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Monument Valley, Hopi
Hubble, Canyon de Chelly


Wir sind ins Monument Valley geritten, haben dort übernachtet. Am nächsten Tag sind wir über die Mesas der Hopis gefahren zum Canyon de Chelly. Nach der Hubbell Trading Post haben wir am dritten Tag gegen Abend das Navajoland wieder verlassen.


Navajo Nation Siegel Der nordwestliche Teil Arizonas, zwischen Grand Canyon und IS40, und hinein nach Utah bis zum San Juan River und über die Grenzen nach New Mexiko hinein steht unter Verwaltung der Navajo Nation. (Siehe Karte The Navajo Nation Map) Geprägt von Felsen und Hochplateaus ist es ein sehr karges, sehr trockenes Land, das zu 55% aus Wüste und zu weiteren 37% aus Steppe besteht, in das die Navajos vertrieben wurden. Ironie der Geschichte: Mit den Erlösen aus Bodenschätzen, die dann später gefunden wurden (Öl, ab den frühen 20-igern, sowie Kohle und Uran) finanzieren die Navajos heute z.T. ihre eigene Verwaltung.


Monument Valley
Navajo Tribal Park ****

Die Kinokulissen des Monument Valley mit ihren 110 bis 300 Meter hohen Felsen und Felsentürme stehen unter direkter Verwaltung der Navajos.

Zu Pferd mit Übernachtung*****

Durch einen Tip in der Urlaub.ger, wußten wir schon, was wir machen wollten: Zu Pferd ins Tal und übernachten; dafür haben wir extra Schlafsack und Isomatte mitgeschleppt. Kurz vor Sonnenuntergang - vom Essensplatz aus (301 x 201 - 9,4 KB - jpg)

Für uns die beeindruckendste Unternehmung auf der Reise

Um 16 Uhr sind wir ca. zu 25 losgeritten, die geübten Reiter sind bald im Galopp ab einer anderen Strecke auf und davon. Wir Restlichen sind dann im Schritt, Trab ( da sollte man einigermaßen Reiten können !) und langsamen Galopp so um 19 Uhr an unserem Übernachtungsplatz angekommen. Mit Jeeps sind wir dann zu unserem Eßplatz gefahren und nach dem hervorragenden Abendessen (vorbereitet von den Frauen) haben 4 Schulkinder noch indianische Lieder gesungen.
.Wir beide haben dann unter freiem Himmel übernachtet haben. Ab 11 Uhr hat dann der Himmel aufgeklart: Der Sternenhimmel war atemberaubend, leider ist der Vollmond erst um 3 untergegangen. Am nächsten Morgen sind wir dann in 1 1/2 Stunden wieder zurück. Endlich wieder runter vom Pferd (300 x 194 - 16,1 KB - jpg)
. Der Ritt kam nur zustande, weil wir uns zwei organisierten Gruppen (Van-Tours) anschließen konnten. Die Homeland Horse Tours (hier arbeiten mehrere Familie mit) hatten ihre Pferde kurz vor der Zahlstelle, und waren mit 80$ um 20$ billiger als die Anbieter am Visitor-Center. Das Gepäck wurde mit dem Jeep herangefahren. Die Pferde sind zum größten Teil lammfromm und kennen den Weg eh, so daß auch ein ungeübter Reiter die Tour machen kann. Wer den Ritt wirklich plant, sollte am besten vorher ein paar Reitstunden nehmen - Hintern und Schenkeln danken es - und man kann sich mehr auf die Landschaft konzentrieren.
. Es sind auch kürzere Ausritte ins Tal möglich - aber dann sollte man wirklich gut reiten können.

Jeep-Tour

Von den beiden Gruppen sind etliche Teilnehmer mit dem Jeep zum Übernachten ins Tal gefahren. Die sind wirklich sehr weit im Tal herumgekommen, mit einem Hawaiianer, der für die Navajos arbeitet. Sicherlich eine Alternative.

Mit dem eigenen Auto

Die für Selbstfahrer erlaubte Route ist eine 25 km lange, holprige Sandpiste mit insgesamt elf Haltepunkten. Einen halben Tag sollte man dafür schon einplanen.

Bemerkungen

  • Die beste Besichtigungszeit für das Monument Valley ist entweder früh am Morgen, oder am Nachmittag - wie fast überall im Südwesten. Ansonsten verwischen die Konturen und es fehlen die Farben.
  • Der beste Platz für den Sonnenuntergang ist der Parkplatz vor dem Visitor-Center, da die Piste schon ab 17 Uhr geschlossen ist.
  • Übernachtungen in Kayenta/AZ , 40km oder Mexican Hat/UT, 30 km (Reservierung erforderlich).
  • Wir haben die Wartezeit bis zum Ausritt für einen Ausflug nach Mexican Hat genutzt und im San Juan Inn (HW 163/San Juan River) hervorragend und preiswert zu Mittag gegessen.
  • In einem Laden gleich am Abzweig zum Park gibt es Fried Bread (in der Pfanne gebackene Sauerteigfladen). Ein nahrhaftes Frühstück nach dem Ausritt.

