USA Mittelmeer Kontakt Unser Archiv

[ ]USA Südwesten[ ]
Quer durch Arizona & Kalifornien
zum Pazifik


Nachdem wir das Navajogebiet verlassen hatten sind wir quer durch Arizona und Kalifornien Richtung Pazifikküste gefahren. Zuerst vom Petrified Forest nach Sedona. Dann weiter über die Route 66 und am dritten Tag auf der IS40 mit Rast bei Peggy Sue's 50's an Los Angeles vorbei an die Pazifikküste.


Petrified Forest National Park ***

Er besteht aus mehreren Teilparks, die vom versteinertem Holz über die Blue Mesa und dem Crystal Forest bis zur Painted Desert reichen - unterschiedlichste Wüstenlandschaften.

Versteinertes Holz

Das vor vielen Millionen Jahren im siliziumhaltigen, vulkanischen Schlamm versunkene Holz ist im Lauf der Zeit zu Quarz petrifiziert. Durch Mineralien eingefärbt, wirken die Versteinerungen wirklich wie liegengebliebene Stämme.
.Durch das Rainbow Forest Museum hindurch gelangt man in ein kleineres umzäuntes Areal, Giant Logs Trial genannt. Hier befindet sich noch die größte Sammlung an Versteinerungen wie der 10,6m lange 'Old Faithful'.
.Zu dem rekonstruierten Anasazi Pueblo Agathe House darf inzwischen nur noch gegangen werden, wenn der Rangerposten dort besetzt ist (von 12-15Uhr).

Das Irreale Farbenspiel der Blue Mesa *****

Schattige Mondlandschaft der Blue Mesa (262 x 200 - 14 KB - jpg) Der Abstecher zu den Badlands der Blue Mesa bietet ein besonderes Farbenschauspiel. Von dem letzten Aussichtspunkt hat man einen weiten Blick in die Ebene und das Schattenspiel der blaugrauen und roten Farbtöne: Sie wechseln so zwischen hell und dunkel, daß ich ein paar mal am Himmel die Wolken suchte, die Teile der Badlands verdunkelten - aber es waren gar keine da.
.Neben den Aussichtspunkten auf der Mesa gibt es noch einen 1 1/2km langen Fußweg runter in die Hügel aus weichem, porösen Ton. Painted Desert (300 x 200 - 14,4 KB - jpg)
.Weitere Bilder: Blick von der Blue Mesa ins Hinterland (300 x 200 - 11,5 KB - jpg) - Entlang der Blue Mesa (300 x 200 - 20 KB - jpg) - Und noch mal von der Blue Mesa runter (300 x 200 - 19,5 KB - jpg)

Painted Dessert ***

Ein ganz anderes Farbenspiel bietet dann der Blick in die Painted Dessert mit ihrem Rot, Orange und Rosa weit ins Navajoland hinein.

Bemerkungen

  • Ab Ende Mai ist im südlichen Arizona schon wieder Nachsaison, wegen der Hitze. In Holbrook gibt es eine ganze Menge Motels, z.B. M6 mit großem Innenhof mit Pool für 30$. Downtown ging es bei 19$ los.
  • In Holbrook gibt es mehrere große Läden, die Petrified Wood in allen Größen zu Buchständern, Tischplatten etc. verarbeiten. (Angeblich aus anderen Gegenden importiert.) Optimal zum Anschauen. ***

Links


Über Sedona, Jerome und Prescott Richtung Seligman

Die Interstate Richtung Flagstaff ist fast immer topfeben und eignet sich gut, um Kilometer zu fressen.

Winslow

Sehr gut bestückt ist das Arizona Tourist Office, direkt an der IS40, an der Ausfahrt zu den Motels, dort, wo 2 alte Santa Fe Loks mitten in der Wiese stehen. (Ausfahrt runter, rechts, rechts). Wir waren die Einzigen drin und die Frau hat sich gefreut, daß sie mal jemand zum Schwatzen hat.

Sedona **

Die 89A South bis Sedona ist ein großer Gegensatz zur vorherigen Strecke. Durch dichten Wald geht es in vielen Serpentinen hinunter in den Oak Creek Canyon, entlang am Creek, der sich zu einem Fluß auswächst in die Künstler- und Esoterikerstadt mit den roten Felsen.

Bemerkungen

  • Ein sehr interessantes Beispiel, daß man allein mit Architektur und ohne viel Pomp innen drin eine sehr wirkungsvolle Kirche bauen kann, ist die Chapel of the Holy Cross.
  • Die uns von der alten Dame des Star Motels gegebene Empfehlung war gut: Hervorragend und sehr preiswert italienisch essen kann man auf der Terrasse des Café Hideaway.

Jerome **

Die ehemalige Ghost Town Jerome wurde vor allem von Künstlern wieder entdeckt und bewohnt. Es bietet sich an, eine kleine Pause zu machen und ein bißchen durch das Örtchen zu bummeln.

Links


Route 66 *****

Aus der Geschichte

Schon mit dem kalifornischen Goldrausch hatte sich herausgestellt, daß ungefähr auf Höhe des 35. Breitengrades eine gute Ost-West-Verbindung bestand - oft in Anlehnung an jahrhundertealte Indianerpfade. 1914 wurde die National Old Trial Highway, der Vorgänger der 66 fertiggestellt.
.1926 wurde die Verbindung offiziell zum US Highway 66. Damals waren nur 1.300 der 3.600 km geteert. Als sich in den 30-igern Tausende wegen der großen Dürre in den Great Plains Staaten nach Kalifornien aufmachten, führte ihr Weg über die Route 66. Nach dem 2. Weltkrieg zog nochmals eine Karawane über die 66 in den Südwesten und nach Kalifornien.

