Stadttouren
Die Stadt wird geprägt durch verschiedene ethnisch-kulturelle, soziale und gesellschaftliche Minderheiten und ihren Vierteln: die Chinesen (Chinatown), gleich nördlich davon die Italiener
(North Beach), die Hispanics Einwanderer
(Mission District) und die Homosexuellen und Lesben
(Castro). Daran haben wir uns im Groben bei unseren Touren orientiert.
(1) Fisherman's Warf - Russian Hill - North Beach - Chinatown
Von Deutschland aus hatten wir ein Hotelzimmer am Union Square gebucht, da wir eh erst um 20Uhr Ortszeit gelandet sind.
Cable Car zu Fisherman's Warf
Gleich am Dienstag Vormittag sind wir losgeschoben - mit guten Wanderschuhen, zum Visitor Center, haben uns den Muni-3-Tage-Paß besorgt und an der Turntable rein in den
Cable Car - an diesem Tag mußten wir gar nicht warten, vielleicht, weil es etwas trübe und regnerisch war. Und schon waren wir auf unserer ersten Stadtfahrt - die Hügel rauf und runter bis zur Fisherman's Warf.
Der Levisladen an der Endstation - nach meinen Unterlagen gegenüber McDonalds - hat Jeans für 20-40$. Bei Bedarf können die aus einem zweiten Laden noch was holen, so habe ich dann genau die richtige Größe/Farbe für mich gefunden.
Auf der Warf
haben wir nichts Originelles oder Typisches gefunden - eher Jahrmarktrummel und viele Menschen. Also sind wir bald rüber zum Ghiradelli Square.
Russian Hill - mit dem Cable Car 21%-Steigung hoch
Mit der Powell-Hyde Linie fuhren wir dann den Berg hoch bis zur Hyde Street (oberhalb der Lombard Street). Die Straße hat hier ein Gefälle von 21%: Ein scharfes Bild, wenn die Straßenbahn hochfährt, im Hintergrund Fisherman's Warf und Alcatraz. Ab hier ging es dann zu Fuß weiter, steil die Lombard Street runter.
North Beach
Sobald wir dann die grün-weiß-rote Markierung an den Laternenmasten sahen, wußten wir: Little Italy. Bei Gino & Carlo (Green St. / Ecke Grand/Stockton) sind wir dann gemütlich gesessen und haben uns vom Barkeeper Tips geben lassen.
China Town
Wird sind dann die Stockton Street weiter hoch und die Szenerie hat sich schlagartig verändert: Überall nach innen offene Lebensmittelläden (Fisch, Obst, Gemüse), mit vielen Auslage auf den Gehsteigen, ein Gewusel sondergleichen - wie am Samstag auf dem Ravensburger Wochenmarkt so ab 10 Uhr. Nur - hier waren wir eindeutig die Ausländer, die Straßen und Geschäfte waren fest in chinesischer Hand.
Am Mittwoch abend waren wir hier in einem total witzigen Restaurant zum Essen. Knapp 2 Fenster breit, aber drei Stockwerke hoch - Im Erdgeschoß war die Küche, das Essen wurde in einem Handaufzug nach oben transportiert - oben mußten wir dann unsere Bestellung auf Papier aufschreiben - der Kellner hat sie dann auf chinesisch übersetzt und an der Schnur in die Küche weitergereicht.
(2) Twin Peaks - Castro
Auch am zweiten Tag haben wir unsern Muni-Paß weidlich ausgenutzt.
Twin Peaks - der Aussichtspunkt
Mit der U-Bahn sind wir bis Castro, haben dort erst einmal unser zweites Frühstück genommen gegenüber dem Castro Filmtheater und sind dann mit dem Bus bis knapp unterhalb der Twin Peaks gefahren.
Von oben aus hat man eine herrliche Sicht auf die Stadt.
Leider hat es leicht genieselt.
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| bis Alcatraz |
Schön die Market Street entlang bis zu den Hochhäusern des Financial Districts. |
bis weit über den Mission District hinaus |
Castro Street
Schon auf der Busfahrt zu den Twin Peaks kamen wir immer wieder an den Painted Ladies (viktorianischen Holzhäusern mit ihren farbenprächtig angemalten Erkern und Simsen) vorbei. Dieses Flair setzt sich in den zahlreichen Bars, Cafés und Kuriositätenläden zwischen der 17th und 19th Street fort.
Aber: Kaum waren wir wieder in Castro zurück, hat es angefangen zu schütten - also rein in die nächste Kneipe. Die nächsten Stunden haben wir bei Dauerregen, Bier und dem Geschehen um uns herum gut verbracht.
Auf dem Rückweg sind wir dann beim AAA vorbei, um Tourbooks und Straßenkarten zu besorgen.
(3a) Mission District - das Einwanderer Barrio
Viele Mexikaner, aber auch viele Latinos aus Mittelamerika und Vietnamesen - halt die zuletzt eingewanderten Nationalitäten - bestimmen das Bild im Mission District. Zwischen 18-ter und 24-ster Straße gibt es am meisten zu sehen. Weiter Richtung Market-Street war's dann öde.
Unter den vielen Wandmalereien waren das Women's Building

(nördlich, ca. 21th Street ??) mit seinen Symbolen und Aussagekraft wirklich am beeindruckendsten. An der einen Hausseite aus mehreren Einzelszenen und Einzelbildern zusammengesetzt, während die Eingangsseite nicht so viel Fläche für die Bilder bietet. Sie können auf dem Bild rechts die einzelnen Elemente (in besserer Qualität) heranzoomen.
(3b) Golden Gate & Spaziergang zurück
Wir hatten Glück - am Donnerstag Nachmittag hat der Himmel aufgemacht - der Nebel Richtung
Golden Gate schien verschwunden, also wir rein in den Bus Nr. 30 - in Marina an der Chestnut Street umgestiegen in den 29 und mit viel Gekurke raus zur Brücke, die am 27.März 1937 erstmals für Fußgänger eröffnet wurde.
Zurück sind wir dann zu Fuß. Runter zum Fort Point und ca. 3 km an der unbefestigten Strandpromenade entlang zurück nach Marina. Wir hatten die ganze Zeit Sonne, aber über der Brücke kroch der Nebel schon wieder in die Berge auf der anderen Seite.
Am Ghiradelli Square wollten wir dann nochmals mit dem Cable-Car fahren. Aber am Donnerstag warteten schon Hunderte in langen Schlangen an der Endstation, so daß wir es vorgezogen haben, mit dem Bus wieder zurückzufahren.
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