Mandraki - Rund um den Ausflugshafen

Mandraki ist der Hafen für die Ausflugs- und Badeboote und der Jachthafen. Hier herrscht quirlige Lebendigkeit. Losverkäufer, Bootsticketbuden und Verkäufer, Cafes mit genial süßen Kuchenteilen, Spaziergänger und Touristen, schnelle Autos, lärmender Verkehr.

Wo früher angeblich der Koloß von Rhodos über die Hafeneinfahrt wachte, stehen heute auf zwei Säulen ein Hirsch und eine Hirschkuh, die Wahrzeichen der Insel. Am östlichen Ende stehen auf der langen Mole drei Mühlen, die allerdings nicht mehr in Betrieb sind.

Die Gebäude an der hier beginnenden Platia Eleftherias bilden einen Mischmasch verschiedenster skurriler Architektur, von venezianisch bis arabisch vermengt. So seltsam, daß wir ganz begeistert waren. Von dem kleinen Kastell Agios Nicolaos am Ende des Kais bietet sich auch ein schöner Blick auf die Altstadt. Leider konnten wir den gewaltigen Rundturm nicht besichtigen.

Direkt am Hafen, gegenüber der Post liegt die Evangelismos-Kirche. Das frühere religiöse Zentrum der Ritter, die Johanneskirche wurde nach ihrer Zerstörung rekonstruiert und kurzerhand griechisch - orthodox. Als Zugabe der Italiener gab es einen Glockenturm.

Türkischer Friedhof

Eine besondere Atmosphäre fing uns auf dem Türkischen Friedhof ein. Zwischen Palmen, Oleander und Eukalyptusbäumen liegen hier die letzten Ruhestätten türkischer Moslems vergangener Jahrhunderte. Kopf - und Fußteile sind von Grabsteinen begrenzt und wohl je nach Rang und Würde unterschiedlich groß. Murad Reis, der Admiral von Suleiman muß ein berühmter Mensch gewesen sein zumal nach ihm auch die Moschee am nördlichen Ende des Friedhofes benannt wurde.

Dahinter liegt ein recht heruntergekommenes Nobelhotel, das wirklich sehenswert ist. Ansonsten ist die Neustadt m.E. uninteressant.

Rhodos Stadtstrand

An diesem Hafenende beginnt der Stadtstrand von Rhodos. Ausgedehnte Kies -Sandstrände liegen direkt unterhalb der Straße, die zum Flughafen führt. Die Sonnenliegen sind mit Blick zur Straße aufgestellt, da von dieser Seite die Sonne kommt. In der Hochsaison soll es gerammelt voll sein. Wir haben uns hier nur kurz ausgeruht für unsere weitere Entdeckungstour durch die Stadt.

Hafenpromenade und Handelshafen

Wir gingen die ganze Hafenpromenade zurück und gelangten so, vorbei am kleinen Hafen mit den bunten Fischerbooten zum südlich gelegenen Handelshafen. Hier legen die Fährschiffe und Luxusliner an.

Durchs Marine - Tor gingen wir in die Altstadt zurück.

Beim Seepferdchen -Brunnen an der Platia Ippokratou haben wir uns dann erst mal mit Frappe und einem Kuchenteil gestärkt. Ideal um zu sehen und gesehen zu werden.

Fazit: Wanderschuhe anziehen und mit offenen Sinnen diese wunderbare Stadt entdecken.
Von da aus gingen wir dann durch die unterschiedlichsten Gassen und mit müde gelaufenen Füßen erst mal zurück in unser Hotel La Luna. Unsere vielen Fragen zur Stadtgeschichte hat Tony dann so gut es ging beantwortet. Er hat uns dann auch das Städtische Bad (Hamam) empfohlen.

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Zuletzt geändert am Sonntag, 29. August 1999.