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Ich schloss meine Sekundarausbildung (Gymnasium) im Jahr 2007 ab und wollte unbedingt weiter studieren. Mit der Hilfe von Sibylle bekam ich den Kontakt zu Susanne, die bereit war mich und mein Studium an der Uni Jean Piaget finanziell unterstützte. Ich war sehr glücklich da ich mich nun einschreiben und mit dem Jura Studium in Praia beginnen konnte. (Anm. schon früh war es sein Wunsch zu studieren um seiner Mutter dann, wenn er fertig ist einen gesicherten Lebensabend bieten zu können)
Jura deshalb, weil ich es liebe zu lesen und in der Zukunft ein großer Jurist werden möchte. Am 4. Oktober gingen mein Vetter und ich in die Hauptstadt Praia, im Gepäck einen Herd, Matratze und andere wichtige Dinge um dort auf der Achada SaoFilipe zu wohnen. Der Hausbesitzer nahm uns zwar ganz freundlich auf, aber schlussendlich wollte ich dort nicht bleiben, da es weit von der Universität, und mein Kurs zudem am Nachmittag/Abend war. (Anm. es ist abends in Praia nicht gerade sicher ...)
Zudem musste ich einmal umsteigen, bisweilen gab es gar keinen Bus und so haben wir beschlossen, ein neues Zuhause zu suchen welches näher an der Universität liegt. Diese neue Wohnung befand sich nun im Stadtteil Tira Chapeau. Mein Vetter ging zurück aufs Land. Ein paar Tage später, nachdem ich die Uni am Abend verlassen hatte wurde ich auf dem Heimweg von Banditen angegriffen. Sie raubten mein Portemonnaie mit Geld, Handy ... Trotzdem blieb ich noch etwa einen Monat in diesem Haus, als der Besitzer mich bat, die Wohnung wieder aufzugeben und wieder musste ich eine neue Heimat suchen. Dabei traf ich einen Freund, der mir erzählte, dass er mit anderen Studenten zusammen wohnen würde. Er lud mich ein mit ihnen in Palmarejo leben in und nahm die Einladung gerne an .
Am nächsten Tag verließ ich das Haus, in dem ich bislang wohnte, und zog bei der WG ein. Wir hatten in dieser Wohnung eine Menge Schwierigkeiten: manchmal fehlte Wasser, mal fehlten Lebensmittel (Anm. es gab zwei aus der Gruppe die sich - solange die andern am Nachmittag/abend beim Studium waren - über das Essen hermachten und für die "Spätschicht" blieb dann nichts mehr übrig) und wir wurden sogar von Dieben bestohlen, die meine Kleider und meine mir sehr wichtigen Bücher mitnahmen und alles was sie sonst noch kriegen konnten. (Anm. Mito war total geknickt. Die Klamotten waren ihm nicht so wichtig - aber seine Bücher...)
Trotzdem habe ich mir große Mühe gegeben und es war mir gelungen, das 1. Jahr ohne jeden Verzug mit allen notwenigen Punkten abzuschließen. (Anm. Er hatte in allen Fächern gute bis sehr gute Noten. Er gehörte zu den wenigen in seinem Semester die nichts nachholen und nichts nacharbeiten mussten!)
Im 2. Jahr wollte Susanne kommen damit wir uns schließlich auch gegenseitig kennen lernen können um auch die Uni an der ich studiere zu besuchen. Leider wurde sie krank und starb ganz schnell ohne dass wir uns jemals begegnen konnten. Ich war sehr traurig und sehr besorgt und dachte daran das Studium abzubrechen, da ja nun kein Sponsor mehr da war.
Zudem war meine Wohnsituation recht schwierig und meine Mutter sprach schließlich mit meiner Patentante ob ich nicht mit ihr im Stadtteil Vila Nova leben könnte. Sie akzeptierte und alles begann sich zu verbessern. Es entfielen die Miet/Nebenkosten (Anm. das Haus ist sicherer, liegt zudem direkt an der Bushaltestelle und er kann von dort aus direkt zur Uni =es werden auch Fahrkosten eingespart)
Wieder mit Hilfe von Sibylle wird mich nun jemand anderes unterstützen und ich kann weiter studieren. Ich bin sehr glücklich über diese Chance. (Anm. noch im Nachhinein durch einen Arbeitskontakt von Susanne)
Ich möchte allen, die mich unterstützt haben danken, vor allem auch demjenigen, der mich im Moment unterstützt, und sagen, das ich für die Hilfe sehr dankbar bin.
Mito (Nilton Cesar de Pina)
Weitere Details zur Geschichte von Mito
2008: Jura Studium in Praia 2009: Kauf Portatil 2010: Tod der Sponsorin 2010: Danke an die neuen Sponsoren
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