Abschied von Matala
Agia Triada
Auf der Hinfahrt schauen wir noch kurz in der Antike vorbei. Agia Triada ist täglich geöffnet von 8.30 - 15 Uhr.
Die Überreste der Ausgrabungen aus minoischer und mykenischer Zeit sind wirklich spärlich. Die Stätte selber ist dafür aber idyllisch gelegen. Warum wir uns kaputte, als solche gar nicht identifizierbare "Häuser" anschauen, war für Nicolas schwer zu verstehen, zumal der Strand doch wartete.
|
Letzter Strandtag in Kalamaki
Nicolas baut mit seinen Strandbekanntschaften Lisa und Marie eine letzte und mit absoluter Sicherheit schönste Burg am Meer. Heidi und ich essen nochmal den Vorspeisenteller in der Delfina - Taverne und trinken natürlich Frappe. Wir hören vom Wirt, daß während wir uns im warmen Wasser von Makri Gialos tummelten, hier in Matala und Kalamaki absolutes Badeverbot aufgrund hoher Wellen war.
Trotzdem sind drei Männer ertrunken. Einer beim Rettungsversuch. Warum die andern beiden wohl ins Wasser mußten? Auch heute brüsten sich trotz roter Flagge zwei deutsche Touris vor ihren Frauen und Kindern damit, sich den hohen Wellen entgegenzuwerfen. Die Griechen schütteln nur mißachtend die Köpfe. Aber wie schon eingangs gesagt, Kreta ist eine Insel für jegliche Art der Urlaubsgestaltung und es gibt jeden Tag etwas zum Wundern...
|
Zitat eines alten Professors
In Griechenland müssen Sie sich ständig mit der Zerstörung, dem Kaputten und dem Unvollkommenen abfinden. Wir sind schon lange nicht mehr das Land des Zeus, Apolls, Sokrates, Platons und Perikles.
Wir sind nur ein kleines heruntergekommenes Balkanland, das seine große Vergangenheit immer vor Augen hat und damit nicht fertig wird, weil es diesen Ansprüchen nicht genügen kann. Das ist unser großes Problem. Die beiden anderen sind: Wir haben nie eine Epoche der Aufklärung durchgemacht. Und: wir liegen zwischen Europa und dem Orient. Aber all das hindert uns natürlich nicht, stolz darauf zu sein, daß wir Griechen sind.
Aus: Reise nach Matala von Arn Strohmeyer
|