![]() Teoflio Chantre Azulando
1. BOLA AZUL |
Die Aufnahmen entstanden erneut gemeinsam mit den Musikern seiner eigenen
Live-Band und mit Musikern aus der Band von Cesaria Evora. Teofilo Chantre
bleibt dabei seinem musikalischen Stil treu: Swingende Mornas und
Coladeras mit Einflüssen aus Jazz und Bossa Nova. 2004 wird er auch wieder
gemeinsam mit seiner Band auf Tournee in Deutschland sein.
Azulando - Dieser Begriff lässt sich nur sehr schwer ins Deutsche übertragen. Azul bedeutet auf Kreolisch Blau, und Teofilo Chantre beschreibt in den 13 neuen Kompositionen die Vielfalt des Farbtones Blau, vom tiefdunklen alles umgebenden Blau des Atlantik bis zum strahlenden Hellblau des Himmels über den kapverdischen Inseln. |
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"Die Farbe Blau ist für mich stark verbunden mit dem Begriff ,Sodade'", sagt Teofilo Chantre,
"aber es ist für mich kein ,Konzept'. Einige der Stücke auf dem Album "Azulando" entstanden bereits vor 15 Jahren." ,Blau schillernd', von Indigo bis Ultramarin, gibt wohl am ehesten den Inhalt des Wortes "Azulando" wieder.
Vom blauen Planeten des ersten Stückes Bola Azul über das leuchtende Kornblumenblau des in französisch gesungenen Titels Des Bleuets dans les Blés bis zum melancholischen Blau in Fonte de nha Sodade (Die Quelle meiner Wehmut Titel # 11) wechselt der Farbton seine Nuance während der 13 Stücke. Blau ist die Farbe der Sehnsucht, der Melancholie und des Träumens - alles Gemütszustände, die in den für Teofilo Chantre typischen Arrangements für Geige, Gitarre, Akkordeon, Schlagzeug und Bass hörbar werden. Diese Musik lässt sich nicht als authentische kapverdische Musik umschreiben, dazu lebt Teofilo Chantre schon viel zu lange, nämlich 25 Jahre, in Paris. In Teofilo Chantres Kompositionen verbindet sich die kapverdische Musik in einzigartiger Form mit Elementen aus Bossa Nova, spanischem Bolero und Jazz. Und auch wenn die ,Sodade', diese typische Melancholie der Kapverden, fast alle Stücke des Albums durchzieht, so beweist der elegante Swing seiner Coladeras, dass Tanzen immer noch das beste Gegenmittel bei akutem Weltschmerz ist. Eng verbunden ist Teofilo Chantre mit den langjährigen Mitgliedern seiner Liveband, die auch maßgeblich bei den Aufnahmen zu "Azulando" mitgewirkt haben. Hervorzuheben ist hierbei der ambitionierte Geiger Kim Dan Le Oc Mach aus Vietnam und der französische Akkordeonist Jacky Fourniret. Neben diesen Musikern haben auch die Musiker der Band von Cesaria Evora, allen voran der Pianist Nando Andrade, zur Entstehung von "Azulando" beigetragen, und Teofilo Chantre hat sich berühmte Gäste ins Studio geholt: Gemeinsam mit Cesaria Evora besingt er in Mae pa Fidje den Schmerz der Trennung von Mutter und Sohn. In Canta Cabo Verde ist es der angolanische Altmeister Bonga, der ihn mit seiner rauchigen Stimme unterstützt. Vier der neuen Kompositionen entstanden mit den Texten seines Vaters Vitorinho Chantre, der bereits an der Entstehung der Albums "Rodatempo" als Textdichter mitgewirkt hatte. "Er hat mich immer wieder ermutigt," sagt Teofilo Chantre, " und so ist die Zusammenarbeit mit ihm eine Art Dank und Hommage meinerseits." | |
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Deutschland, Mai 1999 - Ostern 2000 © ReiseTräume Kapverden
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