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Antebellum Herrlichkeit in Natchez, müde Provinznester, der große breite Fluß, riesige Felder mit Reis, Mais, Sojabohnen und Baumwolle. Das ländlich schöne Mississippi ist heute der ärmste Staat der USA. Unser Reiseführer: Nirgendwo ist der Süden noch tiefer als hier, irgendwie scheint alles so wie früher ..., man sagt, daß hier schon ein Gespräch doppelt so lange dauert wie im Norden.
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Natchez Trace ParkwayAm übernächsten Morgen setzten wir unsere Reise entlang des Natchez Trace fort. Der Natchez Trace, einstmals der gefährlichste Weg Nordamerikas, ist heute ein landschaftlich schöner Parkway, auf dem wir gemütlich Richtung Jackson fuhren. Die Strecke, auf der keine LKW's fahren dürfen, führt durch ein waldreiches Gebiet, das bisweilen wie eine Dschungellandschaft wirkt. Ursache ist eine efeuartige Pflanze, die einst eingeführt wurde, um die Bodenerosion zu stoppen, die aber bald 'verwilderte' und heute wie ein Mantel Bäume erwürgt und Ruinen bedeckt. Durch die Hauptstadt Jackson hindurch ging es weiter Richtung Philadelphia.
Über Philadelphia an die GolfküsteNach einem Besuch in der Choctaw Reservation ging es dann auf der S15 viele Meilen durch weites, weites Land und dann über die S57 runter nach Moss Point an der Golfküste. Hier fuhren wir die Küste entlang auf der US90 weiter nach Biloxi / Gulfport, die praktische zu einer Stadt zusammengewachsen sind. Zum Abschluß unserer Reise durch den alten Süden tauchten wir nochmals ganz tief in die Geschichte ein und besuchten die letzte Wohnstätte von Jefferson Davis, dem Präsidenten der Südstaaten. Der weitläufige Besitz mit dem alten Landhaus Beauvoir ist heute ein Museum, aber zugleich auch Wallfahrtsort für viele Südstaatler, die in ihren Herzen wohl noch immer Konföderierte sind: CD's und Casetten, Fahnen, Schriften von J. Davis und vieles mehr über den alten Süden kann man im Museumsshop erstehen. Viele gingen hier reichbepackt wieder raus.
An diesem Abend gingen wir nicht mehr im Hafen von Biloxi auf die schwimmenden Casinos, die zunehmend mehr werden. Auch die sehr nette, autofreie Altstadt von Biloxi haben wir nicht mehr besucht. Wir genossen lieber den Sonnenuntergang an der Golfküste, am 40 km langen, künstlich aufgeschütteten, weißen Sandstrand.
Am nächsten Morgen machten wir dann eine Besichtigungstour zum Hafen von Biloxi, dem Haupthafen für die Krabbenfischer, und dann weiter in den Gulfporthafen, auf dem am laufenden Band Bananencontainer vom Schiff auf Trucks verladen werden.
Wer stärker an der Krabbenfischerei interessiert ist, kann hier Shrimpstouren buchen oder auch Ausflugs- und Badefahrten zu den vorgelagerten Inseln machen. Wir begnügten uns mit einer großen Portion Shrimps und weiter gings Richtung New Orleans, zurück zur Königin des Südens.
John C. Stennis Space CenterDie NASA unterhält hier an der Golfküste ein Raumfahrttestgelände. Wir werden in Bussen durch das Space Shuttle Gelände geführt und konnten anschließend im Visitor Center Erinnerungstücke an den Mondflug von Apollo IV besichtigen. Die Menschheit ist dazu geboren, zu forschen und wir Amerikaner sind dazu geboren, die Menschheit darin anzuführen, dieser große Ausspruch von G. Bush war das Leitmotiv der Ausstellung. Auf dem Gelände sind auch noch verschiedene Laboratorien von Staat und Universität, das ozeanographische Büro der Marine sowie das Mississippi Armeemunitionsdepot untergebracht. - Die Führung war ganz interessant.
Mit dem Auto aufs offene MeerDer wirklich krönenden Abschluß unserer Reise war Fahrt über auf dem Pontchartrain Causeway. Mit 24 Meilen Länge soll es die längste Brücke der Welt sein. Wenn man die Hälfte der Strecke hinter sich hat, sieht man ringsum kein Ufer mehr und wir hatten das Gefühl, auf einem breiten Highway hinaus aufs offenen Meer zu fahren.
Unverhoffter Stopp: New YorkDurch erhebliche Verspätung beim Abflug in New Orelans verpassten wir unseren New Yorker Anschlußflug und konnten so auf Kosten von American Airlines übernachten und am nächsten Morgen noch einen guten halben Tag in der New Yorker City verbringen. Vom World Trade Center hatten wir einen gigantischen Blick über die Stadt und den Hudson River. Wirklich ein gelungener Abschluß unserer Reise |