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Zugfahrt entlang der KüsteDie Metro de Sahel verbindet Sousse mit Mahdia. Erwachsene bezahlen für eine Rückfahrkarte ca. 7 DM. Kinder ca. 5 DMZunächst bestimmen Olivenbäume und Müll das Landschaftsbild. Zitat Nicolas: "Die sollten mal aufräumen lernen, das sieht ja schlimmer aus als in meinem Zimmer." Da er hier stets der Meinung ist, es sei aufgeräumt, gibt diese Aussage ungefähr ein Bild des Zustandes hier. Dazwischen blühende Kakteen, Palmen, Agaven und Autowracks. Ab Monastir verändern sich auch die Zugfahrgäste. Überwiegend Männer sind unterwegs, von Jeans über Anzug bis zu Mantel und Fes. Ab Bujafar - Fatma wird der Müll weniger. Die riesigen Olivenbaumhaine wirken gepflegt. Überall werden neue Häuser gebaut. So manches ältere Haus bekommt ein zweites Stockwerk. Schöne Balkone, verzierte Fenster und Kacheln um die Türen. Immer mehr Einheimische steigen ein und im Zug dudelt leise tunesische Musik. Neben uns gesellt sich die alte Frau mit dem bemalten Gesicht und dem Frottee - Badetuch um den Kopf geschlungen. Gegenüber sitzt die Frau mit dem beigen Ganzkörpertuch. Sie hält es mit dem Mund fest, damit sie die Hände frei hat. Dabei entsteht das Bild, die Frau wäre zahnlos. Überwiegend die älteren Frauen hüllen sich noch mit diesen Tüchern ein. Die jüngeren Frauen und Mädchen sind zunehmend europäisch gekleidet. Je tiefer Sie allerdings in den Süden von Tunesien kommen, desto mehr verhüllte Frauen sehen sie noch. Es gibt beige, rote und schwarze Tücher. Die Farbe hängt mit dem Ort zusammen, hat eher den Charakter einer Tracht. Ab Moknine säumen Gewächshäuser und Felder die Zugstrecke. Nach über 2 Stunden Fahrt sind wir in Mahdia angekommen. |
MahdiaDie Stadt ist noch nicht so touristisch überlaufen wie z.B. Sousse. Am langen wunderschönen Sandstrand im Norden erstreckt sich die Hotelzone mit einem noch begrenzten Angebot an zum Teil recht noblen Hotels mit wahren Poollandschaften.Nicolas war am Staunen. Hier konnte man sogar im seichten Wasser sein Getränk an der Poolbar zu sich nehmen und innen drin sah es fast wie im Märchen aus. Was wir als grenzwertig zwischen Nobelhotel und Kitsch einstuften beeindruckte ihn maßlos. Die Metro de Sahel hat eine Haltestelle in der Zone touristique. Kleine Stadtbesichtigung
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| Mahdia besitzt einen großen Fischereihafen. Unbedingt in den Markthallen die Fischabteilung anschauen. Danach durch das mächtige dustere Stadttor in die beschauliche Altstadt gehen. Am Place de Caire unter schattigen Bäumen in dem stimmungsvollen Cafe ohne Namen etwas trinken und den Männern beim Rauchen der Wasserpfeife zuschauen. Weiter durch die engen Gassen der Medina bummeln. Die Türen bestaunen und in die kleinen Teppichwebereien hinein schauen. |
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Wir sind noch zum türkischen Fort gegangen, das aber leider Mittagspause hatte. Öffnungszeiten 9:00-13:00 und 15:00-18:00 Uhr.
FriedhofDa nach dem Tod jeder, egal ob im Leben arm oder reich gleich ist, sind auch die Gräber alle gleich schlicht. Die Toten sind direkt in der Erde begraben. Das Grab ist durch einen kleinen Betonkasten, der in der Mitte hohl ist gekennzeichnet.
Erst das Versprechen im Cafe Sidi Salem eine Cola zu bekommen und anschließend an den Strand zu gehen bewegte ihn dazu wieder aufzustehen. Das Cafe liegt zwischen dem Fort und dem Hafen auf einem Felsen am Meer und sieht recht einladend aus. Der Blick übers Meer war schön, der Kellner jedoch sehr unfreundlich. Es wirkte so, als ob es ihm gar nicht recht war, uns Frauen bedienen zu müssen. |
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Mittwoch, 12. Juli 2000
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