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[]Osterurlaub in Side[]
Die Küste östlich von Side

Heute machen wir einen Tagesausflug östlich von Side. Unsere Stationen sind Alarahan, Incecum, Alanya und Gazipasa

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Abstecher zum AlaraHan

Circa 20 Kilometer nach Manavgat zweigt in Okurcalar eine 10 Kilometer lange Stichstraße ab Richtung Alarahan, zur Burg und Karawanserei.

Die Fahrt entlang des Ulügüney ist sehr angenehm. Ein weites Tal das genutzt wird als Ackerland, mittendrin Baumwollfelder und Bananenplantagen oder Gewächshäuser. Der Klee wird noch mit der Sichel geschnitten und im Gewächshaus befinden sich Kühe oder Tomaten. Manchmal ein paar Walnußbäume, die Landschaft durchzogen von 'modernen' Aquädukten und der Grünstreifen am Straßenrand wird gerne von angepflocktem Getier abgeweidet - kurz: beschauliches bäuerliches Leben.

Wir stellen unser Auto erstmal bei der Karawanserei aus dem 12 Jahrhundet ab und machen einen kleinen Rundgang durch die Räume rechts und links des Haupteinganges. Sie dienten den Handelsnomaden früher als Unterkünfte und Läden.

Wir verschmähen die ersten Einkehrmöglichkeiten und gehen zu Fuß weiter Richtung Burg Alara, die sich nördlich der Karawanserei auf einem Felsen, der das Flußtal weit überragt, befindet. Auf die Burg selber kommt man nur durch den Wassertunnel, einen Gang, in dem sich Treppenstufen befinden. Die Stufen sind laut Reiseführer jedoch halbverfallen und zum Teil ist es in dem Gang stockdunkel. Belohnt werden soll man durch einen herrlichen Ausblick. Da wir jedoch schon am Vortag genügend Gelegenheit zu Ausblicken hatten, ersparen wir uns den mühseligen Aufstieg und machen lieber eine Erfrischungspause.

Urlaubsidylle pur

Am Ende der Straße findet sich das Restaurant "bei Rudi - Burgblick". Die schöne Gartenterasse mit Tisch und Stühlen ist ein guter Rastplatz. Quakende Frösche, Blick auf die Burg und ins Tal, der Wind rauscht leicht in den Bäumen, über uns ein strahlend blauer Himmel, ein Mädchen wäscht die frischgefangenen Forellen im Fluß und wir sind die einzigen Touristen - Urlaubsidylle pur. Ein paar Schritte weiter beim Gewächshaus finden Sie auch noch ein zweites Restaurant, "Zum kleinen Paradies".

Auf der Rückfahrt zur Hauptstraße schauen wir uns dann noch die Bananenstauden genauer an.

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Das Urlaubsgebiet von Incekum

Ca. 25 Kilometer vor Alanya kommen wir dann bei Incekum, Türkler und Konakli an einer Hotelanlage nach der anderen vorbei, dazwischen immer wieder mal etwas Landwirtschaft. Die Hotels sind zwar fast direkt am Meer, aber dafür auch direkt an der Hauptstraße. Der Strand ist felsig mit etwas Sand dazwischen, meist schmal und eher verdreckt und ölig, dazu ohne jeglichen Schatten, ingesamt nicht besonders einladend. Kurz vor Alanya rücken die Berge dann wieder näher ans Meer.

Vor allem nach dem Stadtzentrum von Alanya finden sich dann wieder kilometerlang Hotels und Sandstrände, dazwischen die Hauptstraße.

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Enttäuschung in Gazipasa

Erst 15 km nach Alanya wird die Küste wieder felsiger und Bananenplantagen und Terassenbaumreihen säumen die Straße, der Verkehr nimmt deutlich ab. Die Gegend wird immer ländlicher, die Straße führt direkt am Meer entlang. Statt sonnenhungriger Touristen bevpölkern jetzt Schaf- und Ziegenherden den Grünstreifen am Strand, Kühe und Bootswerften wechseln sich ab. Nur noch vereinzelt kleben Appartmentanlagen am Hang.

