Urlaub Kapverden 2014 (inkl. Vergleich zu 2005)

Hallo Frau Schellmann,

wie versprochen, wollte ich Ihnen noch einen etwas detaillierteren Berichtzu unserer Reise zukommen lassen.

Generell waren wir angenehm überrascht, dass das Land gegenüber unserem letzten Besuch in 2005 deutlich sauberer geworden ist.

Cidade Velha blieb trotz des Weltkulturerbe-Status der verschlafene Ort von früher, auch wenn es jetzt 2 Strandrestaurants und am Fort ein Besucherzentrum gibt. Das neue Hotel in Cidade Velha war sehr angenehm.

In Fogo waren wir zum ersten Mal. Wir fanden die Insel sehr schön und haben auch das Beiramar sehr genossen - eindeutig die schönste Unterkunft der Reise.

Brava - kühler als andere kapverdische Inseln - Probleme mit O Castello

idyllische Insel Brava Anwesen
Brava

Auch in Brava waren wir das erste Mal. Wie erwartet, eine ruhige und angenehme Insel, wobei wir die Schilderungen in den Reiseführern als Blumeninsel etwas übertrieben fanden. Überrascht waren wir, dass es tatsächlich auf Brava so viel kühler war als auf den anderen Inseln.

Etwas verärgert waren wir über die Unterkunft. Als wir um Mitternacht dort ankamen, sagte uns die Vermieterin, dass sie leider für heute Nacht nur ein kleines Zimmer ohne Bad hätte, weil in dem vorgesehenem Zimmer ein Wasserproblem bestand. Am nächsten Morgen könnten wir aber dann umziehen.
Leider wurde daraus während des ganzen Aufenthalts nichts, nur die Ausreden wurden immer abenteuerlicher. Mal hatte der Schreiner das Bett nicht fertig, mal konnte kein Transportmittel für die Matratze gefunden werden. Für uns wurde klar, dass der im Gang befindliche Ausbau der Pension einfach in Verzug war und es schlichtweg kein freies Zimmer mit Bad gab, weil die beiden vorhandenen Zimmer vermietet waren....

Zwischenstation Praia

Sucupira - der afrikanische Allzweckmarkt afrikanische Klamotten
Afrika Klamotten

Der Kurzaufenthalt in Praia war sehr interessant. Gegenüber 2005 hat sich auch Praia positiv verändert, auch wenn Praia niemals eine schöne Stadt werden wird. Die Fußgängerzone ist wirklich gelungen und der Markt
deutlich sauberer geworden. Auch beim Blick vom Plateau auf die Stadt fällt auf, dass sich das Müllproblem gebessert hat und die Stadt farbiger geworden ist. Praia ist einfach Afrika pur und man kann diese exotischen Eindrücke überall erleben, insbesondere auf dem Sucupira Markt. Ihre Abendessens-Empfehlung im Quintal da Musica war hervorragend, wir hatten trotz des relativ frühen Essens wegen unseres Weiterflugs schöne Life-Musik, weil eine Band die Bühne für Proben nutzte.

WanderHiglight Santo Antao

Blick in die Bucht von Tarrafal de Monte Trigo
Bucht von Tarrafal de Monte Trigo

Santo Antão war definitiv das Highlight der Reise. Hier wurden die Schilderungen der Reiseführer durch die Wirklichkeit noch übertroffen. Die vielfältigen Wandermöglichkeiten in unterschiedlichster Landschaft,
der Kontrast zwischen den tropischen Flusstälern und den wüstenartigen Hochebenen und die Idylle von der Aussenwelt fast abgeschnittener Fischerdörfer sind einzigartig. Sehr empfehlenswert sind auch die
beiden Unterkünfte, das Villa Pedracin mit seiner ausgezeichneten Küche und das Mar Tranquilidade. In letzterem gabs dann die positive Überraschung, dass wir entgegen Ihrer Ankündigung doch sofort ein Zimmer mit eigenem Bad bekamen. Ein wirklich idealer Ort, um eine aktive Reise in Ruhe ausklingen zu lassen. Das Fehlen von Strom und Warmwasser unterstreichen dabei nur noch diesen Charakter. Leider hat uns am letzten Tag ein Sandsturm die geplante Tour durch die Ribeira das Patas verwehrt.

Mindelo - fast brasiliaisch, aber während des Karnavals einfach laut

Umzug am Sonntag
"Freier" Umzug am Sonntag

Auch Mindelo hat sich im Vergleich zu 2005 positiv weiterentwickelt.
Die Stadt hat ein ganz eigenes Flair, völlig anders als Praia, fast brasilianisch.

Das Boutique Hotel Kira´s ist wirklich sehr gut gemanagt. Allerdings haben wir fast die ganze Nacht kein Auge zugetan, was aber vor allem am Carneval lag. Dennoch würden wir nächstes Mal eins der Zimmer zum Innenhof bevorzugen.

Bei der Abholung von der Fähre gab es übrigens den einzigen Fehler. Der Fahrer hatte wohl am Airport auf uns gewartet. Wir hatten ein normales Taxi genommen. Am nächsten Tag kam aber schon im Hotel ein Kuvert an mit einer Entschuldigung und der Rückerstattung des Taxigeldes. Dieser Vorgang ist bezeichnend für die hohe Aufrichtigkeit und Gastfreundlichkeit, die uns auf der ganzen Reise begleitet hat.

Lokale Sim-Karte als Hotline

Nochmals herzlichen Dank für die hervorragende Organisation und die "Hotline"-Betreuung mit der lokalen SIM Karte. So kann man einen Individual-Urlaub mit Rundumbetreuung genießen.

Ich kann Ihr Reisebüro allen Interessenten für diese Art des Reisens auf den Kapverden uneingeschränkt empfehlen.

Viele Grüße und vielleicht bis zum nächsten Mal.

Jakob Heigl

© Bericht von Jacob Heigl - Bilder aus dem Fundus von Reiseträume Kapverden