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Griechenland

Dodekanes

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Griechenland (Frame)

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Sonntag, 21. Mai 2000
Übersetzt bedeutet Dodekanes 12 Inseln. Tatsächlich sind es aber 50 größere und 150 kleinere Inseln. Auf 18 - 27 der Inseln wird gesiedelt, 13 davon sind ganzjährig bewohnt. Die Aussagen liegen hier stark auseinander.
Wir waren bisher auf folgenden acht Inseln: Rhodos, Symi, Tilos, Nissiros, Giali, Kos, Kalymnos, Telendos. Ich bin mir sicher, daß weitere Inseln folgen werden.

Die Inseln besitzen teilweise eine unabhängige Verwaltung. Sie weisen so unterschiedliche Charakteristiken auf, daß jede eine ganz eigene Welt darstellt, auch wenn sie nur einen sogenannten Steinwurf auseinander liegen. So einzigartig wie die Landschaften sind auch die Menschen, vielfältig wie ihre jahrhundertealte Geschichte.
Hier hat der Reisende die Wahl. Ruhe und Einsamkeit, aber auch totaler Touristenrummel. Meist liegen die Unterschiede nur eine Schiffsstunde, oder Himmelsrichtung, oder Reisezeit auseinander. Ein buntes Gemisch aus europäischer und orientalischer Kultur ist hier überall zu finden. Wenn auch die Inseln eine gleiche Vergangenheit haben, so unterscheiden sie sich doch gewaltig. Rhodos und Kos, mit breitgefächerter touristischer Infrastruktur, Tilos die fast Übersehene, Kalymnos, die Insel der Schwammtaucher und... und... und...
Uns hat bisher jede Reise in diesem südöstlichen Zipfel Griechenlands dazu angeregt wieder zu kommen, um neue Inseln zu entdecken, uns immer wieder von Neuem mitreisen zu lassen von der Heiterkeit und Lebendigkeit unserer "Gastgeber". Abgesehen davon haben wir uns hier auch kennengelernt... Wenn das kein gutes Omen ist!
Perser, Römer, Westgoten Sarazenen, Venezianer, Genueser, Johanniter, Türken, Italiener, Deutsche, Briten... Die Bevölkerung der Dodekanes hat Jahrzehnte der Fremdherrschaft überstanden und ihre Sitten und Gebräuche erhalten können. Sie werden auch die Aussperrungen des Tourismus überleben.

Vielleicht ist eine Antwort auf die Frage, was ein Grieche sei vielleicht diese: er ist ein Hoffender. Einer, der keine Hoffnung fahren läßt und alle Neugier bewahrt, daß sich im Irrlauf des Lebens überall doch das Beständige zeige. Das Gute.
Aus dem wunderschönen Bildband: Griechenland Text von W. Josing Tommys und Lid Micek Bechtermünz Verlag.