KapverdenKapverden: São VicenteCabo Verde
Mindelo

Residencial Sodade

Unsere Unterkunft, die Residencial Sodade ist eine Familienpension mit Restaurant auf dem Dach.
Unser Zimmer ist sauber, mit Bad/WC. Wir hatten es schon von zu Hause aus per Fax gebucht. Da es mittlerweile Abend geworden ist, machen wir nur noch einen kurzen Spaziergang zur ersten Orientierung und begeben uns dann in das Restaurant.

Vom Erwachen einer Großstadt

Morgens um 3 Uhr macht sich der erste Frühaufsteher bemerkbar - Kikerikii, Kikerikii - allen verzweifelten Rufen zum Trotz, er erhält nur Antwort aus weiter Ferne. Aber unser Hahn ist sehr ausdauernd, er versucht es immer wieder.
Als um 6 Uhr sich schießlich die ersten Hunde lautstark beteiligen und die Stadt so langsam erwacht, ist er wohl erschöpft von der Stange gefallen. Wir machen das Fenster wieder auf und die Luft schwirrt vom Zirpen der Grillen.

Nach dem Früstück mit Papayamarmelade, gutem Kaffee und Bananen geht es los.

Mindelo - Wir erkunden die Stadt

[Statue1] Markt: Variante 1 - Markthalle [Status2]
Vom Sodade aus die Straße runter kommen wir als erstes gleich mal am rosafarbenen Gouveneurspalast vorbei. Danach ein Bummel durch die Markthallen zum Hafen.

 

[Torre de Belem] [] Überall stehen noch Häuser aus der Kolonialzeit herum, von denen der Verputz kräftig blättert. Entlang der mit kleinen Krämerläden zugebauten Uferfront gelangen wir zum Nachbau des Torre de Belem. Aus der Nähe zeigt er deutliche Verfallserscheinungen. So wie es aussieht,wird wohl versucht ihn etwas zu reparieren. Vielleicht ist er auch nur eingezäunt, um nicht als Klettergerüst für die Kinder zu dienen und vollends zusammenzustürzen.

 

 

Markt: Variante2 - Straßenverkauf [] Gleich daneben befinden sich die Fischhallen. Frauen jeglicher Couleur stehen davor, unterhalten sich, während sie auf Kundschaft warten. Und hier in den Straßen begegnen sie uns zum ersten Mal. Diese Frauen in ihrer Vielzahl und Schönheit, mit ihrem aufrechten Gang, die Plastikschüsseln voller verschiedenster Waren sicher auf dem Kopf balancierend. Gesichter die in einer unwahrscheinlichen Vielfalt an schwarz - braun - bronze mocca- milchschokolade - haselnußfarbenen Hauttönen schimmern. Die Haare geflochten, entkraust oder mit Lockenwicklern gebändigt. Kreuz und quer gehen wir durch die Straßen und Gassen, alle Bilder, Gerüche,Geräusche, Eindrücke, Stimmungen und Begegnungen tief in uns aufnehmend.
[Kolonialgebäude] [Markt: Variante 2 - nächster Straßenverkauf] [In den Straßen von Mindelo]
Martk: Variante 3 - Marktstände Wir kommen so auch zu einem der Kleidermärkte. Sehr zur Belustigung der Marktleute zetert eine Frau mit einem Mann rum, der in einem Hof vor einer Art Kneipe sitzt. Sie geht weg, er kommt bis ans Tor und springt mit kurzem Schrei zurück, als die Frau laut schimpfend plötzlich umdreht. Alles lacht und amüsiert sich köstlich.

[Wandgemälde mit Polizist] [] Wir gehen zum Hafen und zurück zum Praca Amicar Cabral. In dem Park dort steht ein absolut kurioses Zuckerbäckerkiosk in leuchtenden Farben mit einem Cafe. Das Kapverdische Museum für Kunsthandwerk hatte leider geschloßen. Es muß jedoch sehr interessant sein. Falls Sie unter der Woche da sind, sollten Sie es also unbedingt anschauen. Hier in Mindelo wurde auch das erste Gymnasium der Kapverden gebaut.

Am Nachmittag steht dann der Ausflug zur Katzenbucht auf unserem Programm.

Auf der Suche nach dem Nachtleben

[Wolkenverhangene Abendstraße] [Es wird Abend in Mindelo] [] Am Abend wollen wir uns ins Nachtleben stürzen. Wir hatten uns tagsüber schon am Promexstand erkundigt, wo heute abend Live - Musik ist. Wir ziehen voller Elan los. Um 23:00 soll im "My Coffee" in der Rua Santo Antonio im alten Hafenviertel was geboten sein.
 

[Sibylle im Picapau] [] [Gerhard im Picapau] [] Wir gehen vorher nebenan zum Essen ins Pica Pau*****. Das recht kleine Restaurant mit 5 Tischen ist kurz nach Öffnung auch gleich voll besetzt. Der Arroz de mariscos und der Peixe Ceboladas waren eine Wucht. Wir haben wirklich gut hier gegessen. Die diversen Danksagungen an der Wand zeigen, daß es vor uns auch schon vielen anderen hier gut geschmeckt hat.

Da es noch zu früh für My Coffee war sind wir erst mal durch die Stadt gebummelt, um all die anderen Lokale zu suchen die im Führer ebenfalls erwähnt waren. Kurzum, wir haben nichts gefunden. Die Menschen waren auf den Straßen unterwegs aber ohne Anstalten zu machen, irgendwo reinzugehen. Wir hörten auch keine Musik und so gelangten wir schließlich zurück. Welch herbe Enttäuschung. Unter einem Plakat der Cesaria Evora sitzend lauschten wir den Synthesizer- Klängen des mit Tonband spielenden Alleinunterhalters. Als er nach einer guten halben Stunde auch noch anfing zu singen haben wir schleunigst das Lokal verlassen. Die Bars, die wir auf dem Nachhauseweg passierten glänzten durch gähnende Leere.

Im XeNu, unserem letzten Versuch, waren wir die Einzigsten außer den beiden freundlichen Bardamen. Das Nachtleben am Wochenende muß irgendwie woanders stattfinden als wir vermuteten. Falls Sie es auf Ihrer Reise entdecken, geben Sie uns bitte Bescheid. Wir werden sicher nochmal auf die Kapverden fahren, vielleicht finden wir es dann ja auch.

Eine Woche später, bei unserer Rückreise von Santo Antão war gerade Karfreitag und das Nachtleben fand wohl in und um die Kirche statt.

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