Die längste übrig gebliebene Teilstrecke

In den 50-igern begann man in den USA mit dem Bau der Interstates. Die Route 66 wurde dabei in weiten Teilen durch die IS40 ersetzt. Nach der Fertigstellung der Interstate 40 Ende der 70-iger ging der Verkehr an Seligman vorbei. Auf Initiative der Einwohner wurde 1988 die Strecke zwischen Seligman und Topock (längster noch erhaltener Teil der alten 66) vom Staat Arizona zur Historic Route erklärt.
ROUTE 66 Seligman nach Needles: Streckenverlauf

Von Seligman ***** nach Kingmann

Im Snow Cab Drive-In (300 x 200 - 15,1 KB - jpg) In Seligman gibt es ein ganze Gruppe von Einwohnern, deren Beschäftigung hauptsächlich darin besteht, sich einen Spaß mit den Touristen zu machen - aber unaufdringlich.
.Snow Cap Drive-In ***** der kleine Imbißstand gleich am Ortseingang, ist wirklich ein Traum. Und die zwei Verkäufer drinnen ziehen die Schau ab. (Meine Frau wollte zum Beispiel ein kleines Cola - nun, 0,2 cl, das ist doch klein, oder? )
.Weitere MUSS sind Angel's Barber Shop sowie Pope's General Store
.Und wer noch nie einen Travellerscheck mit seinem Daumen quittiert hat, muß nur am westlichen Ortsende neben dem mit einer Westernfassade verkleideten OK Saloon tanken.
.Weitere Bilder: Das WC - 2 (200 x 300 - 21,4 KB - jpg) - Das Snow Cab (300 x 200 - 21,6 KB - jpg) - Das Örtchen - Air Condition, TV and Radio (300 x 200 - 20,9 KB - jpg) - Moonshine (200 x 300 - 18,6 KB - jpg)
. Kurz nach Seligman führt die Strecke dann weiter als das Auge reicht fast topfeben und schnurgeradeaus durch das Große Basin. Ab den Grand Canyon Caves wird die Strecke wieder kurviger. Über mehrere Ebenen und durch Felsentäler geht es weiter ins geschäftige Kingmann.

Über Oatman *** nach Topock/Needles

Hinter Kingmann wird die Strecke noch urtümlicher und orginaler. Aus der Wüste kommend windet sich ein schmales Landsträßchen in Serpentinen durch die Black Mountains hoch zum Sitegreaves Paß. Fast unvorstellbar, daß dies mal eine Hauptverkehrsader war.
.Oatman in den Black Mountains war früher der letzte Stop vor der gefährlichen Durchquerung der kalifornischen Mojave Wüste und bis Mitte der 40-iger wurde hier viel Gold geschürft. Heute dürfte der Ort hauptsächlich von Touristen leben (historisches Outfit, Gunfights am Wochenende etc.) - ganz nett. Die wilden Esel, die angeblich durch die Straßen streunen, haben wir (aber nicht ?) gesehen.

Links

  • ROUTE 66
    Die 66 Homepage aus Belgien mit einer vollständigen Übersicht


Durch die Mojave Wüste an die Pazifikküste

Nach Needles, ging es am nächsten Tag Stunde um Stunde langweilig auf der IS40 durch die Mojavewüste. An diesem Tag waren wir wirklich um die Klimaanlage froh: draußen hatte es schon 40°C.

Peggy Sue *****

In Baker (IS40 kurz vor Barstow, bzw IS15 Ausfahrt nach Calico Ghost Town) machten wir Rast bei Peggy Sue's, dem 50er-Jahre Restaurant, Cafe, Bistro, Kneipe.
.Dort gibt's geniale Burger (mit Messer und Gabel zum selber fertig bauen), Swirl fries (gedrillte Pommes) und selbst gemixtes Vanilla, Cherry und Chocolate Coke. Der ganze Laden ist mit Accessoires aus den 50igern dekoriert, eine echte Wurlitzer spielt etc. und richtig gemütlich ist es dort!
Der hell angestrichene Bau mit dem farbigen 50's Torbogen ist nicht zu verfehlen in dem Mini Kaff.
Jetzt weiß ich endlich, daß nicht jeder Burger so kotzig wie ein Big Mac schmecken muß.

Calico Ghost Town -

Dazu fällt mir nur Eduard Zimmermann ein: Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Ein Abzockrummel fur 10$ Parkgebühr. Da ist Oatman um etliches besser.
Andere Erfahrungen hat Ralf bei seinen Besuchen gemacht

Fruchtbare Kalifornische Küste

Nach Barstow fuhren wir ein Stück auf der IS15, weiter über Victorville und Palmdale an Los Angeles vorbei bis nach St. Barbara. Schon vor Ventura (HW126) hat sich die Landschaft erheblich verändert: Viel Grün, die Täler landwirtschaftlich genutzt, an der Straße Obststände - wir hatten endgültig die Hochebenen und Wüsten verlassen.

St. Barbara

Wir waren von der langen Fahrerei die letzten zwei Tage ziemlich müde, den Trubel größerer Städte nicht mehr gewohnt. So haben wir in St.Barbara nur übernachtet und wenig gesehen.


Start Route S.F. CA-Gold CA-Wüste UT GC-Nord Navajo AZ CA-Pazifik Tips
Samstag, 15. April 2000   © Gerhard Schellmann

"-->