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KapverdenKapverden: SantiagoCabo Verde
Cidade Velha & Aqua Verde

Die alte Hauptstadt

Wir wollen die frühere Hochburg des Sklavenhandels besichtigen und durch die fruchtbare Ribeira Grande zu einem Wasserfall wandern.

Mit dem Aluguer fahren wird durch braunes, dürres Land. Noch einige Kilometer außerhalb der Stadt liegt der Müll in der Gegend rum. An dürren wohl aufgeforsteten Büschen haben sich allerhand Plastiktüten verhangen. Es sieht trostlos aus. Einige mehrgeschoßige Neubauten säumen erst noch die Straße. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Von modern bis verwahrlost sind hier die verschiedensten Behausungen anzutreffen.

[Pelourinho] Wir gelangen so nach ca 15 km in die Cidade Velha.

In der Bucht ist ein nettes Cafe - Restaurant mit Tischen und Stühlen im Freien unter hohen Bäumen. Ein paar dürftige Ruinen erinnern an die schreckliche Zeit des Sklavenhandels. Mitten im Ort steht die Säule Pelourinho, die auch als Pranger diente. Kirchenreste, Kathedrale und Burg sind stumme Zeugen der Vergangenheit.

Aqua Verde

Wir wandern im trockenen Flußbett der Ribeira Grande flußaufwärts. Bewässerte Zuckerrohr - und Bananenfelder säumen den Weg. Palmen stehen im Talgrund und dahinter ragen die kargen Felsen steil in den Himmel. Dieses Tal war zur Sklavenzeit ein riesiges natürliches Gefängnis.

[Grogueriearbeiter] [Plateau II] [Die Familie der Destille] [Plateau II] Wir kommen zu einer Groguerie und damit erst mal nicht mehr weiter. Wir sollen unbedingt schauen und Bilder machen. Dafür begleitet uns der Chef dann auch unaufgefordert zum Wasserfall, den Sie ohne Führer genausogut finden,da es gar keinen anderen Weg wie das Flußbett gibt.

 
Wir kommen an Frauen und Kindern vorbei, die sich und ihre Kleider im immer mal wieder aufgestauten Rinnsal waschen. Plötzlich stehen wir vor einer steil aufragenden Wand, von der Wasser heruntertröpfelt.

Frauen und Kinder über Kinder. Schließlich kommen noch Kinder vom Berg runtergerannt. Blitzschnell sind wir umringt. Ein ganz besonders geschäftstüchtiger Junge versucht, ob er nicht irgendetwas findet, was er uns andrehen könnte, bis dahin,daß er bereit wäre uns den Rückweg zu zeigen...

Die Szenerie hier am Wasserfall ist toll, aber wir sind nicht bereit gegen Bonbons oder Zigaretten zu fotografieren. Unser Führer versucht uns zwar zu überzeugen, daß die Fotos hier mit Sicherheit einmalig seien, aber wir lassen es bleiben und machen uns wieder auf den Rückweg.

[Im trockenen Flussbett] [bewirtschaftete Felder] [Pause im Schatten]
Ich werde noch eine Runde Pfefferminzbonbons los und Gerhard noch ein paar Zigaretten. Statt Sklavenfalle wird das hier vielleicht mal noch zur Touristenfalle. So ändern sich die Zeiten. Das war jedoch das einzigste Mal im Urlaub wo wir dazu gedrängt wurden etwas zu geben.

Am Strand im Cafe ruhen wir uns aus und genießen mit einheimischen Ausflüglern zusammen den frühen Sonntagnachmittag.

Wir fahren zurück nach Praia, um den Rest des Nachmittags dort am Stadtstrand zu verbringen.

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Santiago: Direkt vor Ort 2003 + folgende Sibylle & Giraldo in Calheta
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Berichte & Bilder 12/99 + 08/00
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Last Update: 27.01.2009  © ReiseTräume Anfrage