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Praia - die Hauptstadt

Der Flug war kurz. Kaum hatten wir die Reiseflughöhe erreicht und den angebotenen Saft getrunken, ging es bereits wieder abwärts.
Wir fahren mit dem Taxi zu Senhora Anni. Das Zimmer, sowie das Gemeinschaftsbad waren sehr sauber und groß genug. Das Frühstück war gut, jedoch schlichtweg zu teuer.

Sucupira

[Sucupira Markt] Nach kurzer Pause sind wir losgezogen zur ersten Stadtbesichtigung und natürlich auf den Markt. Der Sucupira ist unbedingt sehenswert. Diese bunte Vielfalt, die Waren, die Marktfrauen, das lebendige Treiben auf dem großen Marktplatz im Freien sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Der Markt hat eine komplette Infrastruktur an Imbis-"ständen", Getränkeverkauf, ... . Wer sich und seiner Verdauung traut, kann hier die verschiedensten Gerichte ausprobieren.
[Sucupira Markt 1] [Sucupira Makrt II] [Sucupira - Unsere Köchin]
 

Das Plateau

[Pleteau I] [Plateau II] Dahingegen ist das Plateau am heutigen Samstagnachmittag wie ausgestorben. Auf der nur ca 500 m langen und 300 m breiten Ebene befinden sich alle wichtigen Behörden, Firmen, Konsulate und Banken. Ein paar wenige Bars und heute, am Samstag nachmittag geschlossene Geschäfte.

 

[Plateau 1] [Plateau II] Die große Kirche Nossa Senhora da Graca und ein paar andere Kolonialbauten liegen am Praça 12 do Septembro. Hier steht wie in Mindelo ein Zuckerwerkkiosk, allerdings nicht ganz so herausgeputzt. Die öffentlichen Markthallen sind zur Zeit wegen groß angelegter Renovierung geschloßen. In einer Bäckerei erstehen wir leckere Kleinteile und setzen uns in den Park.

Achada do Santo António

Danach geht es wieder zurück in unseren Stadtteil. Ob die Achada do Santo António nun im Aufbau oder im Abbau begriffen ist, können wir nicht miteinander klären.
 [Achada do Santo Antonio] [Plateau II] [Pensao Hollanda]
[Nachmittagspause] [Plateau II] Müll liegt zwischen den Häusern, eine verendete Katze auf der kleinen Müllhalde, Scherben über Scherben auf der Straße. Frauen füllen am Wasserhaus ihre Kanister, Kinder rennen barfuß durch die Gassen, bisweilen stinkt es beträchtlich nach Kloake. Wie sagte doch der Führer: "Ein uriges Umfeld" und das stimmt fürwahr.

Viele Friseure, bei denen sich die Frauen ihre Haare glätten lassen, Bars und Restaurants runden das Bild ab.

Abendessen mit Live-Musik

Wir entscheiden uns für ein Lokal mit Grill draußen. In den dichten Rauchschwaden steht die mächtige Köchin mit Lockenwicklern auf dem Kopf. Ein strahlend weißes Lachen und der leckere Geruch von Gebratenem überzeugen uns. Hier essen wir: Gegrilltes Huhn mit Pommes und Karotten garniert, dazu den Wein des Hauses. Diesmal haben wir Glück. Zusätzlich zum gutem Essen sind wir im musikalischen Nachtleben gelandet.

Kurz vor 21:00 erscheinen zwei freundliche Musiker, Gitarre und Keyboard. Sie fangen an zu spielen und das Publikum wird mehr und immer interessanter. Schließlich steht ein Gast auf und geht zur Bühne. Seine Stimme ist gewaltig. Er hört sich an, als ob er eine Gesangsausbildung gemacht hätte. Er singt und nicht nur wir, sondern das ganze kleine Lokal ist hellauf begeistert. Die Stimmung steigt. Vor einer kurzen Pause singt er noch schnell ein Revoluzzerlied und alles klatscht und singt den Refrain begeistert mit.

Als wir schließlich nach Hause kommen gibt es auch bei Holanda Musik. Der Sänger ist ebenfalls stimmgewaltig und noch fit, als wir ins Bett gehen. Durch den Innenhof schallt es zu uns hinauf, als wolle er uns in den Schlaf singen

Vom Erwachen einer Großstadt - Teil II

Sonntagmorgen 6:00. Irgendjemand in unserer unmittelbaren Nähe rächt sich wohl für die gestrige Musik. Laut dröhnt die Anlage. Die Musik wäre ok, wenn es sich nicht um eine Live - Aufnahme handeln würde, wo nach jedem Stück das Volk hysterisch kreischt. Um 8:00 ist das Konzert beendet und wir sitzen, statt auszuschlafen am Frühstückstisch.

Praia Strand

Am Ende der Achada do Santo Antonio, wo die Straße wieder den Berg hinabführt liegt, das Restaurant Poeta. Von dort aus schauen wir erst mal auf die Bucht mit der kleinen Insel Illheu Santa Maria und zum Plateau. Rechts davon gehen Treppen hinunter zum besseren Viertel der Stadt, Prainha. Die Häuser dort sind größere Villen, von blühenden Büschen und Zäunen umgeben.

[Am Stadtstrand von Praia: Praia Quebra Camela ] Die Praia Quebra Canela ist ein kleiner schöner Sandstrand, an dem sich jetzt, am späten Nachmittag die Kinder,Jugendlichen und die jungen Erwachsenen vergnügen.

Wir setzen uns in die Strandbar und schauen dem Treiben zu. Vor uns liegt ein kleiner Junge im Sand, der seinen Spielgefährten,einen ebenso jungen Hund ganz liebevoll streichelt. Die Jugend flirtet miteinander, die "Strandspiele" unterscheiden sich nicht von denen am Bodensee. Fangen, ins Wasser schmeißen, sich im Sand wälzen.... alles scheint vor Lebensfreude nur so zu sprühen.

Und wieder einmal sind wir fasziniert von der Vielfalt der Schattierungen der Hautfarbe schwarz, den wunderschönen Mädchen und jungen Frauen, den niedlichen kleinen Kindern, den sporlichen, schlanken Jungs, den faszinierenden tiefschwarzen Augen, den leuchtend weißen Zähnen, der Anmut ihrer Bewegungen, der Natürlichkeit ihres Wesens. Ob groß oder klein, jung oder alt, diese Menschen sind einfach etwas ganz Besonderes.

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