Endlich in Gazipasa angekommen, sind wir sehr enttäuscht: Der laut unserem Führer kilometerlange Sandstrand ist eher kiesig, verdreckt, dahinter stehen Bauruinen und am Ende wird an einer Art Hafenmole gebaut. Außer eine Hotel- und Bungalowanlage findet sich hier kein Tourismus, allerdings auch ganz schön öde. Diese Gegend hat wirklich nichts von schöner Bucht an sich. Wir haben also wieder umgedreht.

Unterwegs haben wir hoch über dem Meer in einem kleinen Retaurant frisch gepressten Orangensaft getrunken. Die Krönung war noch, daß nach dem Gang zur Toilette der eifrige Wirt unsere Hände mit kölnisch Wasser bespritzte. Wir haben herrlich gestunken und uns am Urlaubsende noch einen großen Flacon davon für zuhause eingekauft. - Außer Nicolas, unserem Patenkind, benutzt es niemand. Der allerdings mit Begeisterung!

Durch Schwaden von Küstennebel und tiefhängende Wolken ging es wieder zurück. In Alanya hatte sich das Wetter wieder aufgelöst und wir hatten herrlichen Sonnenschein.

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Die Sehenswürdigkeiten
von Alanya

Das beliebte Fereinzentrum (128.000 Einwohner), liegt an den Ausläufern felsiger Vorgebirge, die in zwei langen Sandstränden rechts und links der Stadt fast direkt ins Meer auslaufen.
Hier prallen die Gegensätze aufeinander. Ein großer Friedhof am Badestrand, große Hotelanlagen und dazwischen ärmliche Hütten und Gewächshäuser, neben kopftuchbedeckten, mit unförmigen Kleidern verhüllten Bäuerinnen die Touristinnen im Bikini-oberteil und Shorts.

Im folgenden werden wir Ihnen die Sehenswürdigkeiten von Alanya vorstellen.

Kizil Kule - Der rote Turm

Er ist das Postkartenmotiv von Alanya. Er bewachte eins den Hafen und die Werft für die Kriegsschiffe. Der Turm kann gegen Eintritt besichtigt werden. Hinter dem Turm beginnt der Weg, den wir genommen haben, um zu Fuß hoch zur oberene Festung (Iç Kale) zu gelangen.

Die Zidatelle und die Obere Stadt

Auch wenn Sie nur wenig Zeit in Alanya verbringen, den Besuch der Zitafelle und der oberen Stadt sollten Sie auf keinen Fall auslassen.

Sie können z.B. mit dem Bus zur oberen Stadt hochfahren, und dann anschließend zu Fuß wieder runter oder auch umgekehrt, das hängt ganz von Ihrem Geschmack ab. Auf alle Fälle wäre es allerdings zu schade, wenn Sie die Möglichkeit auslassen würden, wenigstens eine Strecke zwischen Rotem Turm und Festung in dem offenen Gelände auf Schusters Rappen hinter sich zu bringen.

Selbsternannte Führer N° 2 & N° 3

Ausgehend vom roten Turm finden sich zunächst noch Wegweiser, daß es hier zur Festung geht, und die allgemeine Richtung ist auch schnell klar. Schon bald haben wir wieder eine selbsternannten Führer an uns kleben, einen Jungen, der uns unbedingt den Weg zeigen will. Klug geworden von den Erfahrungen von gestern in Selge lehnend wir dankend, aber auch sehr bestimmt ab. Sein Verlangen nach Geld, Zigaretten und Bonbons überhören wir einfach und irgendwann zieht er ab. Wir finden unseren Weg auch alleine.

Bis wir uns irgendwann dann wohl zu weit rechts gehalten haben und etwas unsicher sind, wie es den jetzt den Berg weiter hoch geht - siehe da, um die nächste Biegung kommt Opa, der wohl sehr genau weiß, wo die möglichen Knackpunkte auf dem Weg den Berg hoch sind. Ungefragt übernimmt er die Führung, Sibylle bei der Hand und wie ein junger Hupfer zieht er den Berg hoch. Relativ weit oben angekommen, will er natürlich Trinkgeld, und dann nochmals eine Mark dazu und letztendlich staubt er auch noch eine Zigarette ab - naja, ob Ihm die R1 dann wirklich geschmeckt hat, sei mal dahin gestellt. Wir kommen nach weiteren 5 Minuten - Gerhard wie immer ordentlich durchgeschwitzt - am Tor zur Unterburg angekommen.

