USA Mittelmeer WeltWeit Kontakt home

[]Unsere Traumtour[]

Landesinnere - Tramuntana - Küstenstraße

Dieser Tag war das Highlight unseres Urlaubs. Quer durch das Landesinnere fuhren wir in den Norden zum Kloster Lluc. Weiter ging es dann durch die Gebirgslandschaft der Tramuntana nach Sóller. Das letzte Drittel der Tour fuhren wir auf der spektakulären Küstenstraße über Deia bis Valdemossa. []

Fahrt zum Kloster Lluc

Ackerland im Landesinneren [] Schon früh am Morgen fuhren wir los, diesmal über Campos. Auch hier gibt es noch viele der typischen Windräder und auf dem fruchtbaren Ackerland wächst Getreide, das aussieht, als würde es für Pumpernickelbrot angebaut

Campos

Schon aus der Ferne sichtbar, thront die große Kirche Mare de Déu dels Angeles über dem Ort. Die Plaça Espanya dient gleichzeitig als Marktplatz. Der Markt ist Mittwochs und wer gerade in der Gegend ist, findet hier sicher den einheimischsten aller Märkte. Der Ort selber besitzt zahlreiche historische Gebäude, die wirklich sehenswert sind und bietet sich geradezu für eine Frühstückspause an.

Petra

Unterwegs bei Campos [] Auf kleineren Nebenstraßen - kreuz und quer durch die Ebene -erreichten wir schließlich Petra, einen kleinen, beschaulich verträumten Ort mit langen verwinkelten Gassen. Die Hauptstraße selbst führt um den Ort herum. Wir mußten schon aus dem Auto raus, um etwas vom Flair der arabisch wirkenden Innenstadt mit zu bekommen.

Vorbei an den Feldern, die teilweise von Steinmauern gesäumt sind, Mandel- und Olivenbäumen fuhren wir weiter nach Sineu. Und dann quer durchs Landesinnere Richtung Inca. Auch hier wie überall in der Ebene abseits der großen Städte fruchtbares Ackerland, Olivenbäume, Ziegen und kaum Menschen.

Inca

Inca ist eine lebhafte Industriestadt und neben Manacor mit seinen Perlen die Attraktion für Kaffeefahrten - hier jedoch für den Verkauf von Lederwaren. Weit schöner als die Stadt selbst war die kurze Fahrt zur Santuari Santa Magdalena. Diese Eremitage mit kleiner Kapelle ist noch bewohnt. Von der Terrasse aus bietet sich ein herrlicher Rundblick weit über das Land. Auch hier war außer uns niemand unterwegs.

[]

Monastir de Lluc

Im Kloster von Lluc [] Die Straße von Inca zum Kloster von Lluc verläuft in vielen Kurven und Windungen. Sie ist jedoch problemlos zu befahren, da kaum Verkehr herrscht. Die Auffahrt in die Tramuntana wird von vielen Mandelbaumplantagen gesäumt und folgt dem alten Pilgerweg.

Mondäner Wallfahrtsort

Das Kloster ist keine weltabgeschiedene Einsiedelei, sondern fast schon eine kleine Stadt für sich.
Es ist alles vorhanden:
  • Cafes und Souvenirshops Sonnenuhren []
  • Diverse Unterkunftsmöglichkeiten vom Campingplatz über die Klosterzellen bis zu Apartments
  • Cafes und Restaurants
  • Eine Gemeinschaftküche, in der sich die Pilger ihre Mahlzeiten selbst zubereiten können.
Halt so, wie es sich für einen mondänen Wallfahrtsort gehört.

Schön fanden wir die Basilika und mir hatte es vor allem die braune Madonna La Morenta angetan, die hier verehrt wird. Auch von hier aus eröffnen sich für Wandersfrau / Wandersmann zahlreiche Möglichkeiten, landschaftlich reizvolle und einsame Gegenden zu erkunden. Die Führer und Karten dazu gibt es gleich im Souvenirshop zu kaufen.

Wir unternahmen nur eine Kurzwanderung auf den Kalvarienberg. Entlang einer Sammlung von Sonnenuhren ging es zu einem für mich eher abartig wirkenden Kreuz. Oben angekommen hatten wir dann einen weiten Blick über die gesamte Klosteranlage.

[]

Tramuntana

Und weiter ging es auf der wirklich beeindruckenden kurvenreichen Küstenstraße. Hoch über dem Meer fuhren wir durch die Gebirgslandschaft der Tramuntana. Auf die Strecke nach Sa Colobra, dem angeblich beeindruckendsten Straßenstück Mallorcas haben wir dann allerdings verzichtet, da sich gerade etliche Busse den Berg hinauf quälten und für Gegenverkehr hier sehr wenig Platz ist.

Tip
Fahren Sie hier am frühen Morgen oder in den späten Nachmittagsstunden und Sie haben Ruhe vor den zahlreichen Bussen.

[]

Fornalutx

Fornalutz II [] Fornalutz [] Wir machten statt dessen kurz vor Sóller noch einen Abstecher nach Fornalutx, dem Aushängeschild der mallorquinischen Bergdörfer. Der Ort ist ebenso wie Biniaraix sicher ein guter Ausgangspunkt in der Sierra de Tramuntana. Enge, verwinkelte Gassen, Bruchsteinhäuser, ein schöner Kirchenvorplaz, ringsherum gepflegte Orangenplantagen, Bougainvillea - halt einfach malerisch schön.

