Leider ging unser Urlaub zu Ende, ohne daß wir den südlichen Teil der Insel weiter erkunden konnten.

Es soll hier noch vieles zu entdecken geben. Einsame Weiler und Dörfer, wo traditionelles Leben noch stattfindet. Kirchen und Klöster, einsame Buchten, beeindruckende Landschaften und Ausblicke. Meist wohnen in diesen eher einsamen Gegenden überwiegend nur noch die alten Leute. Die Jungen sind in die Stadt gezogen, um im Tourismus ihr Geld zu verdienen.

Ich kann es ihnen nicht verdenken, wenn ich die Kargheit und Mühsal der Landwirtschaft so sehe. Ich wollte weder auf die Dauer Oliven ernten, noch Ziegen hüten oder Melonen anpflanzen. Statt in einfachen Steinhäusern mein Leben zu fristen, kann ich mittlerweile auf den Komfort von z.B. Waschmaschine und Zentralheizung im Winter nicht mehr so ohne weiteres verzichten. Warum sollten also sie sich nicht auch etwas mehr Komfort erarbeiten dürfen?!

Tips von Bekannten

Besteigung des Atavieros

Laut Freunden muß es eine anstrengende, aber unbedingt lohnenswerte Wanderung sein. Gutes Schuhwerk, sowie Verpflegung sind notwendig, um vom Gipfel aus den Superrundblick über die ganze Insel nach reichlicher Anstrengung genießen zu können. Der Weg geht über Geröll und Fels steil bergan. Am Gipfel sieht es einer Mondlandschaft gleich, aber bei der Schilderung vom Ausblick geraten sie heute noch ins Schwärmen. Sie hätten sogar Kreta gesehen.

Agios Issidoros

Wer wie sie vom Gipfel nach Agios Issidros wandern will braucht am besten einen Kompaß,(keine markierten Wanderwege) und einen Tag Zeit, vor allem aber jemanden der sie wieder zurück zum Auto bringt. Unsere Freunde hatten Glück, ein Taxifahrer aus Embonas war bereit sie abzuholen. Beste Zeit ist der Herbst.

Weitere Orte

  • Apolakia
    Apolakia ist schön gelegen, inmitten der hügeligen Küstenlandschaft. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Viele schöne Strände in der Umgebung, aber je nach Windrichtung auch verdreckt. Einsam und im Sommer recht windig.
  • Istrios
    Hier sollen die Frauen sogar noch die traditionelle Kopfbedeckung tragen.
  • Profilia
    Terrassenförmig angelegtes Dorf mit kubischen Häusern.
  • Mesanagros
    Kleines verwinkeltes Dorf im Niemandsland
  • Monolithos
    Kleines Dorf in dem überwiegend nur noch die Alten leben. Sehenswerte Johanniterfestung. Kap Fourni mit Höhlenkirche, Grabkammern und Knochen, sowie andere kleinere Höhlen und Badebucht.
  • Asklipion
    Ein Durcheinander von Gassen und kubischen Häusern mit einer wunderschönen Kirche, die man unbedingt gesehen haben müßte.
  • Genadi
    Das Bauerndorf liegt ca. 1km vom Meer entfernt, bietet rooms und Hotels, sowie diverse Tavernen. Schöne kilometerlange saubere Kieselstrände in der Umgebung. Kann im Sommer recht windig werden.

Fazit Südküste

Wer allerdings überwiegend im Süden von Rhodos unterwegs sein möchte sollte sich unbedingt ein Auto mieten. Über verschiedenste Schotterpisten gelangen Sie in touristisches Niemandsland in dem außer Ihnen sicher niemand anderes unterwegs sein wird. Diese Gottverlassenen Gegenden sind bestimmt ideal für einsame Wanderungen im Inselinneren.

Aus der Erfahrung unserer Bekannten, auch im Vergleich zu dem was wir so sahen und erlebten gilt für Individualreisende mit geringem Interesse an anderen Reisenden: die Hauptsaison meiden, frühe Morgenstunden bevorzugen und sich einfach auf den Weg machen. Vor Allem ist es dann aber auch gut wenigstens etwas griechisch zu sprechen, um sich mit den freundlichen älteren Menschen unterhalten zu können. In den Touristengebieten wird überall englisch gesprochen.


Westküste - Durchs Landesinnere  <-- Zurück  Weiter -->  Ostern auf Rhodos

home © ReiseTräume 
Zuletzt geändert am Sonntag, 29. August 1999.