Nicht so empfehlenswert ist allerdings der Versuch, entlang der Seemauer auf dem Mauerring bis zur Unterburg hochzusteigen. Die von der Mauer gebildeten Stufen sind schnell mal 40 - 60 cm hoch, es wird also eher eine nicht ganz ungefährliche Plackerei. Und oben angekommen, können Sie dann schauen, wie Sie von 3 Meter Höhe wieder auf den Boden runterkommen. Das Paar, das uns von dieser Unterenehmung erzählt hatte, hat es dann die weiteren Male auch vorgezogen, durch das offenen Gelände hochzusteigen.

Rundgang durch obere Stadt und Oberburg (Iç Kale)

Auf dem Weg zur Oberburg haben wir erstmal einen Tip von Martin und Bea befolgt und sind in dem Lokal links von der Straße eingekehrt, in dem man auf Teppichen auf dem Boden sitzt. Das Gözleme hat wirklich hervorragend geschmeckt und der gekühlte Ayran hat auch Gerhard wieder erfrischt. Gut gestärkt und ausgeruht begannen wir dann unseren Streifzug durch die obere Stadt.

Wir hielten uns zunächst rechts, Richtung Sülemaniye-Moschee. Sie war offen, der Muezzin war auch da und er konnte auch leidlich Englisch und hat uns erzählt, wann er seine Gebete abhält, wann wieviel Gläubige in die Moschee kommen, usw. Der Rundgang endete natürlich an der Spendenbüchse für die Erhaltung der Mosche, wo wir dann auch gespendet haben. Von dieser Ecke hat man schon mal eine gute Aussicht auf den Roten Turm und die östlichen Strände von Alanya.

Die Oberburg, eine scheldschuckische Festung aus dem 13. Jahrhundert, krönt die Bergspitze. Hier wird dann Eintritt verlangt. Im Inneren lag die seldschukische Residenz und ein byzantinisches Kirchkein in Kreuzkuppelform hat wenige Freskenreste bewahrt. Beeindruckend ist die Sicht in alle Richtungen, besonders hinaus auf die Cilvarda-Landzunge und auf die westlichen Strände von Alanya.

Mindestens genauso interesant als die Oberburg selbst, ist es, etwas durch die Gassen der oberen Stadt zu streifen. Auch hier wird viel Handarbeit angeboten, allerdings sind die Verkäuferinnen längst nicht so aufdringlich als anderswo.

Den Rückweg machen wir dann entlang der Fahrstraße. Immer wieder kommen wir an an den Felsen geklebten Retaurants vorbei, die sicher eine hervorragende Umgebung abgeben für ein abendliches oder nächtliches Essen.

Fischerhafen und Umgebung

Wieder unten am Roten Turm angekommen machen wir dann noch einen kleinen Gang um den kleinen Fischerhafen. Das Lokal am Ende des Fischerhafens, in dem die Türken deutlich in der Mehrzahl sind, macht zwar nicht so viel her, wir können es aber sowohl wegen der Atmosphäre als auch wegen Qualität und Preisgestaltung jederzeit weiterempfehlen.

Die Strände von Alanya

Die verschiedenen Hotels sind fast überall durch die Küstenstraße, die gleichzeitig Hauptverkehrsstraße ist, von den Stränden von Alanya getrennt. In vorderster Reihe an der Straße befindet sich ein Restaurant nach dem anderen, dahinter gestaffelt die verschiedenen Hotels - nicht unsere Sache, um dort länger Urlaub zu machen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

An weiteren Sehenswürdigkeiten in Alanya gibt es laut Führer auch noch die seldschuckische Werft, eine Fahrt mit dem Boot zu den Höhlen unterhalb der Festung, die Dalamateshöhlen und ein Ausflug in das Dim Cayi Tal. Dazu möchten wir Sie auf den Bericht von Martin Wittram verweisen, der im Mai 1998 14 Tage lang in Alanya war und auf seine unnachahmliche Art davon zu erzählen weiß.

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06.09.00   © ReiseTräume