Ungefähr 1,5 km nach Kolimbia läßt uns der Busfahrer aussteigen. Wir gehen die steile kleine Betonstraße Kurve um Kurve hoch zum Parkplatz des Klosters. Obwohl es heute morgen eher bedeckt ist, sind wir von der Aussicht, die mit jedem Höhenmeter großartiger wird beeindruckt. Nach der großen Klostertaverne steigen wir auf langgezogenen Treppenstufen die letzten Meter zur Wallfahrtskirche bergan. Oben angekommen werden wir von ein paar Griechen empfangen. So wie es aussieht haben sie ihren eigenen Pappas dabei, der ihr Brot geweiht hatte. Die Frau winkte uns her und brach uns mit lautem Wortschwall verbunden ein großes Stück davon ab.
Die Ikone der Panagia erstrahlt in hellem Glanz. Im Innenhof gibt es zwei Schlafräume mit einfachen Liegen. Hierher pilgern die Frauen, um von der Muttergottes eine Schwangerschaft zu erbeten. Es muß wohl des öfteren auch klappen, wie uns gesagt wurde.
Oben auf dem Gipfel machen wir Rast. Bei klarem Wetter muß der Blick von hier oben phantastisch sein. Wir sehen heute nur bis zur Tsambika-Bucht und ein klein wenig von der weiteren grandiosen Küstenlandschaft. Zwischen hohen Bergen liegt hier eine der wohl größten Sandbuchten von Rhodos. Sandanwehungen am Südhang und im Sommer anscheinend gut voll. Der Strand ist bewirtschaftet.
Von hier kann man auch über die Bucht von Stegna in Richtung Haraki, weitgehend an der Küste entlang wandern. Einsame Buchten und phantastische Ausblicke sollen der Lohn sein. Für die ca. 10 km sind festes Schuhwerk und Verpflegung unbedingt notwendig.