Schließlich gelangen wir am Rande des Plateaus auf einen Felsenvorsprung, um wieder von einem neuen Panorama überwältigt zu sein. Zunächst durch einen Zypressenwald geht es schließlich hinunter in die Ebene nach Korkuteli - einer türkischen Kleinstadt mit roten Ziegeldächern und Minaretten.
Und wieder ändert sich die Landschaft. Wir kommen dem Meer wieder näher, Pinien, Macchia, typisch mediterrane Landschaft.
Hinauf nach Thermessos
In Serpentinen fahren wir schließlich das letzte Stück hinunter in die Ebene um uns gleich wieder nach Termessos hochzuschlängeln. Auch Termessos hat wieder seine ganz eigene Atmosphäre, seinen ganz eigenen Reiz. Es liegt auf ca. 1000m Höhe und ist wohl eine der verwildertsten archäologischen Stätten der Türkei. Selbst Alexander der Große verzichtete auf seinem Eroberungszug durch Kleinasien in Anbetracht der rauhen unzugänglichen Berghöhe auf die Einnahme der Stadt. Wer viel Zeit hat, kann dort gut 3 Stunden verbringen. In Anbetracht der Tageszeit zogen wir es jedoch vor, erst einmal zum Theater hochzuwandern (eher mühseliger Aufstieg), um dieses beeindruckende Relikt aus frühester Zeit zu besuchen und zu bestaunen. Wir, zwischen Gymnasion, Sarkophagen, Odeion und Theater, rundum hohe Berge, faszinierende Ausblicke in die zum Meer abfallenden Schluchten - eine Ahnung von vergangenen Zeiten und Hochkulturen steigt auf.
Zurück in der Urlaubswelt
Noch angefüllt von den unterschiedlichsten Eindrücken dieser Tagesreise kehren wir am lauten Strand von Antalya (direkt an der Hauptstraße) bei einem Apfeltee langsam wieder zurück in die heutige Welt. Bereits in der Dunkelheit fahren wir zurück nach Kemer und stürzen uns im Hotel auf das hervorragende Vorspeisenbüffet.
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