Die Saline
Danach gehen wir an der ehemaligen Förderanlage entlang zum Salinenkrater. Hier hat die Natur zu einer ganz besonderen Saline verholfen.
Der Kraterboden liegt unterhalb des Meeresspiegels. Durch natürliche kleine Kanäle, sowie durch einen künstlich erbauten Tunnel kann hier das Meerwasser in den Krater gelangen.
Es verdunstet in den angelegten Becken. Die zurückbleibende Salzschicht wurde dann abgestochen.
Immer wieder florierte der Salzhandel. Die Salzgewinnung brach zusammen, wechselte den Besitzer, suchte neue Märkte um schließlich ganz zum erliegen zu kommen. Die Salzproduktion wurde 1984 eingestellt.
Heutzutage wird noch etwas Salz für den lokalen Bedarf aufgehäuft und abgestochen. Auch um Besitzrechte zu wahren. Ansonsten ist hier geisterhafte Leere ausgebrochen.
Die langgezogenen Häser, Barracken aus Stein sind genauso sandfarben wie die ganze Landschaft auf Sal. Einzig die grünen oder blauen Türen sind farbig - lebendige Tupfer in der sonst wie ausgestorben wirkenden Siedlung.
Angeblich sollen hier über 300 Menschen leben. Wir sahen nur ein paar Katzen, 5 Kinder, 2 Ziegen und etwas Wäsche, die hinterm Haus im Wind flatterte.
In der Kneipe am Sportplatz sind wir die einzigsten Gäste. Der Staub dringt durch alle Ritzen der kleinen mit Wellblech bedeckten Barracke. Wenn jetzt noch die Mundharmonika von Spiel mir ein Lied vom Tod irgendwo erklungen wäre... es hätte uns nicht gewundert. Sand, Wind und diese ganz eigene Stimmung waren etwas besonderes.
Fußweg nach Espargos
Da kein Fahrzeug in Sicht, geschweige denn ein Taxi sind wir einfach zu Fuß wieder zurück nach Espargos gewandert.
Alles ist potteben und so gehen wir einfach geradewegs über das ausgetronete, dürre Land auf die Inselhauptstadt zu. Auch auf dem Rückweg sehen wir wieder eine Luftspiegelung. Es sieht so aus, als ob die Stadt am
Ufer eines Sees liegen würde. Einfach phantastisch. Ansonsten gibt es in der fruchtlosen Ebene nichts zu sehen.
Ein verfallenes Windrad mit gemauertem Wassertank erinnert hier an die guten Jahre, in denen es wohl auch hier mal regnete. Die beiden Häuser an denen wir vorbeikommen waren damals dann sicher ertragreiche Höfe. Einzelne Palmen und dazwischen nichts, was den Blick eingrenzen könnte. Faszination der Leere, auch das hat zweifelsohne etwas für sich.
Das Neubaugebiet welches wir nun erreichen macht seinem Namen alle Ehre. Hier werden wirklich viele neue Häuser erstellt.
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