Die kapverdische Insel Maio

Helle endlos lange Sandstrände

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Das Leben auf der Insel im Schatten von Santiago geht noch einen recht beschaulichen Gang. Der Besuch dort gleicht einem Ausflug in ein vergangenes Jahrhundert.

Noch ist Maio vom Tourismus weitgehend unberührt. Wenn es jedoch nach den Plänen der Regierung geht, dann soll diese Insel als weitere Badedestination für den Massentourismus erschlossen werden.

Helle, endlos lange Sandstrände sind das absolute Plus hier.

Rund 4000 Einwohner leben auf der nur 269 qkm grossen Insel. Die meisten davon leben im Hauport Vila do Maio. Deshalb gibt es im Ort auch die beste Auswahl an Restaurants und "Nachtleben".

Basisinformationen zur Insel Maio

Die Insel wurde zwar als eine der ersten des Archipels entdeckt, aber erst am 3.Mai 1460 mit Eseln, Rindern, Schafen und Ziegen bevölkert. Die Hirten waren Sklaven, die nicht nur von den Kolonialherren ausgebeutet wurden, sondern auch in steter Regelmässigkeit von Piraten überfallen. Aufgrund der wiederkehrenden Dürreperioden und Überweidung verwüstete die Insel zunehmend. Der Salzhandel, der Mitte des 17. Jahrh. auch hier blühte, kam im 19. Jahrh. zum Erliegen und deckt heute nur noch den eigenen Bedarf.

Mit Hilfe der GTZ wurde ein Aufforstungsprogramm gestartet, um dem Wüstensand aus der Sahara Einhalt zu gebieten und die Passatwolken dazu zu verlocken, hier abzuregnen. Die angepflanzten Akazien, die Jahre ohne Wasser auskommen gedeihen so langsam. Dieser Wald im Inselkern unterscheidet Maio von den anderen beiden Wüsteninseln Sal und Boa Vista. Insgesamt soll mit der Aufforstung und durch Boden- und Wasserkonservierung sowie den Aufbau einer besseren Infrastruktur das Leben auf Maio erleichtert werden.