[]

Sóller

Die Stadt ist lebhaft und nostalgisch. Mit engen verwinkelten Kopfsteinpflastergassen, netten Cafés und vielen Geschäften.

Sóller [] Wofür Sie sich unbedingt Zeit nehmen sollten: einfach Pause machen und Café trinken, den Bahnhof von Sóller, einen imposanten früheren Palast besichtigen, die Plaça Constitutio genießen, durch die Altstadt bummeln und sich vor den Motorrädern in Sicherheit bringen. Bisweilen sind die Altstadtgassen so eng, daß es gar keine Bürgersteig gibt, sondern nur eine Art Podest Rettung vor den Kamikazefahrern bringt. Die Häuser in der Altstadt zeigen oft eine abweisende Fassade, aber der Blick dahinter zeigt reiches Innenleben.

Ich könnte mir Sóller auch gut als Ausgangspunkt für einen Wanderurlaub vorstellen. Besonders dann, wenn man mehr Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung möchte. Sóller ist Nostalgie und Leben in einem. Dazu in herrlicher Lage inmitten von gepflegten Zitrusplantagen.

Als Alternative zur Fahrt mit dem Auto können Sie auch mit dem Roten Blitz, dem touristischen Nostalgiezug, von Palma aus hierher gelangen. Diese Fahrt soll sehr schön sein.

Puerto del Sóller

Von Sóller aus fuhren wir mit der nostalgischen Straßenbahn nach Puerto Sóller. Diese Straßenbahn ist nicht nur eine Touristenattraktion, sondern vor allem auch Transportmittel für die Einheimischen, die auf unserer Fahrt deutlich in der Überzahl waren. Gemütlich rumpelnd fuhren wir durch die Stadt und dann durch die Orangen- und Zitrusplantagen. Quasi durch den Garten Mallorcas, so ein Werbeslogan - aber die Strecke ist auch wirklich schön.

Puerto del Sóller [] Der Hafen liegt in einer von Bergen umschlossenen Bucht und ist sehr touristisch geprägt, wenn es auch außerhalb der Touristenzone gleich ruhiger wird und wir sogar Fischern beim Flicken ihrer Netze zusehen konnten. Trotz der schönen Lage fand ich den Ort insgesamt nicht so interessant. Durch die fast geschlossene Bucht ließ auch die Wasserqualität sehr zu wünschen übrig. So ging es nach kurzem Bummel wieder mit der Straßenbahn zurück.

Freunde von uns hatten sich 98 im Sommer dort eingemietet. Sie waren begeistert von der Lage. Als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Tramuntana sei es hier am besten.

[]

Deia

Die Künstlerkolonie gilt als einer der schönsten Orte Mallorcas. Es ist angenehm, daß hier keine Reisebusse anhalten dürfen, sondern nur der reguläre Busverkehr. Es war also kaum was los. Vom Ortszentrum aus gingen wir am Rathaus vorbei den Weg hoch zur Kirche. Vorbei an schönen Brunnen, alten Olivenbäumen und bunten Keramikkacheln, die den Leidensweg Christi darstellen, kamen wir zum Friedhof, den Sie sich ebenso wie die Kirche unbedingt anschauen sollten.
Auf dem Weg zur Kirche Olivenbaum Auf dem Weg zur Kirche II
Der Ort mit seinen steilen Gassen, mit Bougainvillea und Clematis gepflegten alten Häusern, kleinen Cafés und Galerien ist wirklich sehr schön. Nachdem wir dann auch noch die Villa Verde entdeckten war klar: Auch hier könnten wir uns vorstellen, einen weiteren Urlaub auf Mallorca zu verbringen.

Deia selber hat auch einen kleine Kiesstrand mit kleiner Taverne, der über einen Spazierweg zu erreichen ist. Allgemein bekannt durch die Fernsehserie Hotel Paradies. Mit der absoluten Beschaulichkeit ist es also auch hier nicht mehr so weit her. Sie sollten also auch hier auf die Vor- oder Nachsaison ausweichen.

Und weiter ging es auf der beeindruckenden Küstenstraße, immer wieder unterbrochen von vielen Schau hier und Schau dort und Ohs und Ahs.

[]

Son Morroig

Das ehrwürdige Anwesen mit seinen Gartenanlagen sowie die Halbinsel mit Grotten sind in Privatbesitz und können gegen Gebühr besichtigt werden. Es soll wirklich sehenswert sein, aber es war kurz vor Sonnenuntergang und wir mußten wieder zurück an die Ostküste. So mußten wir leider verzichten.

Rückfahrt

Bei San Morroig [] In Son Morroig konnten wir - für heute - das letztemal diese wirklich einzigartigen Blicke weit hinaus aufs Meer und zum durchlöcherten Felsen Punta de Sa Forandada geniesen.

Wir ließen Valdemossa links liegen, umfuhren Palma großzügig und erreichten erst in der Dunkelheit wieder unsere Anlage. Das Abendbuffet hatte schon geschlossen. So machten wir uns auf ins Restaurant, um mit verschiedenen Tapas und Fritto mallorgio (Innereien vermischt mit Kartoffeln und Gemüse) bei spanischem Wein unseren wunderschönen Ausflug ausklingen zu lassen.

[--]
Start   Übersicht   Südostküste   Palma   Östl. Südküste (I)   Nordküste & Cap Formentor  
Traumtour Westküste   Östl. Südküste (II)   Fazit & Tips   Reiseführer  
Mallorca-Links lesen   Mallorca-Links eintragen  


Montag, 7. Februar 2000   © ReiseTräume