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Die Tanz- und Musikrichtungen

Redet jemand über kapverdianischen Musik, dann fallen Begriffe wie Morna, Funana und Coladeira. Sind Experten dabei, dann hören Sie auch noch etwas von Batuk, Zouk und Tabanka.

Funana

Diese rhythmische, überaus lebhafte Tanz- und Musikform stammt ursprünglich von Santiago. Die gaita - Akkordeon wird begleitet von der ferrinho, einem langen Stück Eisen, auf dem man mit einem anderen harten Gegenstand reibt.

Morna - die Sehnsucht

In immer neuen Variation drückt die Musikriechtung der Kapverden vor allem eines aus: Sodade - die Sehnsucht. Uns erinnert Morna stark an den portugiesischen Fado. Als Ursprungsort dieses Stils wird Boavista betrachtet.

Coladeira - die Verführerische

Ob als Tanz, oder als Musik, die Coladeira ist rhythmischer als die Morna. Mit einem afro-latinischen Einfluss.

Batuk - der Tanz der Frauen

Der Batuk ist Sache der Frauen. Von den Kolonialherren verboten, hat trotz der Unterdrückung das Afrikanische in der Abgeschiedenheit der Täler auf Santiago überlebt. Eigentlich ein Klagelied, ist der Batuk voller Kraft und Widerstandsgeist der Frauen erfüllt. Auf Plastiktüten, die sie mit Kleidungsstücken oder Stofffetzen füllen und zwischen ihre Schenkel pressen, schlagen sie die afrikanischen Rhythmen ein. Dazu tanzen andere Frauen und alle schreien sich ihren Kummer aus der Seele. Stimmgewaltig und archaisch, voller Schönheit und Trauer zugleich.

Zouk - das Lebensgefühl der Jugend

Zouk ist die moderne elektronische (komerzielle) Form der Kapverdianischen Musik. Aber nicht nur in den Discos, auch im Aluguer können Sie diese Musik oft hören.

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Last Update: 21.01.2008   © ReiseTräume Anfrage