Workshop Lesen und Schreibens auf portugiesisch
Finanzierung
- FLUG : Fussballschule ADEC.
- TRANSFER : Das Rathaus / Bürgermeister hat wieder den Transfer vom Flughafen und zurück übernommen.
- ÜBERNACHTUNG : Das Restaurant Esplanda Silibell hat ein privates Gästezimmer für die Übernachtung zur Verfügung gestellt.
- VERPFLEGUNG : Die Verpflegungskosten wurden aus dem allgemeinen Spendentopf finanziert.
- RÄUME : Der Gestor der Schule stellte wieder den Bibliotheksraum der Grundschule zur Verfügung.
- MATERIAL : Alles Unterrichtsmaterial wurde von Iolanda persönlich mitgebracht.
Bericht vom Workshop
"Die Entwicklung des Lesens und des Schreibens der portugiesischen Sprache" war der offizielle Titel des Workshops
Das Portugiesisch in Wort und Schrift zu üben und zu praktizieren war ganz klar die Hauptaktivität während der 6 Unterrichtstage des Workshops. Die 15 Fußballschüler lasen, schrieben und erzählten die Geschichte von dem Wolf und den drei Schweinchen ("O lobo e os tres porquinhos"). Iolanda hatte schon an Fasching bewiesen, dass sie fähig ist, Kindern Grammatik, Wortschatz und gute Aussprache einer fremden Sprache didaktisch glänzend nahezubringen.
Die dem Workshop zugrundeliegende Absicht ging aber erheblich weiter: Hauptziel war es, die Gruppenzugehörigkeit der Kinder der Fussballschule zu fördern.
Schließlich ist Fußball ja ein Manschaftssport und kein Spiel nur von Einzelkönnern.
In der Praxis realsiert und erprobt werden sollte diese Idee durch die Aufführung eines Theterstücks am Abschlußtag.
ausührliches Konzept des Workshops (PDF)
Hintergrund
"Djunta mo" ist als Schlagwort bei staatlichen Kampagnen weitverbreitet, aber meiner Beobachtung nach lange nicht in den Köpfen und Herzen der Menschen angekommen.
Der Schulunterricht erfolgt in aller Regel nur frontal, die Organisation des Unterrichts in Form von Gruppenarbeiten wird nur von wenigen LehrerInnen praktiziert.
Nebenbemerkung: Die Zugehörigkeit zur weitgefassten Großfamilie (Vetter, Cousinen, Neffen, Nichten, ...) ist imho ein wesentliches Element des kapverdischen Bewusstseins. Bei fast allen gesellschaftlichen Aktivitäten sind die politischen Präferenze der Aktivisten und Organisatoren ein wesentliches Kriterium, ob ein Kapverdianer sich anchliesst oder ignoriert, wenn nicht sogar blockiert und dagegen agiert. Ein Teil der Importe (z.B. der Kauf von Ceralien) ist staatlich (gemeinsam) organisiert. Wo aber diese gemeinsame (= staatliche) Organsiation fehlt, kauft der kapverdianische Geschäftsmann im Ausland für sich alleine und nur auf eigene Rechnung ein, um sich dann zuhause von den Chinesen die Butter von Brot nehmen zu lassen. Die nämlich kaufen gemeinsam (billiger) ein. Bei ihnen, den Chinesen erfolgt nur der Verkauf im Inland getrennt auf eigene (Einzel) Rechnung. (Nebenbemerkung von Gerhard aka Geraldo)
Fazit des Workshops
"Als ganz besonders eindrücklich hat sich der Weg zur gemeinsamen Erarbeitung des Puppentheaters gezeigt. ... Jedes der 15 teilnehmenden Kindern hat im Theaterstück seine Rolle gefunden und seinen Teil zum Teamwork beigetragen. Sei es als Sprecher/in, Erzähler, als Theaterfigur, als Akustiker oder auch als Bühnenregisseur. War der Weg bis zur Vorstellung steinig, so liefen die Akteure am Schlusstag ... zur Hochform auf. Ohne Scheu, ohne Hänger, gut und deutlich artikulierend, überraschten sie die Eltern und Zuschauer mit ihrer Darbietung."
Beat Clerc, bd Sport active Schweiz. Schweizer Fußballtrainer. Präsident von "bd sport active cabo verde", Leiter und Chef-Trainer der Fusballschule ADEC (= Academia do desporto, educação e cultura )
Dieser Einschätzung ist nichts hinzuzufügen
Teilnehmer des Workshops
- 15 Schüler der Fussballschule ADEC
- Iolanda Andrade, Englischlehrerin Flightcontrol am Flughafen Lissabon: Didaktisches Konzept, Materialkonzeption und -beschaffung, Erste Lehrerin
- Sibylle Schellmann, Motopädin: Unterstützung bei Puzzles, Memory; Erarbeitung der Aufführung
- Beat Clerc, Fußballtrainer: Hilfslehrer, Photograph am Abschlußtag
- Duche, Mitglied Fußballclub AJAC, Calheta : Praktikant
- Geraldo : Kameramann während der Aufführung
Bericht: Gerhard Schellmann, 5.04.2010