Moni ArkadiDas kretische Nationalheiligtum liegt hoch oben in den Bergen. Bei Platanes, Misina ist die Abzweigung von der Staatsstraße. Düstere Vergangenheit ist hier zur Gedenkstätte geworden. Fast im Mittelpunkt der teilweise restaurierten Anlage steht die zweischiffige Klosterkirche.1866 belagerten Türken die im Kloster verbarrikadierten 300 Widerstandskämpfer und 600 Frauen und Kinder. Nach 2Tagen erlahmte deren Widerstand und um sich nicht den Feinden ergeben zu müßen, legten sie Feuer in die Pulverkammer und sprengten sich selbst in die Luft. Anscheinend sind dabei 1500 Türken umgekommen und ca.100 Griechen hätten überlebt. Dieses heroische Opfer wurde zu einem bedeutenden Markstein im Freiheitskampf der Kreter. Eine große Wallfahrt findet hier jährlich vom 7.-9. November statt. Eine eigenartig beklemmende Stimmung liegt über allem. Die Fahrt selbst über unzählige kleinste Bauerndörfer war sehr schön.Hier begegneten wir auch zum ersten Mal der griechischen Gastfreunschaft. Wir machten am Dorfplatz Pause, als plötzlich eine alte Frau auftauchte und uns wild gestikulierend in ihr Haus drängte. Damals noch des griechischen unkundig unterhielten wir uns mit Händen und Füßen. Wir waren in einer Art Wohnhöhle gelandet, mit gemauertem Tisch und gemauerter Eckbank. Weiter hinten wohl die Schlafstätte kam ihr Mann aus einem größeren Loch gekrochen. Der Kühlschrank stand mitten im Wohnraum, verziert mit Heiligenbildern und geschmückt mit einem großen Photo des Sohnes. Wir wurden verköstigt wie lieber Besuch. Draußen vor dem Haus dann noch ein Photo von den beiden mit ihrem Zitronenbaum, das wir ihnen dann später als kleines Dankeschön zuschickten. |
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