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Navajo National Monument -

Das größte prähistorische Pueblo in Arizona Keet Steel dürfen am Tag nur 20 Personen besichtigen. Zu Fuß braucht man einen ganzen Tag.
.Die Betatakin Ruinen, ein gut erhaltenes Anasazi Ruinendorf unter einem Felsüberhang, können nur mit Führungen besichtigt werden. Sie dauern ungefähr 5 Stunden und dabei sind sehr viele Höhenmeter zu überwinden (Ich habe eine Zahl von 2.400, aber die scheint mir wirklich falsch zu sein). Auch diese Tour ist auf 20 Personen limitiert. (Anasazi: Die Alten in der Navajosprache)
.Wir sind nur die 1 Meile Sandal Trial (geteert) bis zum Aussichtspunkt über den Canyon auf die Betatakin Ruinen (mindestens 1 Kilometer Luftlinie entfernt) spaziert.

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Hopi *

Nach einer Fahrt durch Einöde aus Sand und Steinen kamen wir zu den Mesas der Hopis inmitten der Navajoreservation: noch ärmer als die Umgebung. Hier haben sich die Hopis Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts vor den Spaniern zurückgezogen, weil sich die Hochflächen besser verteidigen ließen.
. Die Hopis sind kulturell verwandt mit den Pueblo Indianern von Nordmexiko. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn leben Sie in Dörfern. Das sind baumlose, sonnenverbrannte, staubige und irgendwie "gottverlassene" Orte.
.Sie schotten sich gezielt gegen die "zivilisatorischen" Einflüsse ihrer Umwelt ab. Auf der First Mesa kann man das alte Walpi mit Führer besichtigen. Wir haben auf der Reise viele Bilder gemacht, aber hier geniert man sich, den Photo rauszuholen. Ist eh verboten.
.Auf der Second Mesa befindet sich das Hopi Kulturzentrum, u.a. mit einem Museum mit kunsthandwerklichen Produkten, alten Bildern (ca. 1920) von Hopis und historischen Relikten.
. Große Bedeutung bei den Hopis haben ihre alten religiösen Zeremonien. Wenn Ende Mai die Fruchtbarkeitsriten beendet sind, sind z.T. auch Touristen bei den Tänzen zugelassen.
.Ansonsten leben die Hopis sehr abgeschieden und für Touristen nicht zugänglich.

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Canyon de Chelly
National Monument ***

White House Ruin (200 x 302 - 9,9 KB - jpg) Es sind eigentlich zwei Canyons. Diese Canyons kann man sich vorstellen als ein ca. 100-200m tiefes, in die Ebene eingeschnittenes, sich in vielen Flußwindungen drehendes Tal, oft mit senkrecht abfallenden Wänden (vor allem in den Kehren), am Grund oft topfeben. Das Tal wird zum Teil noch von Navajos bewirtschaftet und ist außer am White House Trial nur mit Führer oder gemieteten Jeep etc. zugänglich.

South Rim Drive - Canyon de Chelly

An den Aussichtspunkten des Südrandes gibt es nicht soviel zu sehen. Lohnen tut sich jedoch der Abstieg in den Canyon (ca. 150 Höhenmeter in der prallen Sonne), vorbei an einer Navajo Farm zur White House Ruinensiedlung. Die 30 km bis zum Spider Rock haben wir uns gespart, weil wir lieber noch auf der Nordseite entlang wollten.

North Rim Drive - Canyon del Muerto

Die Route auf der Nordseite bietet sehr schöne Aussichtspunkte in das Tal, meist auf Anasazi Ruinen und Erläuterungen auf Tafeln.

Tip

  • Für den White House Trial Wasser mitnehmen
  • Chinle kann zum Übernachten schnell sehr teuer werden (nur Holiday Inn / Best Western / Lodge), wie wir leider feststellen mußten.

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Hubbell Trading Post National Historic Site **

Eine der ältesten ununterbrochen arbeitenden Handelsposten im Navajogebiet ist zur Hälfte noch ein funktionierender Laden, der auch noch die Umgebung versorgen soll - echt witzig. In den anderen Räumen werden heutzutage Schmuck, Teppiche und anderes Kunsthandwerk verkauft.

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Krimis aus dem Indianerland

Bei rororo sind von Toni Hillermann etliche Krimis mit den Navajo Tribal Police Polizisten Joe Leaphorn und Jim Chee erschienen. Handelt viel von den Mythen & Riten der Indianer im Südwesten.
. Tony Hillerman, Jahrgang 1925, wuchs auf einer Farm in Oklahoma auf und besuchte acht Jahre als Tagesschüler ein Internat für Indianer. "Ich war ein Ein-Mann-Minderheitenproblem", sagte er, "und ich weiß seit dem, wie es Angehörigen einer rassischen Minderheit zumute ist". Er war als Reporter und Journalist tätig, ehe er 22 Jahre Vorlesungen über Literatur und Ethik an der University of New Mexiko hielt. Er lebt mit seiner Frau in Albuquerque.


Start Route S.F. CA-Gold CA-Wüste UT GC-Nord Navajo AZ CA-Pazifik Tips
Samstag, 15. April 2000   © Gerhard Schellmann
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