Ganz im Osten

Der Palmenhain von Vai

Wie sicher schon Tausende vor uns, wollen auch wir den weltberühmten Palmenstrand sehen. Palmen über Palmen, wohlgepflegt und eingezäunt. Der Dattelpalmenhain steht unter Naturschutz und ist mittlerweile touristisch gut vermarktet. Zwei Tavernen und teuer zu mietende Liegen, aber glücklicherweise noch kein Hotel.
TIP : Vom Eingang aus nach links gehen. Im Palmenhain dort ist der Sandstrand wirklich schön.
Der Sand ist nur am Strand. Im Wasser wird es sehr steinig und glibberig, außerdem gab es viele Algen. Nach der Beschreibung hatte ich es mir sehr viel südseehafter vorgestellt. So machten wir es hier auch nicht anders, als die schon zu früher Stunde angekarrten Bustouristen. Nach kurzem Bad, trocknen in der Sonne, inspizieren des Palmenhains wieder zurück ins Auto und weiterfahren.
Wir hatten Glück, da wir einen noch kostenlosen Schattenparkplatz bekommen hatten. Die meisten Parkplätze liegen in der Sonne und müssen bezahlt werden. Die Größe des Areals läßt auf Massen und Überfüllung im Sommer geradezu schließen.
Später erfuhren wir, daß der Strand früher viel größer war. Um der zunehmenden Vermüllung durch die früheren Aussteiger Herr zu werden, entschloßen sich die Behörden auch hier, die freien Übernachtungsmöglichkeiten abzuschaffen. Der Palmenhain wurde eingezäunt und zum Naturdenkmal erklärt. Betreten ist nur noch tagsüber erlaubt auf dem schmalen Reststück. Nachts wird alles abgeschloßen.

Kato Zakros & Xerokambos

Den Tip mit Kato Zakros und Xerokambos haben wir von Freunden. Wir lassen ihn aus, bringen aber hier einen Auszug aus ihren Reiseerfahrung vor zwei Jahren
Eine einmalige Küstenlandschaft, mit kleinen Buchten in allen nur denkbaren Arten. Es gibt Sand und Kiesstrände, sowie Unterkünfte und Tavernen. Für touristenscheue Urlauber sicher eine gute Wahl. Auch dieses Ziel ist aber nur motorisierten Urlaubern zu empfehlen, die sich trauen auf abenteuerlichen Sand - Kies - Schlaglochpisten an ihr Urlaubsziel zu gelangen. Für diese Fahrt würden sie jedoch reichlich entschädigt.Es soll hier wirklich wunderschön sein. Unter den Tamarisken kann man direkt am Meer essen und die lauen Sommernächte genießen.
Die Wanderung durch das Tal des Todes, eine Art Canyon mit vielen Grabkammern in den Steilwänden soll unbedingt empfohlen werden. Ob man nun lieber dem Meer zu, oder vom Meer wegwandern möchte, liegt im eigenen Ermessen.
In der ganzen Gegend - wo im Inselinnern noch Wein und Gemüse angebaut und wie auf der Lassithi-Ebene die Felder noch mit Windrädern bewässert werden - geht das Leben noch einen untouristischen Weg. Einfachstes bäuerliches Leben, aber auch viele verlassene Häuser und Zeichen der Abwanderung bestimmen hier das Landschaftsbild.

Das Kloster Toplou

Wir fahren dafür zum Kloster Toplou und besichtigen hier die Räume. Diese Mönchsenklave ist eine der reichsten der Insel. Die Ikonen dort sind wirklich wunderschön. Nicolas ist sehr beeindruckt von den Gewändern, der Krone, sowie den Waffen der wehrhaften Mönche aus dem Kampf gegen die Türken und dem 2.Weltkrieg.Während Heidi und ich die geradezu geniale Ikone "Allmächtig ist der Herr" bestaunen, ist er mit der Frage beschäftigt wie wohl die Überwachungskamera funktioniert und wann der Pfarrer mal die Krone aufsetzt. Ganz doof fand er, daß er nicht die Zelle finden konnte in der er den alles überwachenden Mönch hätte besuchen können, um sich mit ihm über die Abschreckungsmöglichkeiten potentieller Diebe zu unterhalten.
Bei eisgekühlter Coca-Cola im Klosterhof treffen sich unsere Interessen schließlich wieder. Wir machen Pause, bevor wir uns auf die längere Fahrt in den Süden, nach Makri Gialos machen.

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Zuletzt geändert am Sonntag, 29. August 1999.