Taxi nach Psinthos
Wir nehmen uns ein Taxi, um nach Psinthos im Inselinneren zu gelangen. Wir haben uns für heute eine Wanderung durchs Tal der Schmetterlinge vorgenommen.
Zunächst eine kurze Rast an der Platia und ich kann im Supermercado endlich meine Salzamphore erstehen. Diese Plastiksalzstreuer sind seit Jahren mein begehrtes Objekt, als Urlaubserinnerung im deutschen Alltag. Sie sind zunehmend schwerer zu erstehen, da sie durch einheitlich gerade Behältnisse ersetzt werden.
Das beschauliche Dorf lebt seine eigene Geschichte am Rande des Tourismus.
Getreide und Wein werden angebaut und natürlich gibt es auch hier jede Menge Olivenbäume.
Der ganz besondere Wandertag
Wir marschieren also los, mit grober Orientierung und auf der Suche nach den roten Punkten. Der zunächst offensichtliche Weg durch Macchia und Buschwerk wurde immer undurchdringlicher und zunehmend kam uns der naheliegende Verdacht, daß wir in die total verkehrte Richtung laufen. Statt roten Punkten haben wir nur noch viele Nester gesehen mit schon geschlüpften Raupen.
Als es schließlich dann auch immer mehr nach baldigst einsetzendem Regen aussah, beschlossen wir, uns den Hang zur Straße hochzuarbeiten. Durch eine Art Feuerschneise kamen wir glücklicherweise recht zügig voran. An der Straße angekommen hielt auch sofort ein Auto. Kaum eingestiegen fing es in Strömen an zu gießen. Während der Autofahrt mußten wir feststellen, daß wir komplett in die falsche Richtung gelaufen wären. Wie gut, daß es angefangen hatte zu regnen. Wir wären sonst nie ins Tal der Schmetterlinge gelangt.
Tal der Schmetterlinge
Von Mitte Juni - Mitte September sollen sich hier dann die Millionen von Schmetterlingen nebst unzähligen Urlaubern aufhalten.
Da es aufhörte zu regnen, sind wir auf angelegten Fußwegen durch das schluchtartig ansteigende Bergtal gegangen. Mit dem Bach samt kleinem Wasserfall und wuchernden Büschen ist dieser wildromantische Park
(Eintritt) sicher auch außerhalb der Schmetterlingssaison ein schönes Ausflugsziel. Außer uns waren gerade noch 4 andere Menschen unterwegs.
Um die Erfahrung reicher, daß bei solchen Ausflügen wie dem von uns geplanten am Besten ein Kompaß mitzunehmen ist (Wanderkarten haben wir nirgends entdeckt), gehen wir jetzt doch lieber erstmal an der Straße entlang nach Theologos und somit wieder zurück an die Westküste.
Theologos
Die Straße ist so gut wie nicht befahren und so verläuft unsere Wanderung recht ruhevoll.
An einer Armeekaserne vorbei kommen wir aus der Waldlandschaft wieder durch Olivenbaumhaine
schließlich nach Theologos.
Der kleine landeinwärts liegende Ort besitzt eine Disco und eine große moderne Kirche. Ansonsten ist es ein nettes Bauerndorf mit vielen Pflanzen, Bougainvillea, Kafenion und Tavernen. Auch hier greift das Osterputzfieber um sich. Irgendwie sieht es trotz alt überall wie neu hergerichtet aus. Bunt bepflanzte Veranden, knallblaue - rote - grüne Gartentore prägen das Ortsbild.
Unten am Meer ein schmaler Stein - Sandstrand, mit Duschen, über eine Stichstraße zu erreichen.
An der Hauptstraße halten wir den Bus an und fahren wieder zurück nach Rhodos - Stadt.
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