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[]Cinque Terre[]
Felsenabstürze zwischen
Campiglia und Portovenere
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Der dramatischte, vielleicht sogar der spektakulärste Weg der gesamten Küste. Der Pfad über die Felsenabstürze zwischen Campiglia und Portovenere ist atemberaubend. Man bräuchte nicht schwindelfrei zu sein, meinte unser Reiseführer.

Wanderung Riomaggiore - Telegrafo - Campiglia - Portovenere

Höhenunterschied 550 m - Länge 4¾ km - 4½ bis 5½ Stunden.
Sehr abwechslungsreiche, schöne Wanderung

  • Die ersten 45 Minuten geht es odentlich bergan, ab der Wallfahrtskirche Richtung Telegrafo wird es etwas flacher.
  • Reichlich und gute Einkehrmöglichkeiten.
  • Für uns die beeindruckendste Wanderung,
  • Von Portovenere fahren Schiffe von April bis September, Abfahrt ca. 16.45h Uhr mit Halt in in Vernazza und Monterosso.

Aufstieg zum Telegrafo

Der alte Wallfahrtsweg zur Madonna von Monte Nero

Der Weg geht vom Bahnhof los, die Hauptstraße hoch bis zu den letzten Häusern des Ortes. Beim Croce Bianca (Rotes Kreuz) beginnt der eigentliche Wanderweg, 3 hier identisch mit dem Wallfahrtsweg hoch zur Kirche der Madonna von Monte Nero. Bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel sind wir unterwegs. Entlang eines kleinen Wildbaches führt der Weg zwischen Kulturen, Trockenmauern und Bauernhöfen stetig bergan. Auch auf dieser Strecke ist die Flora wieder sehr reichhaltig: Ailanthusbäume, ganz zartes Farnkraut und andere Farnarten, Macchia Wald, Heidekraut und Edelkastanien. Plastikschläuche auf dem Weg leiten Wasser zu den vereinzelten Bauernhäusern.

Mit der Lastenbahn den Berg hinunter [16.419 150x225] Tip für Gehfaule Sie können sich auch mit einer kleine Zahnradbahn im offenen Wägelchen zu diesem großartigen Aussichtspunkt fahren lassen. Diese sicherlich sehr beeindruckend Fahrt, steil den Berg hinauf/hinunter, ist unseres Wissens die einzige Möglichkeit, ganz offiziell einen der Lasten- und Personenlifte zu benutzen.

Vom Plateau mit der Kirche aus hat man eine herrliche Sicht runter auf Riomaggiore und auf den Küstenbogen der Cinque Terre. Wir sind noch früh am Morgen und haben reichlich Auswahl unter den aufgestellten Bänken - ein idealer Platz für die erste Rast.

Gemächlich weiter zum Telegrafo

Wanderweg nach Lemmen [13.658 - 150x225] Weiter bergan durch einen Kiefernwald gelangen wir nach Lemmen, einer kleinen Gruppe von Häusern, die nur noch teilweise bewohnt sind. Auf den bewirtschafteten Terassen schützen oft Hecken aus Baumheide die Reben vor dem Wind. Sie wechseln sich ab mit aufgegebenen Kulturen, wo nur noch hie und da eine wilde Rebe im Unterholz wächst. Immer wieder führen Lastenlifte in die Tiefe und wir gehen weiter bergan, bis wir schließlich den Telegrafo erreichen und in der Bar Natale erst mal eine größere Pause einlegen. (Hier, ebenso wie im Il Caminetto wäre wiederum eine sehr gute Gelegenheit zum Essen).

Auf dem Kamm nach Campiglia

Wanderweg auf dem Kamm [12.981 - 150x225] Nach der Mittagspause ging es auf der Höhe weiter. Nr. 1 Nur ein paar hundert Meter nach der Bar hatten wir einen ersten phantastischen Blick auf La Spezia, den Golf und die dahinter liegenden Schneeberge. Auf Waldwegen, einem langem Trimm-dich-Pfad wanderten wir auf dem Hügelkamm weiter um nach ca. 1 Stunde und einem leichteren Abstieg Campiglia zu erreichen.

Hinter Campiglia gibt es auch einen hervorragenden Rastplatz und Aussichtspunkt. Achtung, der Weg macht kurz zuvor einen 120 Grad Knick. Tip: Campiglia besitzt zwei Restaurants, einen Lebensmittelmarkt und eine Busverbindung nach La Spezia.

Entlang der Steilküste nach Portovenere

Kirche San Pietro von oben [9.473 150x225] Blick vom Pitone auf die Steilkuesten des Muzzerone und die Inseln [9.978 - 225x150] Zunächst lies sich alles noch ganz harmlos an: Im stetigen Auf und Ab ging es weiter durch Pinienwälder. Das Meer blitzte von unten herauf. Und dann ging es auf einem wirklich atemberaubenden Wegstück auf steinigem Pfad oberhalb der Felswände weiter. Ich bin bisweilen fast auf allen Vieren um die Felsabstürze gekrochen, Gerhard, nicht ganz so schwindelfrei hinterher - während ein junges italienisches Pärchen gazellengleich über die Felsen hüpfte und so schnell verschwand, wie es aufgetaucht war. Alles in allem einfach grandios.

La Spezia [10.218 - 225x150] Schließlich kommen wir an eine Straße und nach kurzem Anstieg bieten sich wieder großartige Blicke auf La Spezia. Bald darauf dann der letzte und endgültige Abstieg nach Portovenere. Erst durch einen Hain mit Aleppo-Kiefern, vorbei an wilden Granatäpfelbäumen, dann über Felsenstufen, an der Burg vorbei und am Ende auf steilen Treppen hinunter bis zum Hafen.

Portovenere

Der mittelalteliche Ort wird vom großen Castello überragt. Die dem Meer zugewandten mehrgeschossigen Häuser bilden eine einzigartige farbige Front, die wie eine Stadtmauer aussieht.Die sehr schmalen Häuser haben eine erstaunliche Tiefe.

Haeuserfront Portovenere [12.177 - 255x150]

Sicher auch sehenswert ist die Kirche San Pietro, die auf einer kleinen Halbinsel liegt. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Steilküste von Muzzerone und Catellana sowie auf das Vorgebirge von Tramonti.

An Hafen scheint noch die Sonne und als wir durch eins der Häuser durchgehen, landen wir plötzlich auf der dusteren Rückseite, der Hauptstraße Via Cappelini. Überall kleine Geschäfte, Lokale und zahlreiche geschmückte alte Häuser. Nach der doch recht anstrengenden Wanderung und kurzem Ortsbummel blieben wir dann doch lieber im Hafen sitzen, holten uns was zu trinken und warteten auf die Abfahrt des Schiffes.

Mit dem Schiff die ganze Küste entlang

San Pietro [13.175 - 225x150] Schiara vom Meer [14.722 - 150x225] Der krönende Abschluß dieses wundervollen Tages war die Rückreise nach Monterosso mit dem Schiff. Angestrahlt vom warmen Licht der Abendsonne zogen nochmals alle Dörfer der Cinque Terre in all ihrer Schönheit und Farbenpracht vorüber - Postkartenromantik pur. Bilder davon finden Sie vor allem Zwischen Himmel und Meer

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Donnerstag, 3. Februar 2000 © ReiseTräume Schreiben an uns