Die Miniaturkirchen am Straßenrand

Zuerst zurück nach Sitia und dann von Norden nach Süden. Vom Meer durchs Inselinnere wieder ans Meer. Karge Berglandschaft, Olivenbaumhaine, Ziegen und Macchia, kleinere Ortsansammlungen und die Straße. Viel Gequengel, weil wir nicht an jeder kleinen Kirche halten.
Es gibt hier wirklich unzählig viele davon. Ein griechischer Freund erklärte mir nach dem Urlaub, daß diese Miniaturausgaben größerer Kirchen an gefährlichen Straßenabschnitten aufgestellt werden. Sie sollen dort vor Unfallgefahren warnen. Deshalb bekreuzigen sich die Busfahrer und ihre Passagiere im Vorbeifahren an den entsprechenden Stellen. Die kleinen Mahnmale findet man in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Von einfachen Blechhäuschen, bis hin zur großen mehrschiffigen Basilika. Nicolas ist jedoch mehr an der Inneneinrichtung interressiert. Ganz begeistert sucht er stets nach, ob auch in diesem Exemplar ein kleiner Jesus sitzt und was es sonst noch drinnen so gibt.

Makri Gialos & Analipsi


Am Meer ist zunächst auch erst mal wieder Kinderstunde und alle stürzen sich ins Wasser. Sandstrand - flach abfallend, herrliches Badewetter. Nach kurzer Rast in einer der Tavernen am Strand schließlich Zimmersuche. Wir werden fündig und sind uns sofort einig: Hier bleiben wir 2 Nächte. Hätten wir nicht gebucht und unser Hotel schon bezahlt, wir wären sicher noch länger geblieben. Außer einer großen Time-Share-Anlage gibt es nur 2 kleinere Hotels und ansonsten viele Rooms for Rent und Appartments.
Unser Domizil liegt direkt am Meer. Die Terasse geht nach einem kurzen Stück Gartengrün über in den Sandstrand, wo unser Sonnenschirm und zwei Liegen stehen.
Natürlich gabs auch hier die freundliche Unterhaltung mit der Vermieterin, sowie Obst und Gemüse aus dem Garten. Das Rauschen des Meeres im Schlafzimmer und von der Küche aus am Eingang der glücklicherweise recht spärliche Straßenverkehr in der Nacht rundeten die Tage hier ab.
Wir kommen sogar noch in den Genuß von frisch gefangenem Fisch, herrlich zubereitet im Hafen von Makri Gialos. Hier befindet sich ein kleiner, sehr gemütlicher Teil mit Bar und Tavernen. Ansonsten hat das Doppelstraßendorf wenig zu bieten. Der Strand mit seinen Tamarisken, das glasklare Meer und die guten Tavernen sind jedoch einen Aufenthalt hier allemal wert.

Das Kloster Kapsa

Das 8 km östlich gelegene Kloster Kapsa haben wir erst später in Ierapetra auf einer Postkarte entdeckt. Ansonsten hätten wir uns das malerisch an einen Fels wie drangeklebte Männerkloster sicher angeschaut.

Ganz im Osten  <-- Zurück  Weiter -->  Ierpetra

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Zuletzt geändert am Sonntag, 29. August 1999.