USA Mittelmeer WeltWeit Kontakt home

TunesienTunesien Bustour[]
Unterwegs nach Gabes

Metzgereien

An der Straße befinden sich Metzgereien für Kamele oder Lämmer. Draußen angebunden zeigen sie dem Vorbeifahrenden, daß sie bald geschlachtet werden und somit frisch zum Verkauf stehen. Das Schlachten wird ebenfalls direkt am Straßenrand erledigt. Der Tunesier ist beim Kauf von Lamm und /oder Kamelfleisch sehr eigen. Er will wissen, wann das Tier geschlachtet wurde. Gefroren oder gekühlt eingekauft verliert das Fleisch an Geschmack. Man weiß zwar wie lange es haltbar ist, aber nicht woher es stammt und wie es geschlachtet wurde. Beim Kalb oder Rindfleisch ist es egal.

Die Reisenden sind empört, wie kann man nur, das arme Kamel. Ob sie sich beim Genuß des deutschen Schweins das auch fragen, bleibt offen.

Sfax - Phosphat- und Erdöl

Sfax ist die wohl reichste Stadt von Tunesien. Dies ist auf der Stadtrundfahrt an den Villen und herrschaftlichen Häusern vorbei gut zu erkennen. Palmen, Kakteen und Bougainvilleen in den Straßen und Gärten rund um die Häuser.

In der Medina wurden übrigens die mittelalterlichen Marktszenen des englischen Patienten gedreht.

Leider ist das Meer rund um die Stadt so verschmutzt, daß die Sfaxianer rund 30 km in den Süden fahren müssen, um etwas sauberes Wasser und saubere Strände zu finden. Die Bewohner haben sich fürs Geld verdienen statt schwimmen gehen können entschieden. Große Phosphat- und Chemiewerke sind für die Verschmutzung zuständig. Das Phosphat wird mit dem Zug hergebracht und in den Werken dann gewaschen.

Tunesien ist der 3. größte Hersteller von Phosphat, wie wir von unserem eifrigen Tunesienspezialisten Anis erfahren.

Früher war Sfax der Exporthafen der Römer für Olivenöl -seife -parfüm und -holz gewesen. Heute wird außer Phosphat hier auch Erdöl exportiert.

Erdöl

Jährlich verkauft Tunesien 5 Mio. Tonnen unraffiniertes Erdöl an Italien, UK und die USA. Diese sehr gute Qualität wird auf dem internationalen Markt gut bezahlt und bringt Devisen. Eingekauft wird das im eigenen Land benötigte Benzin dann in Algerien, was insgesamt trotzdem lukrativ ist.

Obstverkauf an der Straße

Das Obst kommt nicht vom Erzeuger, wie es den Anschein macht. Hier gibt es nämlich nur Olivenbäume. Die Leute kaufen das Obst auf dem Markt, um es dann an der Straße an die Reisenden zu verkaufen. Um hier im Staub der Straße noch ein paar Dinar verdienen zu können, müssen sie es natürlich teurer verkaufen.

Oliven

Die Olivenbäume an denen wir jetzt vorbeifahren sind von 1950 - 60 und bringen eine recht gute Qualität von Oliven. Die Bäume und ihre Abstände zueinander sind größer als in der Gegend um Sousse. Sie können so vom Regen besser bewässert werden. In Sousse betragen die Abstände nur 5-10 m, da dort eine größere Niederschlagsmenge ist. Wer an Olivenbäumen, die übrigens bis 1000 Jahre alt werden können, in ihrer Unterschiedlichkeit und Ertrag interessiert ist kann hier sicher reichliche Studien betreiben.

Die Meeroase Gabes

Wir fahren weiter auf dem GB 1

Das Land wird steppenartiger. Die Olivenbäume verschwinden zunehmend. Die Landschaft wird öde und karg, wir kommen nach Südtunesien. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt nur noch bei 150 mm / Jahr. Wir erreichen Gabes.

Die moderne Universitätsstadt ist das Industrie - und Handelszentrum von Südtunesien. Von der Stadt sehen wir wenig. Auf einer kleinen Brücke überqueren wir das verschmutzte Rinnsal des Qued Gabes und sind schnell wieder aus der Oase draußen.

Die Oase Gabes ist die zugänglichste aller Strandoasen. Das Meer ist allerdings recht verschmutzt und eignet sich nicht für einen Badeaufenthalt.

Von Gabes werden keine Datteln exportiert. Sie sind eher gelb und haben keine so gute Qualität. Was hier besser wächst sind die Granatäpfel. Vor allem aber ist Gabes durch das hier hergestellte Henna bekannt geworden. Um die Hochzeitsnächte zu vervollkommnen ist es eine wichtige Voraussetzung. Jetzt auch bei uns in Mode gekommen, sich nicht nur die Haare damit zu färben, sondern Tatoos damit zu fabrizieren.

[]
Start
Sousse Die Stadt  Shopping  Verkehrsmittel  Restaurants  Hotel 
Ausflüge Port el Kantaoui  Mahdia  Kairouan  Kairouan II 
Bustour Start  El Djem  Gabes  Matmata  Douz  Touzeur  Seldja 
Allgem Tips Reiseliteratur

[]

Mittwoch, 12. Juli 2000  © ReiseTräume 
[]