Die Altstadt im Detail

Die folgenden Straßen und Sehenswürdigkeiten sollten Sie sich anschauen

Straße der Ritter

Die wohl berühmteste Straße der Insel ist original getreu restauriert worden. Vom früheren Hospital, dem heutigen archäologischen Museum geht es den Berg hoch. Die Ritterherbergen mit ihren spätgotischen Fassaden reihen sich aneinander. Von den Schildern an den Hauswänden konnten wir erfahren zu welcher Rittergemeinschaft die jeweilige Herberge früher gehörte. Heute sind hier viele Archäologenbüros. Die mit Kopfsteinen gepflasterte Straße führt schnurgerade zum Großmeisterpalast.

Großmeisterpalast

Er ist heute ein Museum, mit einem imposanten Eingang und vielen wunderschönen Mosaikböden (von den Italienern zusammengetragen). Des weiteren gibt es eine Ausstellung über das Rhodos der Antike, mit vielen Statuen aus der hellenistischen und römischen Zeit.

Wer geschichtlich interessiert ist, sollte dazu im entsprechenden Reiseführer nachlesen. Was Johanniter, Türken und Italiener hier an Einflüssen und Eindrücken hinterlassen haben ist einfach enorm und würde sicher den Rahmen sprengen, dies alles zu erzählen.

Hier beginnt auch der Weg auf der 4 km langen und bis zu 14 m breiten Stadtmauer.

Suleiman Moschee

Da das Minarett einzustürzen droht, war die Moschee leider nicht zu besichtigen. Weiter hinten Richtung Odos Orfeou steht ein alter Uhrturm, der anscheinend früher den Griechen zeigen sollte, wann sie die Stadt betreten durften, bzw. verlassen mußten. Gegenüber steht eine Türkische Bibliothek mit der Chronik der türkischen Eroberung und vielen arabischen, persischen und türkischen Handschriften.

Sultan Mustafa Moschee

An der Platia Arionou inmitten des malerischen türkischen Viertels bei der empfehlenswerten Taverne To Diafani und beim türkischen Bad.

Ibrahim Pascha Moschee

Die älteste Moschee der Stadt an der Platia Ippokratou

Admiralitätspalast

An der Platia Efreon Martirion . Ein pompöses gotisches Gebäude aus der Ritterzeit.

Redjab-Pascha Moschee

Mit Brunnenhaus auf dem Vorplatz. Leider etwas heruntergekommen. Hier hatten wir das Glück, daß gerade ein älterer Herr mit Schlüssel anwesend war und uns freundlich Einlaß gewährte. In mir damals noch schwer verständlichem griechisch, gewürzt mit englischen Brocken versuchte er uns die Geschichte der großzügig mit persischer Keramik verzierten Moschee nahezubringen. Das Einzige was ich verstand war, in welcher Richtung Mekka liegt. Nähe Odos Omirou, an einem kleinen Platz gelegen.

Agios Georgios Kirche

Sowie andere griechisch - orthodoxe kleine Kirchen. Wir haben sicher in alle uns zugänglichen hinein geschaut und bisweilen eine Kerze angezündet. Obwohl ich überhaupt nicht aus der katholischen Ecke komme, bin ich begeisterte Kerzenanzünderin. Ich finde das ein schönes Brauchtum.

Kahal Shalom Synagoge und Museum

Wir sind mehr durch Zufall oder vielleicht auch aus Neugier, was es hinter der nächsten Ecke eventuell noch zu entdecken gibt bei dieser Synagoge in der Symiou Straße gelandet. Eine ältere Dame, die wohl gerade dort was tun wollte, winkte uns freundlich her. Lucia ist eine der letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde und gab bereitwillig Auskunft in griechisch - französisch über die Synagoge.

Das mit einem Mosaikfußboden ausgelegte Gebäude wurde von Überlebenden des Faschismus wieder aufgebaut. Da die jüdische Gemeinde nur noch wenige Mitglieder hat, ist es dann wohl auch eher Mahnmal, als aktives Gotteshaus.

Das Museum nebenan, mit seiner Photoausstellung und Dokumenten von Emigranten ist für Interessierte sicher sehenswert.

Die Synagoge ist tagsüber geöffnet und Spenden sind willkommen, da sie privat finanziert wird.


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Zuletzt geändert am Sonntag, 29. August 1999.