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Über Manacor und Cala Ratjada fuhren wir in die schöne Kleinstadt Pollença. Von hier aus führte die Fahrt zum Cap Formentor durch eine der beeindruckendensten Küstenregionen Mallorcas.
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Manacor oder Perlen über Perlen.Die Industriestadt wirbt schon von weitem mit ihrer Firma Majorica und den dort hergestellten künstlichen Perlen. Übrigens ein Traumziel vieler Kaffeefahrten. Wenn Sie keinen Rummel wollen, sollten Sie so etwas meiden. Für uns war es einfach die Straße nach Cala Ratjada, um dort unsere Freunde abzuholen.
Exkurs: Cala Ratjada, Artá, AlcúdiaDie folgende Einschätzung basiert auf den Erfahrungen unserer Freunde Sigrid und Helmut.Cala RatjadaDie Touristenhochburg ist fest in deutscher Hand. Ein riesiges Angebot an Hotels, Restaurants und Bars drängt sich dicht an dicht. Dennoch ist der Ort noch ganz nett. An der Uferpromenade befinden sich kleine Villen und im engen Hafenbecken drängen sich die Fischerboote. Im Ort selbst gibt es keinen Sandstrand, der Strand von San Moll in Gehnähe ist ganz nett. Vom Hafen aus nördlich liegen die dünengesäumte Cala Guya und die Cala Gat, die mit einem Minizug vom Zentrum aus erreichbar sind.Vom Cap de Capdepera aus kann man je nach Sichtverhältnis bis Menorca sehen. Das Casa Merck, hoch über dem Ort gelegen, kann per Führung z.T. besichtigt werden. (Auskunft im Touristikbüro Plaça des Mesiners). Der Milliardär hat in seiner Parkanlage viele Skulpturen namhafter Künstler zusammengetragen. Im Palast selber sind Bilder von Picasso, Rembrandt, Chagall und Manet zu sehen. Für einen Regentag sicher ein guter Tip. ArtáDicht an einem Berg mit wehrhafter Festung drängen sich die Häuser inmitten fruchtbaren Ackerlandes. Die Kirche trohnt in der Mitte der Stadt, auch hier gibt es einen Pilgerweg und eine Plaça Espanya. Ähnlich wie Capdepera hinterläßt auch Artá einen wehrhaften, fast mittelalterlichen Eindruck. Beide Städte lohnen sich, sie anzuschauen.AlcúdiaDie Stadt mit ihrer beeindruckenden Stadtmauer, den engen Altstadtgassen sowie zahlreichen Palästen ist unbedingt einen Besuch wert. Sie bietet römisch-arabische Geschichte sowie Märkte und Stierkampf für Touristen.Die Halbinsel Alcúdia ist landschaftlich sehr schön sein und bietet sich für ausgedehnte Wanderungen geradezu an.
Puerto AlcúdiaWeiter auf der gut ausgebauten Straße nähern wir uns Can Picefort und Puerto de Alcúdia. Und hier erschlägt uns fast der Hotel-Club-Anlagen Bauboom. Wie Sand am Meer sind hier nicht nur die Strände (11 und 14 Km lang), die flach abfallen und somit für Kinder bestens geeignet sind. Alles ist hier auf Tourismus eingestellt. Kilometerlang begleiten uns die Betonburgen auf unserer Fahrt an der Küste entlang. Immer wieder führen Stichstraßen durch ein Gewimmel von Lokalen und Geschäften aller Arten zur Seepromenade, zum Meer.Nach diesem Hotelburgenschock fahren wir weiter in beschaulichere Regionen.
Pollença
Noch schöner fanden wir allerdings die Aussicht vom 300m hohen Puig de Maria, etwa 3 Km außerhalb des Ortes. Zwar muß man 2 ½ Km zu Fuß gehen, aber die schöne Aussicht lohnt den Aufwand. Wir hatten einen großartigen Rundblick über die Buchten von Pollença und Alcúdia. In der gotischen Wallfahrtskirche wird die heilige Jungfrau del Puig verehrt. Auch hier war übrigens außer uns niemand.
Von Pollença gelangt man über die leider völlig verbaute Bucht von San Vicente in die Cala Molins. Nach Aussagen von anderen Urlaubern eine vor allem für Kinder sehr schöne Bucht.
Halbinsel Formentor
Auf die Playa Formentor haben wir wegen des Wetters verzichtet und sind direkt wieder zurück zum Mirador. Die Busse waren wieder weg und wir hatten die Aussichtsplattform, 232 m hoch über dem Abgrund fast für uns alleine. Hinter der sicheren Brüstung schauten wir hier auf die Felseninsel El Colomar und in die schwindelerregende Tiefe ... Einfach toll!
Sa PoblaAuf dem Rückweg umfuhren wir die Ferienanlagen großzügig und kamen auf einer landschaftlich schönen Strecke durch die Gegend von Sa Pobla. Ein fruchtbares Farmland in der weiten Ebene, voll mit noch funktionsfähigen Windrädern. (Der Staat verlockt übrigens auf der ganzen Insel mit Prämien zur Renovierung.)Ab Cala Ratjada ging es dann in der untergehenden Abendsonne wieder die zerklüftete Ostküste entlang zurück nach Cala Barca. Auch hier verläuft die Straße im Landesinneren und Stichstraßen führen zu den einzelnen mehr oder minder touristisch ausgebauten Badeorten und Buchten. |
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Montag, 7. Februar 2000
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